Marc Spranger: „Unkopierbar: Warum unsere Kreativität im KI-Zeitalter überlebt oder verschwindet“

Mit seinem programmatisch betitelten Buch „Unkopierbar“ legt Marc Spranger im Verlag Walter de Gruyter eine Streitschrift vor, die sich in die gegenwärtige Debatte um künstliche Intelligenz mit bemerkenswerter Entschiedenheit einmischt. Schon der Titel ist weniger Beschreibung als Behauptung: Es gibt — so Sprangers Überzeugung — einen Kern menschlicher Kreativität, der sich nicht simulieren, nicht automatisieren, …

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Aldous Huxley: „Zeit der Oligarchen“

Heute liest man diesen Essay an vielen Stellen mit Gänsehaut. Der Hanser-Verlag hat mit „Zeit der Oligarchen“, dem Titel der deutschen Übersetzung, genau den richtigen, richtungsweisenden Ton getroffen; der Titel des englischen Originals („Science, Liberty and Peace“) klingt dagegen geradezu harmlos und seltsam indifferent. Davon abgesehen, werden die heutigen Leser ihre Lektüre vor dem Hintergrund …

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W. Daniel Wilson: „Goethe und die Juden — Faszination und Feindschaft“

Das Verhältnis Johann Wolfgang von Goethes zu den Juden war von Komplexität und Widersprüchen geprägt, die ein spannungsreiches und interessantes Bild zeichnen. Goethe, einer der bedeutendsten deutschen Dichter und Denker, lebte in einer Zeit des gesellschaftlichen und kulturellen Wandels, in der die jüdische Emanzipation in Deutschland erst langsam voranschritt. Seine Einstellungen gegenüber den Juden spiegeln …

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Udo Marquardt: „Zeit und Mensch — Facetten einer Kulturgeschichte“

Die Beziehung zwischen Zeit und Mensch ist eine der faszinierendsten und tiefgründigsten Verbindungen in der Geschichte der Menschheit. Zeit durchdringt jeden Aspekt unseres Lebens, von den kleinsten Momenten des Alltags bis hin zu den großen Epochen der Geschichte. Sie formt unsere Wahrnehmung, beeinflusst unsere Entscheidungen und bestimmt unseren Lebensrhythmus. Während die Uhr unerbittlich tickt, streben …

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Barbara Schmutz: „Brainstorming — 300 Fragen an das Gehirn“

Bei manchen klappt es gar nicht; bei anderen klappt es manchmal, und bei wenigen klappt es anscheinend richtig gut: Wenn ich meinem Gehirn Fragen stelle, kann es sein, dass ich eine Antwort bekomme, was allerdings noch nichts über deren Qualität besagt. Manchmal gibt es auch gar keine Antwort, nur white noise im Kopf. Bei manchen …

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Georg Eckert, Thorsten Beigel: „Historisch arbeiten“

Ein geisteswissenschaftliches Studium unterscheidet sich in vielen Bereichen der Arbeitstechniken und Methoden von einem naturwissenschaftlichen Studium. Doch selbst innerhalb der Geisteswissenschaften gibt es große Unterschiede, und ein geschichtswissenschaftliches Studium stellt noch einmal ganz besondere und eigene Anforderungen an die Studierenden. PD Dr. Georg Eckert und Dr. Thorsten Beigel lehren und arbeiten beide am Historischen Institut …

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Daniel Chamovitz: „Was Pflanzen wissen — Wie sie schmecken, hören und sich erinnern“

Der Autor möchte hier nicht die Verwandtschaft von Mensch und Pflanze schildern. Als das 1974 durch populärwissenschaftliche Abhandlung versucht wurde, ging auch teilweise die Wissenschaft auf dubiose Pfade. Seitdem sind Jahrzehnte vergangen und die Forschung hat große Fortschritte gemacht. In der Pflanzenbiologie erkennt man nun die Sinne der Pflanzen. Sie sind ungeahnt komplex, teilweise mehr …

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Mathieu Vidard: „Science to go — Merkwürdiges aus der Welt der Wissenschaft“

Es ist charakteristisch für unsere beschleunigte Zeit, dass wir bei der Aufnahme von Informationen zunehmend den kürzesten Weg bevorzugen: Twitter-Nachrichten, WhatsApp-Meldungen, kurze Flash-News versorgen uns mit den scheinbar wichtigsten täglichen Eckdaten, mit deren Hilfe wir uns ein „Bild“ von der Welt machen, in der Hoffnung auf ein wenig Stabilität und Übereinstimmung mit unseren Erwartungen. Übertragen …

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Robert Wright: „Warum Buddhismus wirkt — Die Wissenschaft und Philosophie von Meditation und Erleuchtung“

Buddhismus ist in unserer Gesellschaft mittlerweile etabliert. Er bietet praktische Wege, der komplexer werdenden Welt mit Gelassenheit entgegen zu sehen und ein erfülltes Leben zu leben. Wer skeptisch ist hat es mit dem Verfasser gemeinsam. Robert Wright, ein preisgekrönter Wissenschaftsjournalist, wollte diese Behauptung auch überprüfen. Und machte sich auf den Weg. Er fing an zu …

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Steven Pinker: „Aufklärung jetzt — Für Vernunft, Wissenschaft, Humanismus und Fortschritt. Eine Verteidigung.“

„Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“ Das schrieb Immanuel Kant in seinem berühmten Essay „Was ist Aufklärung?“ im Jahre 1784. Als Kant diese kurze Schrift verfasste, war jene Epoche, die wir heute als Aufklärung (Enlightenment, Siècle des Lumières, Siglo de las Luces, просвещéние) bezeichnen, schon seit einigen Jahrzehnten ein internationales Phänomen, eine Zeit …

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