Jasmin Lörchner und Eva Maria Schnurr (Hg.): „Das andere Mittelalter — Philosophinnen, Demokratie, Nachhaltigkeit: Wie die Menschen vor 1000 Jahren wirklich lebten und dachten“

Wenn wir an das Mittelalter denken, sehen wir selten das Mittelalter. Wir sehen eine Erfindung der Neuzeit: dunkle Burgen, Pest und Scheiterhaufen, fanatische Mönche, rohe Ritter, abergläubische Bauern, eine Welt aus Gewalt, Hunger und religiöser Angst. Zwischen dem Untergang der Antike und dem Auftritt der Renaissance scheint sich in dieser Vorstellung ein gewaltiger historischer Abgrund …

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Günter Karl Bose: „Legenden / Captions — Geschichten zu Fotografien. Essays“

Fotografien genießen seit ihrer Erfindung den Ruf, Wirklichkeit festzuhalten. Sie gelten als unmittelbare Zeugnisse dessen, was einmal gewesen ist. Doch dieser Glaube gehört zu den hartnäckigsten Illusionen der Moderne. Eine Fotografie zeigt vieles — und erklärt fast nichts. Sie hält einen Augenblick fest, verschweigt jedoch seine Vorgeschichte, seine Folgen und seine Bedeutung. Wer ein altes …

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Herbert Butterfield: „Die Whig-Interpretation der Geschichte“

Kaum ein schmales Buch hat die Geschichtswissenschaft des 20. Jahrhunderts so nachhaltig erschüttert wie Herbert Butterfields 1931 erschienene Studie „The Whig Interpretation of History“. Dass dieser inzwischen längst kanonische Text nun unter dem Titel „Die Whig-Interpretation der Geschichte“ erstmals in einer deutschen Übersetzung im Felix Meiner Verlag vorliegt, ist weit mehr als eine editorische Nachholung. …

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Alena Buyx: „Leben & Sterben — Die großen Fragen ethisch entscheiden“

Es gibt Bücher, die wollen Wissen vermitteln. Es gibt Bücher, die Debatten ordnen. Und es gibt jene seltenen Werke, die den Leser mit einer unbequemen Erfahrung entlassen: dass er nach der letzten Seite zwar nicht alle Antworten kennt, aber die richtigen Fragen endlich zu stellen vermag. Alena Buyx‘ „Leben und Sterben. Die großen Fragen ethisch …

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Rainer Bayreuther u. Gunilla Eschenbach: „Das Dorf der Visionäre — Aufbruch in die Bundesrepublik 1927-1947“

Manche Bücher verführen ihre Leser durch große Thesen, und andere insistieren leise, dass die Welt sich im Detail erschließt, im Nahen, im vermeintlich Provinziellen. „Das Dorf der Visionäre — Aufbruch in die Bundesrepublik 1927–1947“ von Rainer Bayreuther und Gunilla Eschenbach gehört eindeutig zur zweiten Kategorie, und gerade darin liegt seine eigentümliche Wucht. Auf den ersten …

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Ulrich Steinvorth: „Was Philosophie war, ist und sein kann“

Ulrich Steinvorths schmales Buch trägt einen Titel, der größer klingt, als es der Umfang zunächst vermuten lässt. „Was Philosophie war, ist und sein kann“ kündigt nichts Geringeres an als eine Selbstvergewisserung einer Disziplin, die sich seit zweieinhalb Jahrtausenden zwischen Weltdeutung, Kritik und Selbstzweifel bewegt. Dass dieses Unterfangen in ein handliches Reclam-Bändchen gepresst wird, ist Teil …

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Ulrich Raulff: „Wie es Euch gefällt — Eine Geschichte des Geschmacks“

Wenn man dieses Buch in die Hand nimmt, merkt man sofort seine Besonderheit. Man hält ein Juwel in den Händen, ein — im wahrsten Sinne — geschmackvolles und hochwertig gestaltetes Stück Buchkunst, das schon in seiner außergewöhnlichen Materialität Auskunft gibt über seinen exquisiten Inhalt. Es ist dieser Tage ein seltenes und jeden Bücherfreund geradezu beglückendes …

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Hanno Sauer: „Klasse — Die Entstehung von Oben und Unten“

Hanno Sauers Buch Klasse — Die Entstehung von Oben und Unten ist ein philosophisch-soziologisches Werk über Status, Anerkennung und soziale Ungleichheit — und zugleich ein Grenzgang zwischen Wissenschaft und Essay. Sauer schreibt nicht als empirischer Forscher, sondern als Denker, der bestehende Studien, Theorien und Alltagsbeobachtungen zu einem moralpsychologischen Gesamtbild der Klassengesellschaft verknüpft. Das Buch will …

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Wolfgang Detel u. Helga Detel-Seyffarth: „Anthropologie — Was uns Menschen ausmacht“

Wolfgang Detel und Helga Detel-Seyffarth haben mit ihrem Buch Anthropologie — Was uns Menschen ausmacht, erschienen im Reclam-Verlag, ein Werk vorgelegt, das auf kompaktem Raum nichts weniger versucht, als den Menschen selbst in den Blick zu nehmen. Nicht das Individuum, nicht die Gesellschaft, nicht die Kultur oder die Biologie allein — sondern das Ganze der …

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Walter Benjamin: „Einbahnstraße“ (Faksimile-Ausgabe)

Walter Benjamins Einbahnstraße, erstmals erschienen im Jahr 1928, ist ein außergewöhnliches Werk, das sich jeder konventionellen Gattungszuordnung entzieht und bis heute als Schlüsseltext der literarischen Moderne und kritischen Theorie gilt. In seinen fragmentarisch angeordneten Prosastücken gelingt es Benjamin, Beobachtungen, Reflexionen, Aphorismen und poetische Bilder zu einem Gefüge zu verdichten, das zugleich intellektuell anspruchsvoll und literarisch …

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