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Rezensionen von Büchern aus den Kultur- und Geisteswissenschaften

Martin Tzschaschel: „Wie war das noch? – Schulwissen, neu aufpoliert“

Machen wir die Probe aufs Exempel. Ich stelle Ihnen jetzt drei Fragen: 1. Wann sagt man im Englischen ‚I used to’ und wann ‚I’m used to’? 2. Erklären Sie mit eigenen Worten den Aufbau des Periodensystems. 3. Nennen Sie den Modalwert der folgenden Zahlenreihe: 2-2-3-5-9-12. Wissen Sie alle Antworten? Nein? – Ich schon. Das heißt, [...]

Gabriele Reckinger, Volker Wolff (Hg.): „Finanzjournalismus“

Die Zeiten sind hart. Gerade wenn wie vor drei Jahren nach der Lehman-Pleite und der darauf folgenden Weltwirtschaftskrise oder wie ganz aktuell der Börsen-Crash, der durch die erste Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA seit 70 Jahren und die Euro-Schwäche ausgelöst wurde, die Finanzmärkte und die Wirtschaft immer undurchschaubarer werden, sind professionelle Journalisten gefragt, die sich [...]

Douglas Coupland: „Marshall McLuhan – Eine Biografie“

Am 21. Juli 1911 wurde in Edmonton, Kanada, ein Mensch geboren, der die Welt und unseren Blick auf die Medien veränderte. Marshall McLuhan war der bekannteste Medienkritiker der 1960er Jahre und wurde in den USA und Kanada zu einem wissenschaftlichen Popstar und Kommunikations-Guru. Wie kaum ein anderer hat McLuhan unsere Welt der Medien kritisch betrachtet [...]

Jan Melzer, Sören Sieg: „Come in and burn out – Denglish – Der Survival-Guide“

Blöd quatschen war schon immer eine Vorliebe mittelmäßig begabter Zeitgenossen. Auch Wissenschaftler aller Art pflegen sich hinter einem Fach-Sprech zu verstecken, der auch dem fahlsten Laborgesicht einen intellektuellen Schimmer zu verleihen vermag. Und nun hat die breite Masse endlich auch die Sprache, die sie verdient: Denglisch. Angefangen hat es mit Gayle Tufts, die als Kabarettistin [...]

Christoph Links: „Das Schicksal der DDR-Verlage – Die Privatisierung und ihre Konsequenzen“

Nach der Wende war Schluss mit lustig. Von der einst blühenden Landschaft des Verlagswesens der DDR mit immerhin 78 lizenzierten Verlagen (1990) existieren heute gerade noch zwölf in eigenständiger Form. Das Meiste wurde privatisiert, abgewickelt, und die guten Namen wurden in westliche Verlagshäuser integriert. In den ostdeutschen Bundesländern werden heute nur noch 2,2% der Buchtitel [...]

Ilija Trojanow, Juli Zeh: „Angriff auf die Freiheit“

Das Spiel mit der Angst hat unsere Gesellschaft verändert. Wir haben nicht mitspielen wollen, aber uns hat niemand gefragt. Der Sicherheitswahn hat die schweigende Mehrheit ergriffen, der Wahn und die verzweifelte Hoffnung, das außer Kontrolle Geratene wieder kontrollieren zu können und dadurch unsere Welt wieder sicherer zu machen. Schon längst wissen wir, dass es kaum [...]

Sascha Adamek: „Die facebook-Falle – Wie das soziale Netzwerk unser Leben verkauft“

Immer wieder wird betont, dass die freiheitlichen Bewegungen und Revolutionen in Tunesien, Ägypten und anderen nordafrikanischen Staaten nur durch Twitter und Facebook möglich geworden wären. Erst der beherzte Protest der internet-affinen Jugend hätte den Machtzerfall der verkrusteten Strukturen richtig in Gang gebracht. Im Iran hat das leider nicht so gut geklappt, denn drei Wochen vor [...]

Jeff Jarvis: „Was würde Google tun?“

Google ist nicht nur die teuerste Marke der Welt (Marktwert 2010: ca. 114 Mrd. US-Dollar), es ist auch zum Synonym für eine offene Unternehmensstrategie geworden, die längst nicht nur eine Suchmaschine ist, sondern eine Vielzahl anderer Software meist kostenfrei zur Verfügung stellt und dadurch seine Marktposition als Vorreiter behauptet. Die Google-Strategie krempelte viele Grundsätze der [...]

Stefan Wachtel: „Schreiben fürs Hören“

Wer Texte für den Rundfunk schreibt, muss anders an diese Aufgabe herangehen als ein Journalist oder Texter, der für eine Veröffentlichung im Internet oder im klassischen Printbereich schreibt. Texte für Funk und Fernsehen werden gesprochen, vorgelesen und vom Zuschauer oder Zuhörer gehört. Die Aufnahmefähigkeit eines Hörers ist deutlich geringer als die eines lesenden Rezipienten. Darauf [...]

Wolf Schneider: „Deutsch für junge Profis – Wie man gut und lebendig schreibt“

Beginnen Sie mit einem Feuerwerk, und hören Sie danach nicht auf, Raketen abzufeuern. So könnte man die guten Ratschläge des deutschen Sprachgurus Wolf Schneiders zusammenfassen, die er in seinem unterhaltsamen Lehrbuch „Deutsch für junge Profis“ gibt. Das Internet hat zu einer Beschleunigung der Kommunikation und teilweisen Verflachung unserer Konzentration geführt. Schenkte der Leser einem Text [...]

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