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Rezensionen von Büchern aus den Kultur- und Geisteswissenschaften

Hanno Rauterberg: „Wie frei ist die Kunst? – Der neue Kulturkampf und die Krise des Liberalismus“

Die Kunst im Würgegriff von Ikonoklast*innen lässt den Kunstkritiker Hanno Rauterberg die Frage nach ihrer Freiheit umso dringlicher stellen, je mehr sich die Beispiele eines Angriffs auf die Kunstfreiheit häufen. Wir hatten uns zu sehr an die Freiheiten in einer demokratischen und offenen Gesellschaft gewöhnt und sie als selbstverständlich vorausgesetzt. Doch nun merken wir in […]

Matthias Barth: „Berlin der Kaiserzeit — Architektur 1871 – 1918“

In weiten Teilen verdankt die deutsche Hauptstadt auch heute noch ihr Erscheinungsbild jener historischen Phase von der Reichsgründung 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkriegs 1918. Das behauptet wenigstens Matthias Barth, Architekturfotograf und Verfasser des vorliegenden opulenten Bildbands aus dem Michael-Imhof-Verlag. Denken wir an die deutsche Hauptstadt, so verbinden wir damit die Vorstellung einer von […]

Robert Misik, Christine Schörkhuber, Harald Welzer (Hg.): „Arbeit ist unsichtbar — Die bisher nicht erzählte Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Arbeit“

Dieses Buch ist ein Arbeitsbuch und zwar im doppelten Sinne: Zum einen geht es um die Welt der Arbeit, und zum anderen ist es ein Buch, mit dem man arbeiten kann und muss. Hierbei ist der Anspruch dieses Sammelbandes nicht gerade bescheiden. Es soll die „bislang nicht erzählte Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Arbeit“ präsentiert […]

Aladin El-Mafaalani: „Das Integrations-Paradox — Warum gelungene Integration zu mehr Konflikten führt“

„Unsere Gesellschaft ist gespalten und die Welt ist aus den Fugen geraten — über diese Feststellung herrscht fast Einigkeit.“ Aber ist das wirklich so? Oder machen wir uns vielleicht nur etwas vor — oder schlimmer: Wird uns vielleicht nur etwas vorgemacht? Der deutsche Soziologe Aladin El-Mafaalani wagt in seinem aktuellen Buch eine andere These. Er […]

Thomas Bauer: „Die Vereindeutigung der Welt — Über den Verlust an Mehrdeutigkeit und Vielfalt“

Fragt man die Leute auf der Straße, so würde die große Mehrheit, unabhängig davon, ob sie dies gutheißen würde oder nicht, der Ansicht sein, dass wir in einer liberalen, multikulturell gewachsenen und offenen Gesellschaft lebten. Doch stimmt das wirklich? Wird unsere Welt wirklich immer bunter, komplexer und vielfältiger? Oder erleben wir nicht eher genau die […]

Umberto Eco: „Pape Satàn — Chroniken einer flüssigen Gesellschaft oder Die Kunst, die Welt zu verstehen“

Seit 1985 schrieb Umberto Eco für das römische Nachrichtenmagazin L´Espresso eine Kolumne mit dem Titel „La Bustina di Minerva“ (Die Büste der Minerva). Diese knappen Notizen zum Zeitgeschehen waren meist so kurz, dass sie, wie Umberto Eco bereits in der ersten Kolumne schriebe, auf die Fläche eines ausgeklappten Streichholzbriefchens passten. Deshalb wurden jene Zeitkommentare im […]

Mirko Moritz Kraetsch: „Berlin — Abseits der Pfade — Band 1 und 2“

Als gebürtiger Berliner meint man, seine Stadt zu kennen. Wahrscheinlich geht das nicht nur einem Berliner so, sondern jedem, der einen Reiseführer über seine Heimatstadt vor sich liegen hat. Aber den Berliner zwickt das ganz besonders. Schließlich ist es doch seine Stadt, diese wunderbare Stadt, die sich schon immer selbst so gerne als „Weltstadt“ bezeichnet […]

Dana Giesecke, Hans-Georg Soeffner, Klaus Wiegandt (Hg.): „Welzers Welt — Störungen im Betriebsablauf“

In diesem Sommer (2018) wird Harald Welzer 60. Ein guter Anlass, Kollegen und Weggefährten um ihre Beiträge zu bitten und sich auf die eine oder andere Art mit „Welzers Welt“ auseinanderzusetzen. Der bekannte Sozialwissenschaftler und Gründer der Stiftung „Futur Zwei“ ist seit vielen Jahren in den Medien präsent. Als streitfreudiger Kämpfer für ein „Selbstdenken“ und […]

L. J. Müller: „Sound und Sexismus — Geschlecht im Klang populärer Musik. Eine feministisch-musiktheoretische Annäherung“

Es gibt Gesangsstimmen, die klingen einfach sexy. Das ist aber nicht die Frage. Frauen wie Männer bedienen die gängigen Rollenklischees, seit es Vokalmusik gibt. Doch in unserer Gegenwart sind wir sensibler geworden, was die Verbindung von Sexualität und Macht betrifft, und wir achten sehr darauf, dass im zwischenmenschlichen Umgang Geschlechtergerechtigkeit herrscht. Mit anderen Worten soll […]

Gerdien Jonker: „Etwas hoffen muss das Herz — Eine Familiengeschichte von Juden, Christen und Muslimen“

„Dieses Buch handelt von der Geschichte einer preußisch-jüdischen Familie mit einem ausgeprägten Sinn für Reformen.“ Aus der westpreußischen Heimat wandern die Oettingers über Berlin bis nach London. Die letzte Etappe nach Britisch-Indien sollte wegen des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs nicht mehr gelingen. Von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Nachkriegszeit reicht diese bemerkenswerte […]

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