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Rezensionen von Büchern aus den Kultur- und Geisteswissenschaften

Mathieu Vidard: „Science to go — Merkwürdiges aus der Welt der Wissenschaft“

Es ist charakteristisch für unsere beschleunigte Zeit, dass wir bei der Aufnahme von Informationen zunehmend den kürzesten Weg bevorzugen: Twitter-Nachrichten, WhatsApp-Meldungen, kurze Flash-News versorgen uns mit den scheinbar wichtigsten täglichen Eckdaten, mit deren Hilfe wir uns ein „Bild“ von der Welt machen, in der Hoffnung auf ein wenig Stabilität und Übereinstimmung mit unseren Erwartungen. Übertragen […]

Philip Wilkinson: „Atlas der nie gebauten Bauwerke — Eine Geschichte großer Visionen“

Von Helmut Schmidt stammte der legendäre Satz, wer Visionen habe, solle zum Arzt gehen. — Es gab zu allen Zeiten Menschen, die Visionen hatten und haben, doch Architekten scheinen von ihnen ganz besonders geplagt zu werden. Davon legt die vorliegende Sammlung nie gebauter Bauwerke ein beeindruckendes Zeugnis ab. Der britische Autor Philip Wilkinson hat bereits […]

Katrin Wehry: „Quer durchs Tiergartenviertel —Das historische Quartier und seine Bewohner“

Walter Benjamin beschreibt in seiner „Berliner Kindheit um Neunzehnhundert“ unter Anderem seine Kindheitserinnerungen an den alten Berliner Westen. Es war das Tiergartenviertel, in dem die alten Gründerzeit-Villen standen; doch die Geschichte dieses Viertel beginnt bereits früher, in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Gegend um die St. Matthäus-Kirche noch nicht zum innerstädtischen Bereich zählte […]

Dudenredaktion (Hg.): „Das Bildwörterbuch“

Zunächst mag man sich vielleicht die Frage stellen, was denn ein Bildwörterbuch auf einer Website mit Rezensionen von geisteswissenschaftlichen Sachbüchern verloren hat … Das lässt sich jedoch schnell erklären: Zum einen ist solch ein Bildwörterbuch ein Spiegel unserer Kultur. Vergleichbar mit dem Quelle-Katalog, den es ja leider nicht mehr gibt, der uns aber jahrzehntelang begleitet […]

Margarete Stokowski: „Die letzten Tage des Patriarchats“

Liebe Männer, die guten Zeiten sind vorbei. Ob sie wirklich gut waren, die Zeiten, mag eine Frage des Standpunkts sein. Aus Sicht vieler Frauen waren es zumindest keine guten Zeiten, und die Endzeit des Patriarchats scheint nun doch endlich — nach vielen gescheiterten Versuchen — endgültig eingeläutet zu werden. Noch gibt es kleine Reservate, in […]

Péter Nádas: „Leni weint — Essays“

Kann ein Buch ein Haus sein? Wie ein Haus, in dem man über das Treppenhaus in die verschiedenen Stockwerke wandert, dort in die Wohnungen eintritt und von einer jeweils anderen Atmosphäre umfangen wird, gleichzeitig sich aber in diesem großen Haus weiß, das eine angenehme, ja gediegene Grundstimmung ausstrahlt und in dem man sich geborgen fühlt? […]

Egon Erwin Kisch: „Zwischen Bettlern und Bohème“

Nach Hans Ostwald, Kurt Tucholsky, Walter Benjamin und Joachim Ringelnatz darf nun endlich auch der rasende Reporter seinen Einstand in der Buchreihe „Berliner Orte“ des be.bra-Verlags feiern. Schnell hatte der aus Prag stammende Kisch sich in der deutschen Hauptstadt einen Namen gemacht. Seine lebensnahen Reportagen aus der Berliner Zeit zwischen 1921 und 1933 sind hier […]

Harald Welzer: „Welzer wundert sich — Rückblicke auf die Zukunft von heute“

Eigentlich sollte man inzwischen von Harald Welzer gehört haben. Seine Medienpräsenz ist seit Jahren ungebrochen, sei es als Streiter für das Gute und Nachhaltige, als Sozialpsychologe mit einem Gespür für die Untiefen und Selbsttäuschungen des kollektiven Bewusstseins und Mitgründer der Stiftung FUTURZWEI, oder sei es als Mitinitiator der Initiative Offene Gesellschaft, die sich seit einiger […]

Robert Habeck: „Wer wir sein könnten — Warum unsere Demokratie eine offene und vielfältige Sprache braucht“

Das politische Klima im Herbst 2018 ist kalt. Wenn bereits vor Jahren von einer gewissen allgemeinen „Politikverdrossenheit“ gesprochen wurde, so weiß man nicht recht, mit welchem Begriff man dasselbe Phänomen heute beschreiben sollte, in einer Zeit, wo sich mittlerweile nicht nur einige, sondern nahezu alle Bürger von der Politik — und vor allem von den […]

Peter Neumann: „Jena 1800 — Die Republik der freien Geister“

Der Schriftsteller und Philosoph Peter Neumann hat ein Buch über die Epochenwende um 1800 geschrieben. Es geht um den Höhepunkt jener von dem Historiker Reinhart Koselleck als „Sattelzeit“ beschriebenen Phase der deutschen und europäischen Kulturgeschichte. Über jene kulturelle Umbruchphase sind viele schlaue Bücher geschrieben worden, doch Neumanns Buch sticht aus der Vielzahl der Publikationen hervor, […]

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