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Rezensionen von Büchern aus den Kultur- und Geisteswissenschaften

Gerhard R. Kaiser (Hg.): „Deutsche Berichte aus Paris 1789-1933 – Zeiterfahrung in der Stadt der Städte“

Ah, Paris! Die Stadt der Städte! Paris hat schon immer die Fantasien beflügelt, Emotionen geweckt und Illusionen ausgelöst. Nicht erst als die „Hauptstadt des XIX. Jahrhunderts“, wie sie Walter Benjamin nannte, verzauberte Paris die Reisenden, sondern das war wohl schon immer so. Bestimmt vermochte selbst das antike Lutetia durch seine Größe, seinen Reichtum seinen nternationalen […]

Friederike v. Bünau, Hauke Hückstädt (Hg.): „95 Anschläge. Thesen für die Zukunft“

Das Lutherjahr 2017 bringt es mit sich, dass das 500-jährige Jubiläum des Thesenanschlags von Wittenberg einen bunten Rattenschwanz an Publikationen nach sich zieht, die im Fahrwasser des reformatorischen Gedankens frischen Wind in die deutschen Bücherhallen wehen sollen. Während man die Mehrzahl solcher Publikationen getrost übersehen kann, sollte man dem hier vorliegenden Titel seine ungeteilte Beachtung […]

Hamed Abdel-Samad, Mouhanad Khorchide: „Ist der Islam noch zu retten? – Eine Streitschrift in 95 Thesen“

Woher kommt eigentlich diese Renaissance der Religionen in unserer Gesellschaft? Ein Grund mag die schwindende Sicherheit der ökonomischen Verhältnisse und der daraus entspringende Wunsch nach einer externen Instanz sein, die einfache Lösungen bietet und Sicherheit verspricht. Ein weiterer Grund liegt gewiss auch in dem Zuzug von Flüchtenden aus überwiegend muslimisch geprägten Gesellschaften. Auch wenn die […]

Philip Siegel: „Drei Zimmer, Küche, Porno — Warum immer mehr Menschen in die Sex-Branche einsteigen“

Vorsicht: Dieses Buch könnte Ihren Umgang mit der eigenen Sexualität verändern! — Doch Voyeure und Spanner seien gewarnt: In diesem Buch werden sie keine Bilder finden, und die Beschreibungen der Sex-Szenen in diesem Buch sind in der Regel auch eher komisch als anmachend. Das liegt nicht zuletzt an der genauen Beobachtung des Autors und an […]

Florence Braunstein, Jean-Francois Pépin: „1 Kilo Kultur“

Dieses Buch wiegt mehr als 1 Kilo; das ist nicht schlimm, gibt jedoch einen deutlichen Hinweis auf die Handlichkeit dieses Handbuches. Nein, es ist kein Taschenbuch, doch das tut der Tatsache keinen Abbruch, dass es sich bei diesem Titel um ein wirklich hochinteressantes Projekt handelt. Denken wir an die Kulturgeschichte des Abendlandes, so sollte uns […]

Gerhard Staguhn: „Der Penis-Komplex – Eine Analyse: biologisch, geschlechtlich, psychologisch, persönlich“

Ein Mann packt aus. — Schon ist beim Leser das Kopfkino in Gang gesetzt. Sollte der Autor etwa wirklich…? Gerhard Staguhn ist studierter Germanist und Theologe, hat jahrelang für das Feuilleton der FAZ geschrieben und verfasste mehrere Bücher zu naturwissenschaftlichen und religiösen Themen, vor allem für jugendliche Leser. Nun also ein Buch über „des Mannes […]

Maria Zinfert (Hg.): “Kracauer Fotoarchiv”

In seinem Essay “Die Photographie” schrieb Siegfried Kracauer 1927: „Die Photographie erfaßt das Gegebene als ein räumliches (oder zeitliches) Kontinuum, die Gedächtnisbilder bewahren es, insofern es etwas meint.“ Was sind Gedächtnisbilder? – Kracauer versteht darunter lückenhafte Bilder, die eben nicht den gesamten räumlichen oder zeitlichen Verlauf miteinbeziehen, sondern das Wesentliche, das für das Gedächtnis Relevante […]

Philipp Blom: „Gefangen im Panoptikum – Reisenotizen zwischen Aufklärung und Gegenwart“

Das Panoptikum ist eine englische Erfindung. Jeremy Bentham machte sich im 19. Jahrhundert Gedanken über Gefängnisse. Die optimale Gefängnis-Architektur ermöglichte die bestmögliche Überwachung der größtmöglichen Zahl von Gefangenen. Bentham nannte seine Erfindung passender Weise „Panoptikum“. Es wurden nicht viele Panoptiken gebaut, und noch weniger Exemplare sind heute noch erhalten. Philipp Blom hat ein solches Panoptikum […]

Harald Welzer: „Wir sind die Mehrheit – Für eine Offene Gesellschaft“

In den letzten Jahren sieht man den Soziologen und Mitbegründer der gemeinnützigen Stiftung FuturZWEI, Harald Welzer, immer öfter im Fernsehen, und das ist gut so! Denn im Unterschied zu vielen anderen „Experten“, die von den Medien herangezogen werden, um ihre Beschäftigung mit einem aktuellen Thema mit einer Aura der Wissenschaftlichkeit zu umgeben, handelt es sich […]

Gernot Böhme: „Ästhetischer Kapitalismus“

Es gab mal eine Zeit, in der die Aufgabe der Wirtschaft in erster Linie darin bestand, die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen: Nahrung, Kleidung, Wohnen und ein wenig Freizeitgestaltung waren die Bereiche, für die produziert wurde. Nur die Ältesten unter uns dürften sich an diese Zeit des Mangels nach dem Krieg noch erinnern. Schon in […]

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