Jamie Bartlett: „Wie man mit KI spricht (und wie besser nicht)“

Unsere Zeiten sind schnelllebig. Gerade wenn es um topaktuelle Themen geht — und dazu gehört definitiv das Thema KI —, so sind Bücher in der Regel nicht das geeignetste Medium zur Wissensvermittlung. Oft sind die Inhalte schon wieder veraltet, sobald das Buch gedruckt ist. — Doch das vorliegende Buch macht eine Ausnahme. Jamie Bartlett gehört …

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Jasmin Lörchner und Eva Maria Schnurr (Hg.): „Das andere Mittelalter — Philosophinnen, Demokratie, Nachhaltigkeit: Wie die Menschen vor 1000 Jahren wirklich lebten und dachten“

Wenn wir an das Mittelalter denken, sehen wir selten das Mittelalter. Wir sehen eine Erfindung der Neuzeit: dunkle Burgen, Pest und Scheiterhaufen, fanatische Mönche, rohe Ritter, abergläubische Bauern, eine Welt aus Gewalt, Hunger und religiöser Angst. Zwischen dem Untergang der Antike und dem Auftritt der Renaissance scheint sich in dieser Vorstellung ein gewaltiger historischer Abgrund …

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Günter Karl Bose: „Legenden / Captions — Geschichten zu Fotografien. Essays“

Fotografien genießen seit ihrer Erfindung den Ruf, Wirklichkeit festzuhalten. Sie gelten als unmittelbare Zeugnisse dessen, was einmal gewesen ist. Doch dieser Glaube gehört zu den hartnäckigsten Illusionen der Moderne. Eine Fotografie zeigt vieles — und erklärt fast nichts. Sie hält einen Augenblick fest, verschweigt jedoch seine Vorgeschichte, seine Folgen und seine Bedeutung. Wer ein altes …

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Franziska zu Reventlow: „Ellen“

Franziska zu Reventlows „Ellen Olestjerne“ gehört zu jenen Romanen, die ihre eigentliche Sprengkraft erst lange nach ihrem Erscheinen entfalten. Als das Buch 1903 veröffentlicht wurde, ließ es sich durchaus als Künstlerroman, als autobiographisch gefärbte Entwicklungsgeschichte oder als literarischer Beitrag zur damals heftig diskutierten „Frauenfrage“ lesen. Heute hingegen erscheint es als Dokument einer Epoche, in der …

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Gunna Wendt: „Frauen von morgen — Die Schwestern Richthofen im Kreise der Bohème“

Es gehört zu den eigentümlichen Gewohnheiten der Geschichte, dass sie ihre Erinnerungen nachträglich ordnet. Sie bewahrt Namen auf, verwirft andere, erhebt manche Menschen zu Symbolfiguren und lässt andere in den Fußnoten verschwinden, obwohl gerade sie das geistige Klima ihrer Zeit vielleicht präziser verkörperten als jene, die später Denkmäler erhielten. Historisches Erinnern folgt selten den Maßstäben …

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Jens Wietschorke: „Chronist der wilden Jahre — Mit Siegfried Kracauer durch die Weimarer Republik“

Kaum eine Epoche der deutschen Geschichte ist mit so vielen Bildern überlagert worden wie die Weimarer Republik. Vor dem inneren Auge tauchen schillernde Revuetheater auf, verrauchte Caféhäuser, Charleston tanzende Paare, expressionistische Straßenschluchten, politische Straßenschlachten und jene eigentümliche Mischung aus fiebriger Aufbruchsstimmung und latenter Untergangsahnung, die im Rückblick zum Markenzeichen der zwanziger Jahre geworden ist. Doch …

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Hans-Georg von Arburg: „Endlich wohnen! — Zuhause bleiben in der existenziellen Moderne“

Es gibt Bücher, deren eigentlicher Gegenstand sich erst allmählich erschließt. Man schlägt sie in der Erwartung auf, etwas über Architektur, Stadtentwicklung oder Wohnkultur zu erfahren, und legt sie mit dem Eindruck aus der Hand, eine Untersuchung über die geistige Verfassung der Moderne gelesen zu haben. Hans-Georg von Arburgs Endlich wohnen! Zuhause bleiben in der existenziellen …

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Juliane Marie Schreiber: „Wir sind Dynamit — Ein Manifest für Introvertierte in einer Welt der Selbstdarstellung“

Mit ihrem neuen Buch „Wir sind Dynamit – Ein Manifest für Introvertierte in einer Welt der Selbstdarstellung“ knüpft Juliane Marie Schreiber konsequent an jenes gesellschaftskritische Denken an, das bereits ihr Bestseller „Ich möchte lieber nicht“ prägte. Wieder richtet sie den Blick auf eine kulturelle Norm, die heute kaum noch als solche wahrgenommen wird. Damals war …

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Dietmar Pieper: „Trümmertänze — Deutschland 1946-1955“

Mit „Trümmertänze — Deutschland 1946–1955“ entscheidet sich Dietmar Pieper bewusst gegen jene Erzählung, die die deutsche Nachkriegszeit lediglich als Vorgeschichte des Wirtschaftswunders oder als moralische Bilanz von Schuld und Neubeginn betrachtet. Stattdessen beschreibt er ein Jahrzehnt voller Widersprüche: eine Zeit zwischen Zerstörung und Aufbruch, Hunger und Lebenslust, politischer Neuordnung und persönlicher Orientierungslosigkeit. Bereits der Titel …

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Polly Tieck: „Die Freundin meines Freundes — Feuilletons aus den 1920er Jahren“

Dieses Buch ist ein guter Beweis dafür, dass die Erforschung der Geschichte — und hierzu gehört natürlich auch die Literaturgeschichte — im Grunde nie abgeschlossen ist: Immer wieder lassen sich unerwartete Entdeckungen machen, neue Konstellationen bilden und variante Interpretationen entwickeln. Verschollen geglaubte Artefakte und sensationelle Archivfunde auf der einen Seite, neue Analysetechniken und wissenschaftliche Verfahren …

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