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Rezensionen von Büchern aus den Kultur- und Geisteswissenschaften

Marie Haller-Nevermann: „Mehr ein Weltteil als eine Stadt… — Berliner Klassik um 1800 und ihre Protagonisten“

Wenn im kulturellen Kontext von „Klassik“ die Rede ist, so denken wir reflexartig an Weimar. Das ist so naheliegend wie falsch. Ohne Zweifel waren Weimar und Jena in der Zeit um 1800 bedeutende Zentren der Kultur, Kunst und Literatur. Doch es gab im deutschsprachigen Raum noch ein weiteres Zentrum, in dem Kultur und Wissenschaften in […]

Karl-Wilhelm Weeber: „Das antike Rom — Eine Kulturgeschichte in zeitgenössischen Quellen“

Wenn wir heute über das antike Rom lesen, so handelt es sich stets um eine Rückschau, um einen Blick in die Vergangenheit. Wie aber haben die Menschen zu jener Zeit diese Weltstadt erlebt? Was haben die Bewohner und Besucher des antiken Roms empfunden, als sie diese Stadt betraten? Der Altphilologe Karl-Wilhelm Weeber hat sich auf […]

Erich Kästner: „Das Blaue Buch — Geheimes Kriegstagebuch 1941 – 1945“

Ab 1933 gehörte Erich Kästner nicht zu den verbotenen Schriftstellern; aber sein Antrag auf Aufnahme in die Schrifttumskammer wurde abgelehnt, und fortan durfte er in Deutschland keine Bücher mehr veröffentlichen. Er tat es aber doch — mit Pseudonym oder unter dem Namen von Freunden. Auch als seine Bücher auf die Scheiterhaufen der Bücherverbrennungen geworfen wurden, […]

Andreas Wirsching, Berthold Kohler, Ulrich Wilhelm (Hg.): „Weimarer Verhältnisse? — Historische Lektionen für unsere Demokratie“

Die klare Botschaft dieses interessanten und hochaktuellen Buches aus dem Reclam-Verlag lautet, dass wir uns keine allzu großen Sorgen machen sollten: Berlin ist nicht Weimar, wie Bonn auch schon nicht Weimar war. Die Beiträge in diesem hübsch gestalteten und mit mehreren Illustrationen ausgestatteten Büchlein (120 Seiten dick) stammen von Historikern und Politikwissenschaftlern aus dem universitären […]

Ulf Brunnbauer, Klaus Buchenau: „Geschichte Südosteuropas“

Denkt man an Südosteuropa, so denkt man an Bürgerkriege, Finanzkrisen und an Migration. Mit anderen Worten ist unser spontanes Bild von Südosteuropa von den Ereignissen der letzten 20 Jahre geprägt und damit komplett verzerrt. Durch die aktuellen Krisen und ein sehr einseitiges, durch die Medien vermitteltes Bild jener europäischen Region haben viele von uns den […]

Lisbeth Exner, Herbert Kapfer (Hg.): „Verborgene Chronik 1915–1918“

Es ist ein verstörendes Dokument der Zeitgeschichte, das uns den Wahnsinn des Krieges in all seinen Facetten präsentiert wie durch die Polyphonie eines vielstimmigen griechischen Chores. Die Tagebuchaufzeichnungen von 111 Zeitzeugen des Ersten Weltkriegs mit insgesamt 1.509 Einträgen lassen keinen Leser kalt. Diese unmittelbaren Zeugnisse des Erlebten, Gesehenen und Erlittenen konfrontieren den Leser aus erster […]

Ewald Frie: „Die Geschichte der Welt“

Manche Leute trauen sich was! — Vor einiger Zeit landete ein neuer Wälzer auf dem Tisch des Rezensenten, der im renommierten C. H. Beck-Verlag erschienen ist: Die Geschichte der Welt von Ewald Frie, illustriert von Sophia Martineck. Was ist das denn?! – Das war die erste und spontane Reaktion auf den Titel: eine Weltgeschichte also, […]

Scott Anderson: „Zerbrochene Länder — Wie die arabische Welt aus den Fugen geriet“

Wer keinen direkten Zugang zur arabischen Welt hat und auch nicht über persönliche Bekanntschaften verfügt, die ihm tiefergehende Erkenntnisse ermöglichen über die großen Zusammenhänge und die kleinen Realitäten jener gar nicht so fernen Region des Nahen Ostens, der ist angewiesen auf das durch die Medien transportierte Bild jener fremden Welt. Aus Mangel an Alternativen sind […]

Jürgen Hohmuth: „Graustufen — Leben in der DDR in Fotografien und Texten“

So grau wie das Wetter in dieser Jahreszeit, so grau war es in der DDR, wenn der Wind mal wieder aus der Richtung des Braunkohlekraftwerks oder von den Chemie-Fabriken her wehte. In der kalten Jahreszeit sorgten die Ofenheizungen für einen milchigen Grauschleier, und das ganze Jahr über waren Trabis und Wartburgs auf allen Straßen der […]

Marie Luise Knott: „Dazwischenzeiten — 1930. Wege in der Erschöpfung der Moderne“

Das Jahr 1930 war der Anfang vom Ende der Weimarer Republik, jenes vielleicht aufgrund seiner Rahmenbedingungen von Beginn an zum Scheitern verurteilten Versuches einer ersten demokratischen und parlamentarischen Gesellschaftsordnung auf deutschem Boden. Man muss den Titel genau lesen: Knott spricht nicht von Wegen in die Erschöpfung, sondern von Wegen in der Erschöpfung. Die Erschöpfung ist […]

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