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Rezensionen von Büchern aus den Kultur- und Geisteswissenschaften

Dietz Bering: „Luther im Fronteinsatz“

Auch im Jahr 2018 gibt es eine Menge Sachbücher, die sich mit dem Ersten Weltkrieg beschäftigen, vor allem mit seinem Ende, mit der Novemberrevolution und der sich daran anschließenden Übergangszeit 1018/19 bis zur Gründung der Weimarer Republik. Ein Titel sticht jedoch aus der Fülle jener Publikationen heraus und macht besonders neugierig, denn er beschäftigt sich […]

Gerdien Jonker: „Etwas hoffen muss das Herz — Eine Familiengeschichte von Juden, Christen und Muslimen“

„Dieses Buch handelt von der Geschichte einer preußisch-jüdischen Familie mit einem ausgeprägten Sinn für Reformen.“ Aus der westpreußischen Heimat wandern die Oettingers über Berlin bis nach London. Die letzte Etappe nach Britisch-Indien sollte wegen des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs nicht mehr gelingen. Von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Nachkriegszeit reicht diese bemerkenswerte […]

Rüdiger Barth, Hauke Friederichs: „Die Totengräber — Der letzte Winter der Weimarer Republik“

Es ist die Chronik eines angekündigten Untergangs. Die politischen Ereignisse des letzten Winters der Weimarer Republik 1932/33 wiesen alle in dieselbe Richtung. Die Machtübernahme durch die NSDAP am 30. Januar 1933 war die logische Konsequenz, ja: das Ziel dieser Vorbereitungen. Danach vollzog sich sukzessive die Umwandlung der parlamentarischen Demokratie der Weimarer Republik in eine nach […]

Johannes Fried: „Die Deutschen — Eine Autobiographie“

Was ist deutsch? Gibt es eine Leitkultur? Sind wir Deutschen ein Volk, das stolz auf sich ist? — Das sind nur einige jener Fragen, die in letzter Zeit wieder eine Aktualität erlangt haben, welche viele von uns so nicht erwartet haben. Nachdem in Europa wieder das Gespenst des Nationalismus umgeht, drehen auch in Deutschland die […]

Marie Haller-Nevermann: „Mehr ein Weltteil als eine Stadt… — Berliner Klassik um 1800 und ihre Protagonisten“

Wenn im kulturellen Kontext von „Klassik“ die Rede ist, so denken wir reflexartig an Weimar. Das ist so naheliegend wie falsch. Ohne Zweifel waren Weimar und Jena in der Zeit um 1800 bedeutende Zentren der Kultur, Kunst und Literatur. Doch es gab im deutschsprachigen Raum noch ein weiteres Zentrum, in dem Kultur und Wissenschaften in […]

Karl-Wilhelm Weeber: „Das antike Rom — Eine Kulturgeschichte in zeitgenössischen Quellen“

Wenn wir heute über das antike Rom lesen, so handelt es sich stets um eine Rückschau, um einen Blick in die Vergangenheit. Wie aber haben die Menschen zu jener Zeit diese Weltstadt erlebt? Was haben die Bewohner und Besucher des antiken Roms empfunden, als sie diese Stadt betraten? Der Altphilologe Karl-Wilhelm Weeber hat sich auf […]

Erich Kästner: „Das Blaue Buch — Geheimes Kriegstagebuch 1941 – 1945“

Ab 1933 gehörte Erich Kästner nicht zu den verbotenen Schriftstellern; aber sein Antrag auf Aufnahme in die Schrifttumskammer wurde abgelehnt, und fortan durfte er in Deutschland keine Bücher mehr veröffentlichen. Er tat es aber doch — mit Pseudonym oder unter dem Namen von Freunden. Auch als seine Bücher auf die Scheiterhaufen der Bücherverbrennungen geworfen wurden, […]

Andreas Wirsching, Berthold Kohler, Ulrich Wilhelm (Hg.): „Weimarer Verhältnisse? — Historische Lektionen für unsere Demokratie“

Die klare Botschaft dieses interessanten und hochaktuellen Buches aus dem Reclam-Verlag lautet, dass wir uns keine allzu großen Sorgen machen sollten: Berlin ist nicht Weimar, wie Bonn auch schon nicht Weimar war. Die Beiträge in diesem hübsch gestalteten und mit mehreren Illustrationen ausgestatteten Büchlein (120 Seiten dick) stammen von Historikern und Politikwissenschaftlern aus dem universitären […]

Ulf Brunnbauer, Klaus Buchenau: „Geschichte Südosteuropas“

Denkt man an Südosteuropa, so denkt man an Bürgerkriege, Finanzkrisen und an Migration. Mit anderen Worten ist unser spontanes Bild von Südosteuropa von den Ereignissen der letzten 20 Jahre geprägt und damit komplett verzerrt. Durch die aktuellen Krisen und ein sehr einseitiges, durch die Medien vermitteltes Bild jener europäischen Region haben viele von uns den […]

Lisbeth Exner, Herbert Kapfer (Hg.): „Verborgene Chronik 1915–1918“

Es ist ein verstörendes Dokument der Zeitgeschichte, das uns den Wahnsinn des Krieges in all seinen Facetten präsentiert wie durch die Polyphonie eines vielstimmigen griechischen Chores. Die Tagebuchaufzeichnungen von 111 Zeitzeugen des Ersten Weltkriegs mit insgesamt 1.509 Einträgen lassen keinen Leser kalt. Diese unmittelbaren Zeugnisse des Erlebten, Gesehenen und Erlittenen konfrontieren den Leser aus erster […]

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