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Rezensionen von Büchern aus den Kultur- und Geisteswissenschaften

Heinrich Geiselberger (Hg.): Die große Regression — Eine internationale Debatte über die geistige Situation der Zeit“

„Hic sunt leones“ (hier leben die Löwen): Mit diesen Worten markierten Kartographen jene unbekannten, weißen Flecken auf ihren Landkarten. Keiner wusste, wie es dort aussah und wer dort lebte. Solche weißen Flecken auf den Landkarten weiten sich seit einigen Jahren aus; es sind keine unbekannten Länder, sondern Regionen ohne Staatlichkeit, die durch Krieg und Terror […]

Harald Welzer: „Wir sind die Mehrheit – Für eine Offene Gesellschaft“

In den letzten Jahren sieht man den Soziologen und Mitbegründer der gemeinnützigen Stiftung FuturZWEI, Harald Welzer, immer öfter im Fernsehen, und das ist gut so! Denn im Unterschied zu vielen anderen „Experten“, die von den Medien herangezogen werden, um ihre Beschäftigung mit einem aktuellen Thema mit einer Aura der Wissenschaftlichkeit zu umgeben, handelt es sich […]

Karl Kraus: “Ausgewählte Werke” in vier Bänden (Hg.: Christian Wagenknecht)

Karl Kraus wurde 1874 Jičín, einer Kleinstadt im heutigen Tschechien, geboren und starb 1936 in Wien. Von 1899 bis 1933 gab er die Zeitschrift „Die Fackel“ heraus, deren alleiniger Autor er die meiste Zeit war; nur vor 1912 gab es noch andere Autoren, wie zum Beispiel Peter Altenberg, Houston Stewart Chamberlain, Egon Friedell, Else Lasker-Schüler, […]

Roger Willemsen: „Wer wir waren“

Wir sind einfach zu nah dran, um das Bild der Gegenwart in seiner Gänze zu erfassen. Schlimmer noch, wir kleben nicht nur mit der Nase an der Bildoberfläche, sondern wir sind ein Teil des Bildes selbst. Wie soll man aus einer solchen Position einen vernünftigen und verständigen Blick auf die eigene Gegenwart werfen? Wäre es […]

Hannah Arendt: „Wir Flüchtlinge“

Ist Hannah Arendts Essay von 1943 in der Lage, einen Beitrag zur Diskussion um die Situation der Flüchtlinge in Deutschland zu liefern? – Diese Frage mag man sich spontan stellen, wenn man das schmale Bändchen aus der „Was bedeutet das alles?“- Reihe des Reclam-Verlages in der Buchhandlung entdeckt. Jüngst als Monografie aufgelegt, soll Arendts Text […]

Thomas Grundmann u. Achim Stephan (Hg.): “Welche und wie viele Flüchtlinge sollen wir aufnehmen? — Philosophische Essays“

Mitte September 2015 fand in Osnabrück die GAP9, eine große Fachtagung für Analytische Philosophie, statt. Kurz zuvor hatte Bundeskanzlerin Merkel, anlässlich der katastrophalen Zustände in den Flüchtlingslagern an der ungarischen Grenze und auf der Balkanroute, ihren berühmten Satz („Wir schaffen das.“) ausgesprochen und die Grenzen für die mehr oder weniger unkontrollierte Einwanderung von Flüchtlingen geöffnet. […]

Rayk Anders: „Eure Dummheit kotzt mich an — Wie Bullshit unser Land vergiftet“

Wenn man die Leute erreichen möchte, so ist es durchaus verständlich und notwendig, laut zu werden und verbal ordentlich auf den Tisch zu hauen. Anders geht es nicht, obwohl man es sich anders wünschte. Insofern ist es nachvollziehbar, dass Rayk Anders einen ziemlich rauen Ton anschlägt, um seine Leserschaft zu erreichen. Und doch ist diese […]

Richard David Precht: „Tiere denken — Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen“

Richard David Precht wollte als Kind Zoodirektor werden. Zu Beginn seines Buches schreibt er, der sensible Umgang mit den Tieren und das Verhältnis von Mensch und Tier sei so etwas wie sein „Lebensthema“. Sein Buch handelt von der Schwierigkeit, die ein denkendes Tier hat, wenn es sich eine Vorstellung vom Innenleben anderer Tiere macht. 1997 […]

Daniel Morat u. a.: „Weltstadtvergnügen — Berlin 1890-1930“

Der Berliner Philosoph und Soziologe Georg Simmel hatte 1903 in seinem Vortrag über „Die Großstädte und das Geistesleben“ den Großstädter (und damit natürlich in erster Linie den Berliner!) als einen Menschen charakterisiert, der sich gegen die auf ihn einstürzenden Eindrücke des Großstadtlebens mit einer gewissen Blasiertheit, Intellektualität und Reserviertheit zu behaupten versucht. Was den Großstädter […]

Peter Hoeres: „Die Kultur von Weimar – Durchbruch der Moderne“

Mit seinen rund vier Millionen Einwohnern war Berlin in der 1920er Jahren die drittgrößte Stadt Europas nach London und Paris. Der Erste Weltkrieg war verloren, das Kaiserreich zerschlagen, und die junge Weimarer Demokratie stand auf wackligen Füßen; bald schon lieferten sich Kommunisten und Faschisten – auch und gerade in Berlin – erbitterte Straßenschlachten. Doch gleichzeitig […]

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