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Rezensionen von Büchern aus den Kultur- und Geisteswissenschaften

Bernd Brunner: “Die Kunst des Liegens – Handbuch der horizontalen Lebensform”

Etwa ein Drittel unseres Lebens verbringen wir schlafend. Wenn wir dann noch jene vor allem im Liegen möglichen Aktivitäten mitrechnen, deren Spektrum vom entspannten Dösen und Tagträumen bis zu körperlichen Höchstleistungen des Geschlechtsverkehrs reicht, so wird klar, dass wir einen nicht unerheblichen Teil unseres Lebens im Liegen verbringen. Bernd Brunner ist Journalist und Autor einiger [...]

Norbert Bolz: „Das Gestell“

Die Technik hat sich verselbständigt. Wenn man sich in unserer Welt umsieht, wird man schnell in der Annahme bestätigt, dass die Technisierung und Technologisierung nahezu aller Lebensbereiche ein Ausmaß erreicht hat, das die Technik mit einer geradezu universalen Macht versieht. Das rationale Denken wird zum bloßen Verstandesdenken ohne Beteiligung der Vernunft. Der aus dem Lateinischen [...]

Silvio Vietta: „Rationalität – Eine Weltgeschichte“

Es ist ein Meisterwerk, ein ganz großer Wurf. Silvio Vietta hat eine Weltgeschichte der Rationalität geschrieben. Die Rationalität als Motor der abendländischen Kultur wurde bereits zwischen dem 8. und 6. Jahrhundert v. Chr. zum logischen Zentrum des menschlichen Denkens. Bereits in jener Zeit nahm der Streit zwischen Rationalismus und Empirismus um den Vorrang bei der [...]

Oliver Leistert, Theo Röhle (Hg.): „Generation Facebook – Über das Leben im Social Net“

 Der vorliegende Reader, herausgegeben von den beiden Medienwissenschaftlern Oliver Leistert und Theo Röhle, versammelt Aufsätze zum Phänomen Facebook. Insgesamt äußern sich 21 Soziologen, Medien- und Kulturwissenschaftler zum weltgrößten sozialen Netzwerk. Wäre Facebook ein Land, so wäre es mit seinen über 800 Millionen Nutzern das Land mit der drittgrößten Bevölkerung nach China und Indien. Solch ein [...]

Manfred Geier: „Aufklärung – Das europäische Projekt“

Es begann mit der Glorreichen Revolution in England 1689, setzte sich fort in radikaler Auslegung durch französische Gelehrte bis zur Französischen Revolution 1789 und wurde von den deutschen Philosophen zwar weniger politisch, weniger kirchen- und staatskritisch, dafür mit einer umso stärkeren Betonung des individuellen Lebensglücks und der Freiheit des eigenen Verstandes verknüpft. Die Rede ist [...]

Konstantin Richter: „Kafka war jung und er brauchte das Geld“

Wenn alles nichts hilft, wird man eben Künstler. In Kafkas Fall Schriftsteller. Sein Job bei der „Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt für das Königreich Böhmen“ (AUVA) in Prag war so langweilig, wie der Name dieser Versicherung klingt, und so war es nur eine Frage der Zeit, bis seine Gedanken Flügel bekamen und Kafka von seinem Schreibtisch in die fantastischen [...]

Helmut Brenner, Reinhold Kubik: „Mahlers Welt – Die Orte seines Lebens“

Helmut Brenner und Reinhold Kubik zeichnen die Stationen im Leben Gustav Mahlers in Bildern der Orte und erklärenden Texten nach. Über 600 Abbildungen und knapp 400 Seiten geben einen umfassenden Einblick in das Leben und Werk eines der bedeutendsten Komponisten des 19. Jahrhunderts. Gustav Mahler wurde 1860 im böhmischen Städtchen Kalischt geboren, verbrachte seine Jugend [...]

Hans-Helmut Röhring: „Wie ein Buch entsteht“

Bücher umgeben uns jeden Tag. Als Kulturgut und Informationsträger gehören sie zur Kulturgeschichte der Menschheit. Der Wunsch, Informationen und Geschichten zu konservieren, sie den Nachkommenden zu überliefern und sie auf diese Weise dem Vergessen zu entreißen und einer größeren Anzahl von Menschen zukommen zu lassen, ist so alt wie die Menschheit selbst. Seit Jahrtausenden werden [...]

Andreas Kleineberg u.a.: „Germania und die Insel Thule – Die Entschlüsselung von Ptolemaios’ ’Atlas der Oikumene’“

Vom griechischen Mathematiker und Geographen Ptolemaios stammt aus dem zweiten Jahrhundert n. Chr. ein mehrere Tausend Städtenamen umfassender „Altlas der Oikumene“, in dem auch Germanien und die sagenumwobene Insel Thule katalogisiert wurden. Ob es zu diesem Atlas, der die Städtenamen und ihre Koordinaten enthielt, auch jemals eine Landkarte gab, ist ungewiss. Die Entschlüsselung der Koordinaten [...]

Andreas Dorschel: „Ideengeschichte“

Vom italienischen Professor der Rhetorik Giambattista Vico (1668-1744) stammt der folgende Satz: „Ideengeschichte beginnt nicht erst, wenn die Menschen von Ideen reden. Denn von Ideen reden sie erst, sobald sie darüber nachzudenken anfangen, was es heißt, Ideen zu haben – das heißt: etwas zu meinen, zu glauben oder zu wissen. Menschen haben aber Ideen, lange [...]

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