Ulrich Raulff: „Wie es Euch gefällt — Eine Geschichte des Geschmacks“

Wenn man dieses Buch in die Hand nimmt, merkt man sofort seine Besonderheit. Man hält ein Juwel in den Händen, ein — im wahrsten Sinne — geschmackvolles und hochwertig gestaltetes Stück Buchkunst, das schon in seiner außergewöhnlichen Materialität Auskunft gibt über seinen exquisiten Inhalt. Es ist dieser Tage ein seltenes und jeden Bücherfreund geradezu beglückendes …

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Philip Ursprung: „Architektur der Gegenwart – 1970 bis heute“

Was lässt sich über die zeitgenössische Architektur sagen und wie ließe sich über sie reden? Der Professor für Kunst und Architektur an der ETH Zürich, Philip Ursprung, bietet in seinem klugen kleinen Einführungsband in der Reihe C.H. Beck Wissen einen niederschwelligen Zugang zu einem ziemlich komplexen Thema: die Architektur der Gegenwart. Schon beim ersten Durchblättern …

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Johannes Franzen: „Wut und Wertung – Warum wir über Geschmack streiten“

Über Geschmack lässt sich trefflich streiten. Der Kunstgeschmack und die Debatte über „gute Kunst“ sind Themen, die seit Jahrhunderten für hitzige Diskussionen sorgen. Die Vorstellung davon, was Kunst ist und was sie sein soll, ist nicht nur von persönlichen Vorlieben geprägt, sondern auch von kulturellen, historischen und sozialen Faktoren. Während der Kunstgeschmack oft als subjektiv …

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Andreas Schwab: „Freiheit, Rausch & schwarze Katzen — Eine Geschichte der Bohème“

Die Geschichte der Bohème in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis ins frühe 20. Jahrhundert ist ein faszinierendes Kapitel der europäischen Kulturgeschichte. Sie bezieht sich auf eine subkulturelle Bewegung, die sich in den großen Metropolen Europas, insbesondere in Paris, entwickelte und eine Gruppe von Künstlern, Schriftstellern, Musikern und Intellektuellen umfasste, die einen unkonventionellen Lebensstil …

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Michael Bienert: „Das aufgeklärte Berlin — Literarische Schauplätze“

Die Aufklärung war eine bedeutende intellektuelle Bewegung im 18. Jahrhundert, die Vernunft, Wissenschaft und individuelle Freiheit betonte. In Berlin, der Hauptstadt Preußens, nahm diese Bewegung eine besonders lebendige und einflussreiche Form an. Berlin wurde zu einem Zentrum der Aufklärung dank der Unterstützung von Königen wie Friedrich II., bekannt als Friedrich der Große, und der Aktivitäten …

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Stefan Matuschek: „Die Romantik — Themen, Strömungen, Personen“

Die Epoche der Romantik, die etwa von 1795 bis 1840 andauerte, war eine kulturelle und intellektuelle Bewegung, die sich als Gegenbewegung zur Rationalität und den ideologischen Prinzipien der Aufklärung entwickelte. Die Romantik betonte Emotionen, Individualität und die subjektive Wahrnehmung der Welt. Sie wandte sich gegen die Industrialisierung und die damit einhergehenden gesellschaftlichen Veränderungen und suchte …

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Jean Molitor und Kaija Voss: „Bauhaus in Berlin — Eine fotografische Reise durch die Klassische Moderne“

Es geschieht leider nicht allzu häufig, dass ein derart perfekt durchgestaltetes und in seiner Art von A bis Z stimmiges Buch auf dem Tisch des Rezensenten landet. Umso erfreulicher ist die Tatsache, dass mit dem vorliegenden neuen Band „Bauhaus in Berlin — Eine fotografische Reise durch die Klassische Moderne“ dem großartigen architekturgeschichtlichen Werk zum Bauhaus …

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Florian Illies: „Zauber der Stille — Caspar David Friedrichs Reisen durch die Zeiten“

Die träumerischen und oftmals melancholischen Gemälde von Caspar David Friedrich sind heutzutage für uns der Ikonen der deutschen Romantik. Ob „Der Wanderer über dem Nebelmeer“, die „Kreidefelsen auf Rügen“, „Der Mönch am Meer“ oder die „Abtei im Eichwald“ — Keiner hat diese von einer tiefen Sehnsucht geprägte und scheinbar so urdeutsche Gefühlswelt der Romantik besser …

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Andreas Platthaus: „Lyonel Feininger — Porträt eines Lebens“

Der deutsch-amerikanische Künstler Lyonel Feininger hat nicht nur ein bewegtes Künstlerleben geführt, sondern man kann an ihm als einer zentralen Figur der künstlerischen Moderne auch wunderbar das Auf und Ab von Kultur und Gesellschaft vom deutschen Kaiserreich bis in das Amerika der 1950er Jahre nachzeichnen. Genau das hat Andreas Platthaus in seiner neuen Biografie Feiningers …

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Michael Hauskeller: „Was ist Kunst? — Positionen der Ästhetik von Platon bis Danto“

Was ist Kunst — und was kann weg? Der Laie steht nicht selten vor der Frage, was Kunst ist und was nicht. Doch darum geht es nicht. Die Ästhetik begnügt sich nicht mit der lapidaren Aussage, dass die Bewertung eines Kunstwerks allein „im Auge des Betrachters“ liegt. Hier geht es um Grundsätzlicheres, es geht um …

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