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Rezensionen von Büchern aus den Kultur- und Geisteswissenschaften

Aktuelle Rezensionen

kulturbuchtipps.de veröffentlicht regelmäßig Rezensionen zu neuen Büchern aus den Kultur- und Geisteswissenschaften.

Hier sehen Sie eine kurze Zusammenfassung der aktuellen Rezensionen bei kulturbuchtipps.de: 


Lilo Göttermann (Hg.): “Denkanstöße 2011 – Ein Lesebuch aus Philosophie, Kultur und Wissenschaft” 

Mittlerweile hat sich die im Piper-Verlag erscheinende „Denkanstöße“-Reihe für das jeweils kommende Jahr als eine willkommene Lektüre etabliert, die zum kleinen Preis einen guten Einblick in eine Auswahl der aktuellen Titel des Verlags gibt.

So bilden auch die „Denkanstöße 2011“ aus den Themenbereichen Kultur, Philosophie und Wissenschaft hier keine Ausnahme.


Miriam Meckel: “Brief an mein Leben – Erfahrungen mit einem Burnout”

Nach jahrelangem Dauerstress im Beruf und im Privatleben und einem darauf folgenden körperlichen und seelischen Total-Zusammenbruch ging gar nichts mehr. Es folgte eine erzwungene Auszeit mit Klinikaufenthalt von über einem Jahr.

Eigentlich sollte man vermuten, dass gerade eine Kommunikationswissenschaftlerin wie Frau Meckel ihr Kommunikationsverhalten im Griff und eine optimale Kommunikationsstrategie für ihr eigenes Arbeits- und Privatleben hat. Aber es gibt einen Unterschied zwischen brillantem, analytischem Betrachten und praktischem Umsetzen.

Nach ihrer Rückkehr ins normale Leben hat sie ihre Lebensweise geändert: Der Blackberry ist abgeschafft, telefoniert wird nur selten, sie kommuniziert meist über E-Mails, um nicht gleich wieder in die Falle der permanenten Erreichbarkeit zu tapsen.


Henrik Lange: “Weltliteratur für Eilige - Und am Ende sind sie alle tot”

Raskolnikow beschließt, eine alte Dame, die ein wirklich fieser Kredithai ist, zu töten – und ihre Schwester gleich mit. Aber gleich danach – große Überraschung – ergreifen Schuldgefühle und Verfolgungswahn von ihm Besitz. Um sich von seiner Schuld zu befreien, stellt er sich den Behörden und findet in einem sibirischen Lager so etwas wie Frieden. Und er findet heraus, dass er noch fähig ist zu lieben. Ein echtes Happy End à la Dostojewski.


Al Gore: “Wir haben die Wahl – Ein Plan zur Lösung der Klimakrise” 

Seit mehreren Jahren bemühen sich die Industrieländer um einen Konsens zum Klimaschutz. Auf diversen Konferenzen treffen sich die wichtigsten Männer und Frauen der Welt, um bei leckeren Häppchen miteinander das Klima zu besprechen und sich auch untereinander um ein gutes multilaterales Klima zu bemühen.

Es liegt in der Natur der Sache, dass solche Konferenzen bei divergierenden Interessen bestenfalls zu Absichtserklärungen führen, die lieber nicht allzu verbindlich sind. Und so war auch die Klimaschutzkonferenz in Kopenhagen 2009 nicht gerade von Erfolg geprägt.


Jens Malte Fischer: “Gustav Mahler – Der fremde Vertraute” 

Am 7. Juli 2010 feierte man den 150. Geburtstag des österreichischen Komponisten Gustav Mahler. 1860 in Böhmen als Sohn jüdischer Eltern geboren, war Mahler einer der bedeutendsten Komponisten der Spätromantik. Aber Gustav Mahler arbeitete auch als Operndirektor und Reformator des Musiktheaters sowie als Dirigent. Zeit seines Lebens hatte Mahler mit Widerständen zu kämpfen und litt auch unter seiner schwachen Gesundheit.


German Neundorfer (Hg.): “Ein Himmel voller Geigen – Die schönsten Musikgeschichten” 

Während die Hitzewellen einander die Hand geben und der Zenit brennt, versuchen sich die meisten von anstrengenden Arbeiten fern zu halten. Ähnliches lässt sich für den Konsum inhaltsschwerer Bücher vermuten. Die vorliegende kleine Anthologie ist jedoch für jede Jahreszeit geeignet und kann selbst bei 38 Grad im Schatten noch zur vergnüglichen Lektüre gereichen.


Günter Kunert u.a.: “Nordfriesland im Licht – Auf Emil Noldes Spuren” 

Das Buch beginnt mit einem Essay von Günter Kunert, dem bekannten deutschen Lyriker und Schriftsteller. Wenn Kunert in diesem Essay von Nordfriesland schreibt: „Hier ist das Wattenmeer noch nicht eingedeicht, obwohl der Anfang bereits gemacht ist, auch dieses Stück Erdgeschichte zu beseitigen.“, so deutet dieser Satz darauf hin, dass es sich um einen älteren Essay handeln muss.

Schließlich weiß jeder Nordfriesland-Urlauber, dass die Eindeichung der nordwestlichen deutschen Küste heutzutage nahezu lückenlos ist, von wenigen Naturschutzzonen abgesehen.


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