Robert Mueller-Stahl: „Das Leben festhalten — Deutsch-jüdische Privatfotografie in den 1930er Jahren“

Es gibt Bücher, die einen Gegenstand untersuchen, und es gibt Bücher, die einen Blick verändern. Robert Mueller-Stahls Studie bewegt sich dabei in jenem seltenen Raum, in dem historische Forschung in Kulturphilosophie übergeht. Wenn man sich während der Lektüre das Thema vergegenwärtigt, so kann man eigentlich gar nicht anders, als diese privaten Fotografien deutsch-jüdischer Menschen auch …

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Hans Christian Hönes: „Aby Warburg — Der Mann hinter dem Mythos“

In der Regel greift man mit einer gewissen Erwartungshaltung zu einem Buch, weil man sich für seinen Inhalt interessiert. Aber es gibt auch Bücher, die einen überraschen: die man liest, weil man plötzlich begreift, dass ihr Gegenstand auf unheimliche Weise mit der eigenen Gegenwart verbunden ist. Hans Christian Hönes’ neue Biografie „Aby Warburg — Der …

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Daniel Stähr: „Die neuen Propheten — Wie Ökonomen unsere Zukunft verspielen“

Daniel Stährs Buch „Die neuen Propheten — Wie Ökonomen unsere Zukunft verspielen“ ist ein Angriff, der leise beginnt und seine Schärfe erst allmählich entfaltet. Es ist kein Pamphlet, kein wütendes Gegenmanifest gegen eine angeblich allmächtige Zunft, sondern ein kulturkritischer Essay in Buchlänge, der sich für die Bedingungen interessiert, unter denen ökonomisches Denken zur dominierenden Deutungsinstanz …

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Steffen Kopetzky: „Die Harzreise — Eine Deutschlanderkundung“

„Die Harzreise“. Wer während der Schulzeit ein Mindestmaß an literarischer Bildung genossen hat, wird sogleich an Heinrich Heine denken. Doch der Untertitel macht den Unterschied und weist den Weg: Der volle Titel „Die Harzreise — Eine Deutschlanderkundung“ signalisiert ein doppeltes Spiel: eine Bewegung durch Raum und Zeit, durch Landschaft und Literaturgeschichte. Steffen Kopetzky folgt den …

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Nicole Garretón u.a. (Hg.): „Zum Umgang mit der deutschen Kolonialvergangenheit — Gegenwärtige und historische Perspektiven“

Es gibt Bücher, die sich wie geschlossene Räume lesen lassen, mit klar markierten Eingängen und Ausgängen, und es gibt solche, die eher an eine offene Debatte erinnern, an ein fortwährendes Gespräch, in dem Stimmen sich überlagern, einander widersprechen, sich korrigieren oder verstärken. Der von Nicole Garretón gemeinsam mit Johannes Jansen und Alina Marktanner herausgegebene Sammelband …

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Thomas Sparr: „‘Ich will fortleben, auch nach meinem Tod‘ — Die Biographie des Tagebuchs der Anne Frank“

Als im Frühjahr 1944 eine Fünfzehnjährige in einem Amsterdamer Hinterhaus den Wunsch formulierte, sie wolle auch nach ihrem Tod weiterleben, ahnte sie nicht, dass dieser Satz zu einem der wirkmächtigsten literarischen Selbstzeugnisse des 20. Jahrhunderts führen würde. Thomas Sparr nimmt diesen Wunsch ernst — nicht als pathetische Prophezeiung, sondern als Ausgangspunkt einer ungewöhnlichen Spurensuche. Sein …

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Marcel Hopp: „Was geht mich das an? — Warum wir den Rechtsruck nur gemeinsam stoppen können“

Marcel Hopp gehört zu jener Generation politischer Akteure, die weniger über Parteikarrieren als über biografische Brüche, soziale Medien und unmittelbare gesellschaftliche Erfahrungen sichtbar geworden sind. Geboren Ende der 1980er Jahre, aufgewachsen in der West-Berliner Gropiusstadt, einem urbanen Umfeld, das von sozialer Ungleichheit und kultureller Vielfalt gleichermaßen geprägt ist, fand Hopp früh zur politischen Arbeit. Seine …

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Hauke Friederichs u. Rüdiger Barth: Deutschland 1946 — Das Wunder beginnt“

Deutschland im Jahr 1946 — ein Land aus Staub und Schweigen, von Rauch und Hoffnung umhüllt. Die Städte liegen in Trümmern, die Moral ebenso. Und doch regt sich in den Rissen der Ruinen bereits ein leises Leben, ein vorsichtiger Wille zum Neubeginn. In diese Zwischenzeit führen Hauke Friederichs und Rüdiger Barth den Leser in ihrem …

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Hasso Spode: „Traum Zeit Reise — Eine Geschichte des Tourismus“

Der Begriff „Tourismus“ entstammt dem französischen Wort tour, das wiederum aus dem lateinischen tornare – „drehen“ – abgeleitet ist. Es beschreibt sinnbildlich eine Bewegung, die irgendwann wieder zum Ausgangspunkt zurückkehrt. Heute verbinden wir mit Tourismus meist Urlaubsreisen, Erholung und Mobilität. Doch der Weg dorthin war lang, geprägt von politischen, technischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen. Die …

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Herfried Münkler: „Macht im Umbruch – Deutschlands Rolle in Europa und die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts“

Wir leben in turbulenten Zeiten und die subjektive Wahrnehmung einer Beschleunigung der Veränderungen scheint sich durch das zunehmende Tempo und die Taktung der Ereignisse zu bestätigen. Die ruhigen Zeiten sind vorbei, es wird zurecht allgemein von einer „Zeitenwende“ gesprochen, zunächst aufgrund der veränderten militärischen Lage in Europa durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und …

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