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Rezensionen von Büchern aus den Kultur- und Geisteswissenschaften

Robert Habeck: „Wer wir sein könnten — Warum unsere Demokratie eine offene und vielfältige Sprache braucht“

Das politische Klima im Herbst 2018 ist kalt. Wenn bereits vor Jahren von einer gewissen allgemeinen „Politikverdrossenheit“ gesprochen wurde, so weiß man nicht recht, mit welchem Begriff man dasselbe Phänomen heute beschreiben sollte, in einer Zeit, wo sich mittlerweile nicht nur einige, sondern nahezu alle Bürger von der Politik — und vor allem von den […]

Astrid Séville: „Der Sound der Macht — Eine Kritik der dissonanten Herrschaft“

Der Umgangston hat sich nicht nur im öffentlichen Raum, sondern vor allem im politischen Umfeld grundlegend geändert. Es scheint, als ob die Politik das Gefühl für die Etikette verloren hätte oder schlimmer: als ob es politische Kräfte gibt, die sich ganz bewusst außerhalb des moralischen Wertesystems stellen, um es von außen zu bekämpfen. Letzteres scheint […]

Reiner Marcowitz: „Die Weimarer Republik — 1929 – 1933“

Auch wenn es heißt, dass die Geschichte sich nicht wiederholt, ist es sinnvoll, sich mit historischen Konstellationen zu beschäftigen, die jenen der Gegenwart zumindest in Teilen nicht völlig unähnlich sind, damit man sich besser auf die möglichen Entwicklungen der politischen, gesellschaftlichen und sozialen Strömungen einstellen kann. In der Reihe „Geschichte kompakt“ ist nun die Neuauflage […]

Checkpoint Demokratie e.V. (Hg.): „… wenn ich mir was wünschen dürfte … — Impulse für eine Demokratie der Moderne“

Neulich lag ein neues Buch auf dem Schreibtisch des Rezensenten. Etwas altbacken sah es aus mit seinem abstrakten Cover, das ein wenig an christliche Erbauungsliteratur erinnerte (wahrscheinlich durch die entfernte Ähnlichkeit des Farbmusters mit einem kreuz), und auch der Titel wirkte etwas wie aus der Zeit gefallen: Impulse für eine Demokratie der Moderne — das […]

Steven Pinker: „Aufklärung jetzt — Für Vernunft, Wissenschaft, Humanismus und Fortschritt. Eine Verteidigung.“

„Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“ Das schrieb Immanuel Kant in seinem berühmten Essay „Was ist Aufklärung?“ im Jahre 1784. Als Kant diese kurze Schrift verfasste, war jene Epoche, die wir heute als Aufklärung (Enlightenment, Siècle des Lumières, Siglo de las Luces, просвещéние) bezeichnen, schon seit einigen Jahrzehnten ein internationales Phänomen, eine Zeit […]

Ingo Juchler: „1918 / 1919 in Berlin — Schauplätze der Revolution“

Am 9. November 2018 jährt sich das Datum der Novemberrevolution in Deutschland zum 100. Mal. Die Nachricht vom Aufstand der Matrosen in Kiel und ihrer Weigerung, sich in einer sinnlosen Seeschlacht kurz vor Kriegsende aufopfern zu lassen, breitete sich wie ein Lauffeuer im gesamten Kaiserreich aus. Was als Befehlsverweigerung einiger Matrosen seinen Anfang nahm, bekam […]

Jakob Augstein (Hg.): „Reclaim Autonomy — Selbstermächtigung in der digitalen Weltordnung“

Vor einigen Tagen landete eine Mail im Briefkasten: „Hitler war ein Britischer Agent! Wie kann man von einem Mann ein Wohlwollen gegenüber dem Deutschen Staat erwarten, der im Dienst einer fremden Macht stand? England‼ Um die Sache mehr zu verdeutlichen, warum sagt uns Niemand, daß der Großkopf Adolf perfekt Englisch sprach und Französisch? Wo war […]

Rüdiger Barth, Hauke Friederichs: „Die Totengräber — Der letzte Winter der Weimarer Republik“

Es ist die Chronik eines angekündigten Untergangs. Die politischen Ereignisse des letzten Winters der Weimarer Republik 1932/33 wiesen alle in dieselbe Richtung. Die Machtübernahme durch die NSDAP am 30. Januar 1933 war die logische Konsequenz, ja: das Ziel dieser Vorbereitungen. Danach vollzog sich sukzessive die Umwandlung der parlamentarischen Demokratie der Weimarer Republik in eine nach […]

Andreas Wirsching, Berthold Kohler, Ulrich Wilhelm (Hg.): „Weimarer Verhältnisse? — Historische Lektionen für unsere Demokratie“

Die klare Botschaft dieses interessanten und hochaktuellen Buches aus dem Reclam-Verlag lautet, dass wir uns keine allzu großen Sorgen machen sollten: Berlin ist nicht Weimar, wie Bonn auch schon nicht Weimar war. Die Beiträge in diesem hübsch gestalteten und mit mehreren Illustrationen ausgestatteten Büchlein (120 Seiten dick) stammen von Historikern und Politikwissenschaftlern aus dem universitären […]

Philipp Blom: „Was auf dem Spiel steht“

„Was auf dem Spiel steht? Alles.“ Mit diesen Worten endet Phillip Bloms zorniger Essay über die prekäre Lage der liberalen Demokratien in der Welt und vor allem bei uns. Philipp Blom ist eigentlich nicht dafür bekannt, sich besonders leidenschaftlich mit der gesellschaftlichen Gegenwart zu beschäftigen; seine erfolgreichen Sachbücher kreisen eher um die Aufklärung, die Zeit […]

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