Alfred Andersch: „Der Vater eines Mörders“

Alfred Anderschs letzte Erzählung „Der Vater eines Mörders“, die erst nach seinem Tod im Jahr 1980 veröffentlicht wurde, gehört zu jenen schmalen Prosawerken, deren Wirkung weit über ihren geringen Umfang hinausreicht. Auf wenigen Seiten entwirft Andersch nicht nur das bedrückende Bild einer autoritären Schulwelt in der späten Weimarer Republik, sondern zugleich eine Erinnerungsskizze eigener Jugend, …

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Robert Mueller-Stahl: „Das Leben festhalten — Deutsch-jüdische Privatfotografie in den 1930er Jahren“

Es gibt Bücher, die einen Gegenstand untersuchen, und es gibt Bücher, die einen Blick verändern. Robert Mueller-Stahls Studie bewegt sich dabei in jenem seltenen Raum, in dem historische Forschung in Kulturphilosophie übergeht. Wenn man sich während der Lektüre das Thema vergegenwärtigt, so kann man eigentlich gar nicht anders, als diese privaten Fotografien deutsch-jüdischer Menschen auch …

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Stefan Bollmann: „Die literarische Hausapotheke — Lektüren für jede Lebenslage“

Der Mensch unserer Zeit ist auf der Suche nach Orientierung. Zu komplex sind die Weltzusammenhänge, und zu fragmentiert erscheint die Wirklichkeit. Wie kann man da noch seinen Platz finden?! Der metaphysische Halt ist weg, und die „transzendentale Obdachlosigkeit“ des Menschen wird bereits seit hundert Jahren bejammert. Künstliche Intelligenz ist Göttergeschenk und Teufelswerk zugleich, Kriege brechen …

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