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Rezensionen von Büchern aus den Kultur- und Geisteswissenschaften

Thilo Sarrazin: „Deutschland schafft sich ab – Wie wir unser Land aufs Spiel setzen“

Am: | September 13, 2010

Da liegt es nun auf dem Tisch, das „Machwerk“, noch vor Erscheinen angefeindet und heftig in der Diskussion wie sein Verfasser, der ehemalige Berliner Finanzsenator und Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank, Thilo Sarrazin.

Weniger jedoch als eine inhaltsbezogene Diskussion löste Sarrazins Buch vor allem eine heftige Posten-Debatte aus. Wer türkischen Migranten eine genetisch bedingte mindere Intelligenz zuweist, findet hierzulande zwar schnell den Weg ins Rampenlicht, dieser Weg kann jedoch gleich im Anschluss an die Pressekonferenzen ins berufliche Off führen. So geschehen bei Sarraazin, der seinen Posten als Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank räumen musste. – Wollen wir mal sehen, was wirklich dran ist an den Beschuldigungen der Presse und am Vorwurf der biologistischen Stammtisch-Parolen Sarrazins.

Das Buch beginnt mit einer Bestandsaufnahme. Die Deutschen sterben aus. Das stimmt sowohl in absoluten Zahlen als auch, wenn man den Anteil der autochthonen Deutschen (also der Deutschen deutscher Abstammung) betrachtet. Manch einer mag in Anbetracht dieser demographischen Tatsachen eine „klammheimliche Freude“ empfinden, wie es Sarazzin nennt: „Die Deutschen hätten sich damit quasi abgeschafft. Manche mögen dieses Schicksal als gerechte Strafe empfinden für ein Volk, in dem einst SS-Männer gezeugt wurden.

Thilo Sarrazin reduziert die Problematik auf zwei Ursachen: Erstens, die ungleiche und ungünstige Verteilung der Fruchtbarkeit unter den Deutschstämmigen (Akademiker bekommen deutliche weniger Kinder als Unterschicht-Familien) und zweitens, die zunehmende Überfremdung durch Migranten (die insgesamt fruchtbarer sind, bei denen jedoch ebenfalls die sozial Schwachen eine deutlich höhere Geburtenrate aufweisen als die oberen Schichten).

Die Beweisführung, die Sarrazin auf den über 460 Seiten seines Buches versucht, ist zwar reichlich angereichert mit empirischen Daten, die seine Hypothesen unterstützen sollen; jedoch beweist eine Statistik immer nur das, was bewiesen werden soll – das ist statistisch erwiesen.

Das Buch ist voller kerniger Aussagen, die jede Menge Zündstoff in die laufende Diskussion über Migration und Integration werfen, z.B.: „Wirtschaftliche Erfolglosigkeit und soziale Rückständigkeit sind wesentliche Antriebe für hohe Geburtenraten.

Wumm!! – Mit anderen Worten hieße das: Arbeitslose und Bekloppte paaren sich gern und freuen sich dann über einen reichen Kindersegen. – Wirklich? Man weiß natürlich, dass in armen Gesellschaften eine kinderreiche Familie vor allem den Zweck verfolgt, die Erwerbsstrukturen auf viele Beine zu stellen, so dass auch die Kinder zum Erwerb des Lebensunterhalts der Familie beitragen. Und es mag auch so sein, dass solche „Traditionen“ von Migranten aus jenen armen Regionen mitimportiert werden, so dass von solchen sozial schwachen Einwanderern auch hier in Deutschland weiter fleißig Kinder produziert werden, weil man es eben nicht anders kennt. Aber kann man – ja, darf man das einfach so verallgemeinern?

Die Daten unterstützen Sarazzins These: „Mittlerweile haben 40 Prozent der in Deutschland geborenen Kinder einen Migrationshintergrund. (…) Die Problematik liegt in der schichtspezifisch unterschiedlichen Nettoreproduktionsrate.“ – Die Nettoreproduktionsrate gibt den Anteil an geborenen Mädchen an, denn nur Mädchen können wiederum Kinder kriegen. Bei einer Nettoreproduktionsrate von 1,0 wäre die Bevölkerungszahl gleich bleibend, in Deutschland liegt diese Rate jedoch bei 0,64 (2010). – „Diese [schichtspezifische Unterschiedlichkeit] fügt zwingend dazu, dass sich der Anteil der weniger Tüchtigen und weniger Intelligenten von Generation zu Generation erhöht, solange die Gruppen je nach sozialer Stellung eine unterschiedliche Fruchtbarkeit haben.

Die Unterstellung, dass die „weniger Tüchtigen“ (euphemistische Umschreibung für „faul“) und „weniger Intelligenten“ (euphemistisch für „dumm“) immer mehr werden, wird jeder bestätigen, der mal einen schlechten Tag hat und dann durch die Straßen geht: Er wird nur auf faule und dumme Zeitgenossen stoßen… – Jedoch der von Sarrazin geradezu inflationär verwendete Begriff der Fruchtbarkeit ist höchst missverständlich und muss beim flüchtigen Lesen auch zu starken Irritationen führen. Es geht hierbei nämlich nicht um eine biologisch bedingte, sondern um eine gewollte Fruchtbarkeit bzw. Unfruchtbarkeit.

Die Ursachen sind bekannt. Die schwachen Lenden der Hochintelligenz führen zu einer vergleichsweise niedrigen Geburtenrate unter den Intelligenten und Schönen. Diese schwach ausgebildete „Fruchtbarkeit“ ist einerseits biologisch bedingt (eine erhöhte Östrogen-Konzentration im Trinkwasser durch Medikamentenrückstände von weiblichen Verhütungsmitteln, die die Zeugungsfähigkeit der Männer vermindert); andererseits ist die verminderte Fruchtbarkeit (oder besser: Reproduktionsunwilligkeit) auch eine persönliche Entscheidung und eine Frage der Prioritätensetzung, vor allem im akademischen Berufsumfeld.

Kinder sind teuer, und sie sind nicht mehr automatisch der zentrale Lebensinhalt einer Frau oder eines Paares. „Der Umstand, dass Kinder von einem Vorsorge- und Ertragsfaktor zu einem Kostenfaktor werden“, trägt sicherlich auch oft bei zur bewussten Entscheidung junger Frau gegen ein Kind. Solch ein vorausschauendes Verhalten und Planen darf man jedoch öfter in den gebildeten Schichten der Bevölkerung erwarten als bei der Unterschicht.

Schon Charles Darwin wusste: „So neigen also die leichtsinnigen, heruntergekommenen und lasterhaften Glieder der Menschheit dazu, sich schneller zu vermehren als die gewissenhaften, pflichtbewussten Menschen.“ Diese Erkenntnis widerspräche jedoch eigentlich Darwins eigener Evolutionstheorie eines „survival’s of the fittest“; aber vielleicht ist ja in der Tat gar nicht der Akademiker, sondern der Arbeitslose besser in der Lage, sich an die aktuellen gesellschaftlichen Gegebenheiten anzupassen? Armes Deutschland.

Aber Sarrazin lässt nicht locker, sondern spitzt seine Thesen sogar noch weiter zu: „Generell ist für Deutschland empirisch belegt, dass die Fruchtbarkeit der Menschen umso höher ist, je niedriger der Bildungsgrad, der sozioökonomische Status, das Einkommen und – kausal mit den drei Punkten zusammenhängend – die Intelligenz ist. Mit diesen dysgenischen Wirkungen müssen sich alle Industriegesellschaften auseinandersetzen.

Spätestens jetzt muss sich der Autor gefallen lassen, dass man hellhörig wird. Wer von einer dysgenischen Entwicklung spricht, behauptet damit, dass die Qualität des Gen-Pools des deutschen Volkes in Gefahr ist. Das haben jedoch seinerzeit – allerdings mit anderen Worten – auch schon die Nationalsozialisten behauptet. Damals wollte man die weitere „Vermischung der deutschen Rasse“ durch die Ausrottung der Juden vermeiden. Thilo Sarrazin schlägt einen anderen Weg vor: die Steigerung der Fruchtbarkeit und der Kinderlust bei den intelligenten Schichten unserer Bevölkerung sowie eine restriktivere Förderung (und Einforderung) der verstärkten Integration von Menschen mit Migrationshintergrund, wodurch er sich einen nachhaltig positiven Effekt auf das Bildungsniveau erhofft.

Das klingt durchaus einleuchtend, allerdings selbst Sarrazin sieht ein großes Problem bei der Umsetzung dieser Vorschläge. Was vor allem gegen eine schnelle Anhebung des Bildungsniveaus bei Migrantenkindern spräche, so Sarrazin, sei das Problem der vererbten geringeren Intelligenz dieser Menschen mit Migrationshintergrund. – Wie bitte?! – Hier der kurze Versuch, Sarrazins Argumentation offen zu legen:

Zunächst unterscheidet Thilo Sarrazin zwischen guten und bösen Ausländern. Die guten, das sind die Auswanderernationen der ersten Welle – die Griechen, Italiener, Spanier. Hinzu kommen natürlich die Polen, Tschechen und selbstverständlich auch (Achtung: politisch korrekt!) der große Anteil an deutschstämmigen Aussiedlern aus Osteuropa. Diese Bevölkerungsgruppen würden sich relativ schnell assimilieren; sie lernten schnell die deutsche Sprache und integrierten sich ohne größere Schwierigkeiten in die deutsche Gesellschaft. – Ganz anders die Problemkinder: Immigranten aus dem Nahen und Mittleren Osten, aus Afrika und der Türkei.

Wer von dort nach Deutschland komme, sei vor allem ein Nachzügler bereits hier lebender Familien, der überwiegende Teil aus der Unterschicht, aus ländlichen Gebieten und den ärmsten Regionen des jeweiligen Landes. Weil die große Mehrheit dieser Einwanderer muslimischen Glaubens ist und keinerlei Wert auf Integration legt, entsteht eine Parallelgesellschaft in Deutschland.

Diese Ansicht teilt auch der Neuköllner Bürgermeister Heinz Buschkowsky, den Sarrazin als Mitstreiter ins Boot holt. (Im Gegenzug war Heinz Buschkowsky übrigens einer der Ersten, der sich vor laufender Kamera für Thilo Sarrazin eintrat und sich für seinen Verbleib in der SPD aussprach. – Eine Hand wäscht eben die andere.)

Buschkowsky kann Einiges zur fehlenden Integrationsbereitschaft jener Problemgruppen berichten, wozu ihm in Sarrazins Buch auch seitenweise Gelegenheit gegeben wird. Warum auch nicht? Schließlich ist Neukölln einer der am stärksten durch Zuwanderung aus dem Nahen Osten und der Türkei belasteten Berliner Bezirke und darf deshalb wohl auch als warnendes Beispiel für eine unerwünschte Entwicklung dienen, die Gesamtdeutschland noch bevor steht: die Überfremdung der deutschen Gesellschaft.

Wenn Thilo Sarrazin von Menschen mit „Migrationshintergrund“ spricht, meint er also vor allem und ausschließlich diese Zuwanderer aus der Türkei und dem Nahen Osten: „Wenn hier von Migranten gesprochen wird, sind ausschließlich Migranten aus den muslimischen gemeint (Türkei, Afrika, Naher und Mittlerer Osten). (…) Muslimische Migranten entstammen meist bildungsfernen Familien, die in ihren Heimatländern durchweg den Unterschichten angehörten.

Das eigentliche Problem scheint hierbei jedoch nicht die Shichtzugehörigkeit, sondern der muslimische Glaube zu sein. Die Muslime, ist eine genauso unzulässige Verallgemeinerung, als wenn man von den Christen spräche. Der Philosoph Rüdiger Safranski hat ein besseres Bild parat: Er trennt zwischen „heißen“ und „kalten“ Religionen. Erstere können von ihrem absoluten Wahrheitsanspruch für die Belange der realen Welt nicht abstrahieren und neigen zur Intoleranz. Letztere akzeptieren die Trennung der Wertsphären. – Zu der ersten Gruppe lässt sich der Islam zählen; die zweite Beschreibung trifft eher auf das Christentum der Gegenwart zu.

Die Weltgeschichte lehrt uns jedoch, dass eine allzu enge Bindung an ein absolutes Glaubenssystem der Ausbildung eines freien Denkens und einer nicht durch Dogmen verstellten (Werte-)Bildung nicht gerade förderlich ist. Und aus dieser Perspektive (und nur so!) passt die Unterstellung des bildungsfernen Milieus der muslimischen Migranten zu dem Eindruck, den man sich selbst an den wenigen Berührungspunkten mit den sozial Schwachen und „Bildungsfernen“ dieser Parallelgesellschaft machen kann.

Man kann zu Sarrazins Thesen einer drohenden Überfremdung durch unangepasste Immigranten und einer vom Aussterben bedrohten deutschen Bevölkerung stehen, wie man will. Der Autor traut sich – im Gegensatz zu vielen Anderen, die dieselben Thesen lieber hinter vorgehaltenener Hand oder nur am Stammtisch auszusprechen wagen -, die Fakten auf den Tisch zu legen und sogar noch konkrete Vorschläge zu machen, wie man dem Abwärtstrend begegnen könnte.

Leider macht Sarrazin seine Ausländerkritik immer wieder an einer Hypothese fest, die er nicht müde wird, durch das ganze Buch hindurch unter Zuhilfenahme der verschiedensten Quellen und Statistiken belegen zu wollen. Es geht um die angebliche Erblichkeit der Intelligenz.

Unter seriösen Wissenschaftlern besteht heute (…) kein Zweifel mehr, dass die menschliche Intelligenz zu 50 bis 80 Prozent erblich ist.“ Hier sucht Thilo Sarrazin in den beiden Bildungsforschern Elsbeth Stern und Jürgen Guthke seine Verbündeten. Stern und Guthke haben in einer Studie gezeigt, dass in einer positiven Lernumgebung die Intelligenz eines Kindes deutlich gesteigert werden konnte.

Die Intelligenzforschung geht heute davon aus, dass die (erbliche) Intelligenz ein stabiles Persönlichkeitsmerkmal darstelle. Elsbeth Stern äußerte sich auch ganz aktuell zu der Sarrazin-These in einem Gespräch mit der ZEIT. Wichtige Erkenntnis: Intelligenz ist an sich nicht messbar. Mit IQ-Tests kann man lediglich die Intelligenzunterschiede messen, und genau diese Unterschiede sind erblich, jedoch nicht die Intelligenz selbst.

Intelligenz ist die Fähigkeit, Wissen zu erwerben und einzuordnen, Fakten zu verknüpfen und entsprechende Schlüsse daraus zu ziehen. Dies jedoch sind keine vererbten Persönlichkeitsmerkmale, sondern erlernte Eigenschaften. Die Ausbildung und Förderung der Intelligenz hängt also vor allem von der Schaffung eines positiven Lernumfeldes ab.

Wäre Intelligenz nicht erblich, hätten die geistigen Fähigkeiten der Lebewesen nicht durch natürliche Selektion zunehmen können.“ hält Sarrazin dagegen und macht sich des Sozial-Darwinismus’ verdächtig. Leider widerspricht sich Sarrazin hier selbst, weil er in seiner Beweisführung immer wieder betont, dass es vor allem die bildungsfernen und fremden Schichten sind, die sich überdurchschnittlich häufig fortpflanzen. Von einer positiven Beeinflussung des Gen-Pools kann hier also nicht die Rede sein. Außerdem ist der Begriff der „natürlichen Selektion“ an sich wertfrei. Wer sich am besten an die Umgebung anpassen und seine Gene weitergeben kann, hat die besten Chancen, dass ihn seine Gen-Anteile überleben werden.

Diese (angeblich) angeborene Intelligenz, so Sarrazins falsche Schlussfolgerung, sei bei den Kindern und Jugendlichen aus den „bildungsfernen“ Familien mit Migrationshintergrund von Hause aus schwächer ausgebildet. Man könnte auch verkürzt sagen:

Migrantenkinder sind von Geburt an doofer. Diese verallgemeinernde Unterstellung ist nicht nur falsch, sondern gefährlich.

Es ist eine Tatsache, dass Migrantenkinder eine besondere Förderung bei der Bildung benötigen. Dieser Gedanke ist wahrlich nicht neu. Kinder mit Migrationshintergrund sind nicht dümmer als deutsche Kinder, aber sie haben ein Verständigungs- und damit ein Verständnisproblem. Wer nicht ausreichend gut die Sprache spricht, hat deutlich größere Schwierigkeiten beim Lernen.

Setzen wir einen nordfriesischen Schüler für ein Halbjahr in eine oberbayerische Schulklasse und prüfen wir am Ende seine Leistungen. Wir werden ein ähnliches Ergebnis erzielen, als wenn wir die Leistungen deutscher Kinder mit denen aus Migrantenfamilien vergleichen.

Die Lösung kann jedoch nicht in der Einrichtung von Schulen und Klassen liegen, in denen vor allem Türkisch, Arabisch oder Russisch gesprochen wird, um dadurch das Lern-Niveau der ausländischen Schüler zu heben. – Die einzige Antwort auf die Frage nach effektiven Lösungen kann nur „Integration“ lauten. Zum Lernen und Verstehen braucht man vor allem eines: Sprachkenntnisse.

Thilo Sarrazins Buch zeichnet sich jedoch nicht nur durch seine kernigen Sprüche und einer auf – zum Teil falschen – Behauptungen basierenden Argumentation aus. Das Schöne ist, dass der Autor nicht nur lamentiert und völkische Untergangsszenarien entwirft, sondern auch wirklich gute Impulse in eine noch zu führende Diskussion einbringt.

Sarrazins Rezepte gegen die Bildungsmisere sowie für mehr Bildung und Gerechtigkeit lassen aufhorchen. Es geht um Förderung, um die milde Strenge eines Unterrichts, der wieder mehr Disziplin trainiert, der ganz elementar bei der weit verbreiteten Leseschwäche der Schüler ansetzt und diese durch eisernes Training zu beheben versucht. Es sind Maßnahmen, die nicht mehr kosten als all das, was man bisher ins Schulsystem pumpt. Die Inhalte sind anders gewichtet; das Lernen des Lernens, das Wecken von Interesse, das Vermitteln von Grundlagen – all dies beginnt mit der Fähigkeit, lesend Fakten erfassen zu können.

Soll man also dieses Buch kaufen? Der ganze Medienrummel und nicht zuletzt auch Sarrazins provokante Auftritte haben einen solchen Hype um dieses Buch ausgelöst, der mehr von den Inhalten ablenkt, als zu einer sachlichen Diskussion aufzufordern.

Das ist schade, denn die Bildungsmisere und die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland sind durchaus Themen, deren Anpacken nicht nur der Politik vorbehalten bleiben sollte. Es geht uns alle an. Es ist unsere Zukunft, die wir selbst gestalten könnten.

Doch die Verbesserung der Bildungschancen sozial benachteiligter Kinder mit Migrationshintergrund ist nur der erste Teil des Sofortprogramms zur Gesundung der deutschen Demographie. Der zweite Teil führt den intelligenten Leser direkt ins Schlafzimmer, denn: „Die deutsche Geburtenrate ist allemal leichter zu beeinflussen als die durchschnittliche Welttemperatur.“ –

Liebe Leserinnen und Leser von kulturbuchtipps: Denken Sie an Deutschland und zeugen Sie gegen den allgemeinen Trend ein Kind! Damit Deutschland wieder intelligenter wird.

Der Medienrummel hat vielen potentiellen Käufern und Lesern den Appetit verdorben. Doch trotz mancher argumentativer Schwächen und einer etwas einseitigen Sicht auf eine an sich komplexe und interessante Thematik ist Thilo Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“ wirklich lesenswert.

Kaufen Sie dieses Buch nur, wenn Sie wirklich an dem Thema interessiert sind und kontrovers diskutieren wollen. Zur Eröffnung der nächsten Stammtisch-Debatte reicht aber auch schon der provokante Einsteiger: „Der Thilo hat schon nicht so ganz Unrecht…

Autor: Thilo Sarrazin
Titel: „Deutschland schafft sich ab – Wie wir unser Land aufs Spiel setzen“
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt
ISBN-10: 3421044309
ISBN-13: 978-3421044303

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