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Rezensionen von Büchern aus den Kultur- und Geisteswissenschaften

Ingrid Pfeiffer (Hg.): „Glanz und Elend in der Weimarer Republik“

Über eines kann sich die Weimarer Republik wirklich nicht beklagen: mangelnde Aufmerksamkeit. Geradezu inflationär hat sich die Beschäftigung mit ihr in nahezu allen medialen Formaten in den vergangenen Jahren intensiviert. Von allen Dächern wird wieder das schrille Lied von der Vergleichbarkeit unserer Verhältnisse mit denen am Ende der Weimarer Republik geträllert, das jetzt vielleicht stimmiger […]

Thomas Vašek: „Philosophie! Die 101 wichtigsten Fragen“

Es gibt seit einigen Jahren zwei wirklich ausgezeichnete Philosophie-Zeitschriften in Deutschland: das PhilosophieMagazin und die Hohe Luft; der Chefredakteur von letzterem ist der Philosoph Thomas Vašek. Jetzt ist ein neuer Titel im Theiss-Verlag in Zusammenarbeit mit ebenjenem Magazin Hohe Luft erschienen, in dem, so wird es zumindest angekündigt, die 101 wichtigsten philosophischen Fragen erörtert werden. […]

Olga Mannheimer (Hg.): „Blau Weiß Rot — Frankreich erzählt“

Mit der Wahl von Emmanuel Macron zum neuen französischen Präsidenten im Sommer 2017 wurde das Schlimmste verhindert und das Zweitschlimmste Realität. Die Wahlschlappe von Marine Le Pen ist weder Anlass zur Schadenfreude noch ein Grund für Entwarnung. Frankreich ist im europäischen Vergleich zum Trendsetter einer neuen Politik geworden, einer Politik jenseits und nach dem Niedergang […]

Stéphanie Hennette, Thomas Piketty, Guillaume Sacriste, Antoine Vauchez: „Für ein anderes Europa — Vertrag zur Demokratisierung der Eurozone“

Sind Sie Politikwissenschaftler? Verfassungsrechtler? Oder wenigstens Jurist? Falls nicht, dann geht es Ihnen wahrscheinlich wie mir, und Sie werden sich fragen, was Sie mit diesem Buch anfangen sollen: „Für ein anderes Europa — Vertrag zur Demokratisierung der Eurozone“ klingt erst einmal toll, wir sind dafür! Doch ein erster Blick ins Buch verrät, dass uns hier […]

Volker Lilienthal, Irene Neverla (Hg.): „Lügenpresse — Anatomie eines politischen Kampfbegriffs“

Macht man es sich zu einfach, wenn man die Sprechchöre des entrechteten rechten Pöbels, jenes „Lü-gen-pres-se! Lü-gen-pres-se!“, als das abtut, was es zu sein scheint: geschmacklose Pöbeleien? Der kollektiv und stereotyp gegrölte Vorwurf, Lügen zu verbreiten, hat Tradition, allerdings keine schöne. Jahrzehntelang traute man sich nicht, zurecht. Doch plötzlich hatte sich einer getraut, dann ein […]

Philipp Blom: „Was auf dem Spiel steht“

„Was auf dem Spiel steht? Alles.“ Mit diesen Worten endet Phillip Bloms zorniger Essay über die prekäre Lage der liberalen Demokratien in der Welt und vor allem bei uns. Philipp Blom ist eigentlich nicht dafür bekannt, sich besonders leidenschaftlich mit der gesellschaftlichen Gegenwart zu beschäftigen; seine erfolgreichen Sachbücher kreisen eher um die Aufklärung, die Zeit […]

Dorothee Nolte: „Wilhelm von Humboldt — Ein Lebensbild in Anekdoten“

Wenn man sich ein Bild von einem Menschen machen möchte, so ist ein tabellarischer Lebenslauf gewiss nicht geeignet, eine realistische Vorstellung zu bekommen. Viel schneller führen Erzählungen von Menschen, die mit ihm bekannt sind, zum Ziel. Mit anderen Worten sind vor allem kleine Anekdoten in der Lage, auf angenehme Weise eine Vielzahl von Eckpunkten zu […]

Gerhard R. Kaiser (Hg.): „Deutsche Berichte aus Paris 1789-1933 – Zeiterfahrung in der Stadt der Städte“

Ah, Paris! Die Stadt der Städte! Paris hat schon immer die Fantasien beflügelt, Emotionen geweckt und Illusionen ausgelöst. Nicht erst als die „Hauptstadt des XIX. Jahrhunderts“, wie sie Walter Benjamin nannte, verzauberte Paris die Reisenden, sondern das war wohl schon immer so. Bestimmt vermochte selbst das antike Lutetia durch seine Größe, seinen Reichtum seinen nternationalen […]

Friederike v. Bünau, Hauke Hückstädt (Hg.): „95 Anschläge. Thesen für die Zukunft“

Das Lutherjahr 2017 bringt es mit sich, dass das 500-jährige Jubiläum des Thesenanschlags von Wittenberg einen bunten Rattenschwanz an Publikationen nach sich zieht, die im Fahrwasser des reformatorischen Gedankens frischen Wind in die deutschen Bücherhallen wehen sollen. Während man die Mehrzahl solcher Publikationen getrost übersehen kann, sollte man dem hier vorliegenden Titel seine ungeteilte Beachtung […]

Harald Welzer: „Wir sind die Mehrheit – Für eine Offene Gesellschaft“

In den letzten Jahren sieht man den Soziologen und Mitbegründer der gemeinnützigen Stiftung FuturZWEI, Harald Welzer, immer öfter im Fernsehen, und das ist gut so! Denn im Unterschied zu vielen anderen „Experten“, die von den Medien herangezogen werden, um ihre Beschäftigung mit einem aktuellen Thema mit einer Aura der Wissenschaftlichkeit zu umgeben, handelt es sich […]

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