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Rezensionen von Büchern aus den Kultur- und Geisteswissenschaften

Dietz Bering: „Luther im Fronteinsatz“

Auch im Jahr 2018 gibt es eine Menge Sachbücher, die sich mit dem Ersten Weltkrieg beschäftigen, vor allem mit seinem Ende, mit der Novemberrevolution und der sich daran anschließenden Übergangszeit 1018/19 bis zur Gründung der Weimarer Republik. Ein Titel sticht jedoch aus der Fülle jener Publikationen heraus und macht besonders neugierig, denn er beschäftigt sich […]

Hanno Rauterberg: „Wie frei ist die Kunst? – Der neue Kulturkampf und die Krise des Liberalismus“

Die Kunst im Würgegriff von Ikonoklast*innen lässt den Kunstkritiker Hanno Rauterberg die Frage nach ihrer Freiheit umso dringlicher stellen, je mehr sich die Beispiele eines Angriffs auf die Kunstfreiheit häufen. Wir hatten uns zu sehr an die Freiheiten in einer demokratischen und offenen Gesellschaft gewöhnt und sie als selbstverständlich vorausgesetzt. Doch nun merken wir in […]

Robert Misik, Christine Schörkhuber, Harald Welzer (Hg.): „Arbeit ist unsichtbar — Die bisher nicht erzählte Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Arbeit“

Dieses Buch ist ein Arbeitsbuch und zwar im doppelten Sinne: Zum einen geht es um die Welt der Arbeit, und zum anderen ist es ein Buch, mit dem man arbeiten kann und muss. Hierbei ist der Anspruch dieses Sammelbandes nicht gerade bescheiden. Es soll die „bislang nicht erzählte Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Arbeit“ präsentiert […]

Aladin El-Mafaalani: „Das Integrations-Paradox — Warum gelungene Integration zu mehr Konflikten führt“

„Unsere Gesellschaft ist gespalten und die Welt ist aus den Fugen geraten — über diese Feststellung herrscht fast Einigkeit.“ Aber ist das wirklich so? Oder machen wir uns vielleicht nur etwas vor — oder schlimmer: Wird uns vielleicht nur etwas vorgemacht? Der deutsche Soziologe Aladin El-Mafaalani wagt in seinem aktuellen Buch eine andere These. Er […]

Thomas Bauer: „Die Vereindeutigung der Welt — Über den Verlust an Mehrdeutigkeit und Vielfalt“

Fragt man die Leute auf der Straße, so würde die große Mehrheit, unabhängig davon, ob sie dies gutheißen würde oder nicht, der Ansicht sein, dass wir in einer liberalen, multikulturell gewachsenen und offenen Gesellschaft lebten. Doch stimmt das wirklich? Wird unsere Welt wirklich immer bunter, komplexer und vielfältiger? Oder erleben wir nicht eher genau die […]

Umberto Eco: „Pape Satàn — Chroniken einer flüssigen Gesellschaft oder Die Kunst, die Welt zu verstehen“

Seit 1985 schrieb Umberto Eco für das römische Nachrichtenmagazin L´Espresso eine Kolumne mit dem Titel „La Bustina di Minerva“ (Die Büste der Minerva). Diese knappen Notizen zum Zeitgeschehen waren meist so kurz, dass sie, wie Umberto Eco bereits in der ersten Kolumne schriebe, auf die Fläche eines ausgeklappten Streichholzbriefchens passten. Deshalb wurden jene Zeitkommentare im […]

Jakob Augstein (Hg.): „Reclaim Autonomy — Selbstermächtigung in der digitalen Weltordnung“

Vor einigen Tagen landete eine Mail im Briefkasten: „Hitler war ein Britischer Agent! Wie kann man von einem Mann ein Wohlwollen gegenüber dem Deutschen Staat erwarten, der im Dienst einer fremden Macht stand? England‼ Um die Sache mehr zu verdeutlichen, warum sagt uns Niemand, daß der Großkopf Adolf perfekt Englisch sprach und Französisch? Wo war […]

Rüdiger Barth, Hauke Friederichs: „Die Totengräber — Der letzte Winter der Weimarer Republik“

Es ist die Chronik eines angekündigten Untergangs. Die politischen Ereignisse des letzten Winters der Weimarer Republik 1932/33 wiesen alle in dieselbe Richtung. Die Machtübernahme durch die NSDAP am 30. Januar 1933 war die logische Konsequenz, ja: das Ziel dieser Vorbereitungen. Danach vollzog sich sukzessive die Umwandlung der parlamentarischen Demokratie der Weimarer Republik in eine nach […]

Wilfried Nippel: „Karl Marx“

Am 05.05.18 ist es so weit: Wir feiern den 200. Geburtstag von Karl Marx! Schon seit Wochen sind die Medien voller Marx. Politiker, Wissenschaftler, Schriftsteller und andere Intellektuelle aller Couleur überschlagen sich in ihren Lobpreisungen und schwitzen sich möglichst schlaue und gewichtig klingende Bemerkungen aus den Rippen, wie wichtig und bedeutungsvoll Marx und seine Lehren […]

Andreas Wirsching, Berthold Kohler, Ulrich Wilhelm (Hg.): „Weimarer Verhältnisse? — Historische Lektionen für unsere Demokratie“

Die klare Botschaft dieses interessanten und hochaktuellen Buches aus dem Reclam-Verlag lautet, dass wir uns keine allzu großen Sorgen machen sollten: Berlin ist nicht Weimar, wie Bonn auch schon nicht Weimar war. Die Beiträge in diesem hübsch gestalteten und mit mehreren Illustrationen ausgestatteten Büchlein (120 Seiten dick) stammen von Historikern und Politikwissenschaftlern aus dem universitären […]

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