Götz Aly: „Unser Nationalsozialismus — Reden in der deutschen Gegenwart“

Es gibt in der zeitgenössischen Geschichtswissenschaft eine eigentümliche Form der Erstarrung, die sich umso verlässlicher einstellt, je monumentaler der Gegenstand wird, dem sie sich widmet. Wenn das Grauen der deutschen Jahre zwischen 1933 und 1945 verhandelt wird, betreten die Akteure zumeist ein gut ausgeleuchtetes Gehäuse des Konsenses, in dem die moralischen Koordinaten so fest verankert …

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Tillmann Bendikowski: „Ein Jahr im Mittelalter – Essen und Feiern, Reisen und Kämpfen, Herrschen und Strafen, Glauben und Lieben“

Es gibt nur wenige Historiker, die in der Lage sind, so anschaulich und interessant über den Gegenstand ihrer Forschung zu schreiben, wie Tillmann Bendikowski. Diese Begabung hat der Autor auch schon in früheren Büchern bewiesen, in denen es um solch unterschiedliche Themen wie die Varus-Schlacht oder um den Sommer 1914 ging. Nun reisen wir mit …

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Marc Augé: „Die illusorische Gemeinschaft“

In seinem Essay bricht Marc Augé eine Lanze für die multikulturelle Gesellschaft. Angesichts der Migrationsbewegungen, die weltweit in Gang gekommen sind, wird das agesicht der westlichen Gesellschaften (und nicht nur deren Gesicht) sich radikal wandeln. Natürlich schreibt Augé vorzüglich aus einer französischen Perspektive, doch seine Erkenntnisse lassen sich problemlos auch auf die deutsche Situation anwenden, …

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