Shelly Kupferberg: „Stunden wie Tage“

Die Erinnerung an die nationalsozialistische Vergangenheit hat in der deutschen Literatur viele Formen gefunden. Sie hat sich in Familienromanen artikuliert, in Dokumentationen, in literarischen Rekonstruktionen und in Erzählungen über die zweite und dritte Generation nach der Shoah. Mit „Stunden wie Tage“ wählt Shelly Kupferberg einen Weg, der weder die großen historischen Linien noch die spektakuläre …

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Uwe Neumahr: „Die Buchhandlung der Exilanten — Paris 1940. Zuflucht und Widerstand“

Die Buchhandlung der Exilanten beginnt, wie so viele große Geschichten des 20. Jahrhunderts beginnen: mit einer Tür, die sich öffnet. Man tritt ein, und es ist nicht nur ein Laden, es ist ein Versprechen. Bücherregale, die sich bis zur Decke recken, Papierstapel, Gespräche, die in der Luft hängen bleiben, weil sie zu klug oder zu …

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Susanne Heim: „Die Abschottung der Welt — Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen 1933-1945“

Als im 20. Jahrhundert Millionen Menschen vor Verfolgung, Entrechtung und schließlich Vernichtung flohen, standen sie nicht nur einem mörderischen Regime gegenüber, sondern einer Welt, die sich verschloss. In ihrem Buch „Die Abschottung der Welt — Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen 1933–1945“ rekonstruiert die Berliner Historikerin und Politikwissenschaftlerin Susanne Heim jene globale Konstellation, in der …

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Judith Hermann: „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“

Es gehört zu den eigentümlichen Bewegungen der Literatur, dass sie immer wieder dorthin zurückkehrt, wo das Erinnern unsicher wird. Gerade dort, wo Archive schweigen und Familiengeschichten brüchig sind, beginnt das Erzählen. Das neue Buch von Judith Hermann trägt einen Titel, der diese Bewegung bereits programmatisch formuliert: „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“. Doch dieser Wunsch …

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George Orwell: „Zeilen der Zeit — Kolumnen aus einem Jahrhundert im Umbruch“

Die Kolumne ist eine eigentümliche literarische Form. Sie entsteht im Rhythmus der Woche, unter dem Druck des Tagesgeschehens, und doch kann sie – in seltenen Fällen – eine präzise Chronik einer Epoche werden. Die Texte, die George Orwell zwischen 1943 und 1946 unter dem Titel „As I Please“ für die britische Wochenzeitschrift Tribune schrieb und …

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Kerstin Holzer: „Thomas Mann macht Ferien – Ein Sommer am See“

Thomas Mann macht mit seiner Familie Ferien am Tegernsee. Es ist Sommer 1918, der letzte Kriegssommer, der letzte Sommer des deutschen Kaiserreichs. Das Wetter ist schön, die Natur lädt ein zu langen Spaziergängen mit dem Hund, abends rudern die Eltern, Katia und Thomas, auf den See hinaus. Es klingt zunächst nach einer, wie wir heute …

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Uwe Wittstock: „Marseille 1940 — Die große Flucht der Literatur“

Die deutsche Literatur- und Kulturgeschichte haben einem Mann viel zu verdanken, von dem die allermeisten noch nie gehört haben dürften: dem Amerikaner Varian Fry. Der junge Journalist ist die Zentralfigur in Uwe Wittstocks neuem Buch über die großen Flüchtlingsströme, die sich ab dem Frühjahr des Jahres 1940 über den südfranzösischen Knotenpunkt Marseille auf der Flucht …

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Sven Hanuschek: „Wir leben noch — Ida und Erich Kästner, Kurt Vonnegut und der Feuersturm von Dresden. Eine Zugfahrt“

Liest man den Titel dieses kleinen Büchleins genau, so besteht die Möglichkeit einer einstweiligen Verwirrung. Zu viel scheint da neben- und nacheinander zu stehen — Erich Kästner und seine Mutter Ida, Kurt Vonnegut, der Feuersturm von Dresden und dann noch eine Zugfahrt? Und doch hält das Buch genau das Versprechen, das der sperrige Titel gibt. …

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Ingo Juchler: „1918 / 1919 in Berlin — Schauplätze der Revolution“

Am 9. November 2018 jährt sich das Datum der Novemberrevolution in Deutschland zum 100. Mal. Die Nachricht vom Aufstand der Matrosen in Kiel und ihrer Weigerung, sich in einer sinnlosen Seeschlacht kurz vor Kriegsende aufopfern zu lassen, breitete sich wie ein Lauffeuer im gesamten Kaiserreich aus. Was als Befehlsverweigerung einiger Matrosen seinen Anfang nahm, bekam …

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Erich Kästner: „Das Blaue Buch — Geheimes Kriegstagebuch 1941 – 1945“

Ab 1933 gehörte Erich Kästner nicht zu den verbotenen Schriftstellern; aber sein Antrag auf Aufnahme in die Schrifttumskammer wurde abgelehnt, und fortan durfte er in Deutschland keine Bücher mehr veröffentlichen. Er tat es aber doch — mit Pseudonym oder unter dem Namen von Freunden. Auch als seine Bücher auf die Scheiterhaufen der Bücherverbrennungen geworfen wurden, …

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