Christoph Poschenrieder: „Fräulein Hedwig“

Christoph Poschenrieders neuer Roman Fräulein Hedwig ist ein stilles, aber eindringliches Buch über das Schicksal einer Frau, die zwischen Jahrhundertwende und NS-Zeit in ihrer Rolle gefangen ist — als Lehrerin, als Tochter, als psychisch fragile Einzelgängerin. Fräulein Hedwig, das war Fräulein Hedwig Poschenrieder, geboren am 3. März 1884, gestorben am 25. Juli 1944. Der Roman …

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Walter Benjamin: „Einbahnstraße“ (Faksimile-Ausgabe)

Walter Benjamins Einbahnstraße, erstmals erschienen im Jahr 1928, ist ein außergewöhnliches Werk, das sich jeder konventionellen Gattungszuordnung entzieht und bis heute als Schlüsseltext der literarischen Moderne und kritischen Theorie gilt. In seinen fragmentarisch angeordneten Prosastücken gelingt es Benjamin, Beobachtungen, Reflexionen, Aphorismen und poetische Bilder zu einem Gefüge zu verdichten, das zugleich intellektuell anspruchsvoll und literarisch …

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Hans Fallada: „Berliner Abenteuer“

Hans Fallada, der mit bürgerlichem Namen Rudolf Ditzen hieß, kam 1899 mit sechs Jahren das erste Mal nach Berlin, als sein Vater, der Richter Wilhelm Ditzen, in Berlin den Posten des Kammergerichtsrats übernahm. Die Familie lebte damals in der Schöneberger Luitpoldstraße. Der vorliegende Band aus der schönen Reihe Berliner Orte im BeBra Verlag widmet sich …

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Steffen Schroeder: „Der ewige Tanz“

Steffen Schroeders Roman Der ewige Tanz beginnt im Sommer des Jahres 1928. Anita Berber, die einst gefeierte Tänzerin und Ikone der Weimarer Republik, liegt geschwächt in einem Berliner Krankenhaus. Jetzt, wo es zu Ende geht, gezeichnet von Krankheit und den Exzessen ihrer Vergangenheit, lässt sie ihr bewegtes Leben Revue passieren. Erinnerungen an ihre Kindheit bei …

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Thomas Mann: „Deutsche Ansprache – Ein Appell an die Vernunft“

Es gibt wohl nur wenige Texte, die in unseren Tagen trotz ihrer Historizität aktueller sind als Thomas Manns „Deutsche Ansprache“ aus dem Jahr 1930. Die Neuwahlen in Deutschland am kommenden Sonntag (23.02.25) werden die AfD als zweitstärkste politische Kraft im Bundestag stärker als je zuvor etablieren, und mit ihr wird das Narrativ einer libertären, nationalistischen …

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Erich Kästner: „Resignation ist kein Gesichtspunkt – Politische Reden und Feuilletons“

Man kennt Erich Kästner als den Kinderbuch-Autor, der Klassiker wie „Emil und die Detektive“. „Pünktchen und Anton“, Das fliegende Klassenzimmer“ und „Die Konferenz der Tiere“ geschrieben hat; und wir kennen Erich Kästner als Lyriker („Dr. Kästners lyrische Hausapotheke“, „Herz auf Taille“), als Satiriker und als Romancier („Fabian“, „Drei Männer im Schnee“). Aber als politischer Autor, …

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Ulla Lenze: „Das Wohlbefinden“

Solange noch kein Wirkstoff gegen die Tuberkulose gefunden ist, „ist die zentrale Therapie in unseren Heilstätten das Wohlbefinden. Wir streben danach, alles zu beseitigen, was uns aus dem Gleichgewicht bringt, und bemühen uns, Körper und Seele in jenen Frieden zurückzuführen, dessen Fehlen oft die Ursache von Krankheiten ist.“ Diese Worte stammen von Professor Blomberg, in …

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Mechtilde Lichnowsky: „Der Kampf mit dem Fachmann“

Wer war Mechtilde Lichnowsky? — Immer mal wieder landet ein Buch auf dem Tisch des Rezensenten, das ohne Übertreibung als eine „Entdeckung“ bezeichnet werden kann. In diesem Fall handelt es sich, genauer gesagt, um die Wiederentdeckung einer Schriftstellerin, die viel zu lange in Vergessenheit geraten war, die jedoch zu ihrer Zeit zu den schärfsten Zungen …

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Maria Leitner: „Hotel Amerika“

„Sie hat mehr von der Welt gesehen als die meisten Frauen ihrer Zeit“, schreibt Katharina Prager in ihrem lesenswerten Nachwort über die deutsche Schriftstellerin Maria Leitner (1892-1942). Maria Leitner war eine bemerkenswerte deutsche Schriftstellerin und Journalistin, die 1892 in Varaždin, Österreich-Ungarn, geboren wurde. Sie war bekannt für ihre sozialkritischen Werke und Reportagen, die sie vor …

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Christian Bommarius: „Im Rausch des Aufruhrs — Deutschland 1923“

Seit einigen Jahren lässt sich ein Sachbuch-Trend beobachten, den man „Jahrhundertbücher“ nennen könnte. Mit Sicherheit handelt es sich um keine neue Entwicklung; Bücher zu Jubiläen hat es immer gegeben: Festschriften, Jubeltexte und kritische Aufarbeitungen der Vergangenheit je nach Anlass und Absicht der Autoren. Doch „gefühlt“ hat diese Jahrestags-Literatur in den vergangenen Jahren einen besonderen Aufschwung …

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