Bianca Walther: „Die Vorkämpferinnen — Wie aus vielen Frauen eine Bewegung wurde“

Es gibt historische Daten, die im kollektiven Gedächtnis eines Landes wie plötzlich auftauchende Leuchttürme erscheinen. Der Januar 1919 gehört zu ihnen. Zum ersten Mal dürfen Frauen im Deutschen Reich wählen und gewählt werden. In vielen Darstellungen wirkt dieser Moment wie ein politischer Durchbruch, ein Ereignis, das gleichsam über Nacht eine neue Epoche eröffnet. Bianca Walther …

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Robert Mueller-Stahl: „Das Leben festhalten — Deutsch-jüdische Privatfotografie in den 1930er Jahren“

Es gibt Bücher, die einen Gegenstand untersuchen, und es gibt Bücher, die einen Blick verändern. Robert Mueller-Stahls Studie bewegt sich dabei in jenem seltenen Raum, in dem historische Forschung in Kulturphilosophie übergeht. Wenn man sich während der Lektüre das Thema vergegenwärtigt, so kann man eigentlich gar nicht anders, als diese privaten Fotografien deutsch-jüdischer Menschen auch …

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Hans Christian Hönes: „Aby Warburg — Der Mann hinter dem Mythos“

In der Regel greift man mit einer gewissen Erwartungshaltung zu einem Buch, weil man sich für seinen Inhalt interessiert. Aber es gibt auch Bücher, die einen überraschen: die man liest, weil man plötzlich begreift, dass ihr Gegenstand auf unheimliche Weise mit der eigenen Gegenwart verbunden ist. Hans Christian Hönes’ neue Biografie „Aby Warburg — Der …

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Polly Tieck: „Die Freundin meines Freundes — Feuilletons aus den 1920er Jahren“

Dieses Buch ist ein guter Beweis dafür, dass die Erforschung der Geschichte — und hierzu gehört natürlich auch die Literaturgeschichte — im Grunde nie abgeschlossen ist: Immer wieder lassen sich unerwartete Entdeckungen machen, neue Konstellationen bilden und variante Interpretationen entwickeln. Verschollen geglaubte Artefakte und sensationelle Archivfunde auf der einen Seite, neue Analysetechniken und wissenschaftliche Verfahren …

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Heinrich Mann: „Rummelplatz Berlin“

Es gehört zu den eigentümlichen Ironien der deutschen Literaturgeschichte, dass ausgerechnet der entschiedenste Kritiker des wilhelminischen Bürgertums und seiner Machtgesten jenes Milieu mit einer fast unheimlichen Intimität beschrieb, die sich nur aus Nähe speisen kann. Heinrich Mann, der ältere Bruder des kanonisch gewordenen Thomas Mann, hat Berlin nie einfach nur bewohnt; er hat sich an …

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Judith Kessler: „Kann denn Liebe Sünde sein? — Auf den Spuren des Liedtexters Bruno Balz“

Judith Kesslers Buch Kann denn Liebe Sünde sein? — Auf den Spuren des Liedtexters Bruno Balz ist mehr als eine Biografie. Es ist eine Wiederbegegnung mit einer Gestalt, die das deutsche Unterhaltungslied der 1930er und 1940er Jahre geprägt hat und zugleich zu jenen gehört, die die Geschichte in ihren Fußnoten verschluckt. Bruno Balz — der …

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Christoph Poschenrieder: „Fräulein Hedwig“

Christoph Poschenrieders neuer Roman Fräulein Hedwig ist ein stilles, aber eindringliches Buch über das Schicksal einer Frau, die zwischen Jahrhundertwende und NS-Zeit in ihrer Rolle gefangen ist — als Lehrerin, als Tochter, als psychisch fragile Einzelgängerin. Fräulein Hedwig, das war Fräulein Hedwig Poschenrieder, geboren am 3. März 1884, gestorben am 25. Juli 1944. Der Roman …

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Walter Benjamin: „Einbahnstraße“ (Faksimile-Ausgabe)

Walter Benjamins Einbahnstraße, erstmals erschienen im Jahr 1928, ist ein außergewöhnliches Werk, das sich jeder konventionellen Gattungszuordnung entzieht und bis heute als Schlüsseltext der literarischen Moderne und kritischen Theorie gilt. In seinen fragmentarisch angeordneten Prosastücken gelingt es Benjamin, Beobachtungen, Reflexionen, Aphorismen und poetische Bilder zu einem Gefüge zu verdichten, das zugleich intellektuell anspruchsvoll und literarisch …

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Hans Fallada: „Berliner Abenteuer“

Hans Fallada, der mit bürgerlichem Namen Rudolf Ditzen hieß, kam 1899 mit sechs Jahren das erste Mal nach Berlin, als sein Vater, der Richter Wilhelm Ditzen, in Berlin den Posten des Kammergerichtsrats übernahm. Die Familie lebte damals in der Schöneberger Luitpoldstraße. Der vorliegende Band aus der schönen Reihe Berliner Orte im BeBra Verlag widmet sich …

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Steffen Schroeder: „Der ewige Tanz“

Steffen Schroeders Roman Der ewige Tanz beginnt im Sommer des Jahres 1928. Anita Berber, die einst gefeierte Tänzerin und Ikone der Weimarer Republik, liegt geschwächt in einem Berliner Krankenhaus. Jetzt, wo es zu Ende geht, gezeichnet von Krankheit und den Exzessen ihrer Vergangenheit, lässt sie ihr bewegtes Leben Revue passieren. Erinnerungen an ihre Kindheit bei …

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