Gabriele von Arnim: „Abschied leben — Tagebuch eines Zeitgefühls“

Gabriele von Arnims „Abschied leben — Tagebuch eines Zeitgefühls“ ist ein Buch, das sich nur vordergründig an der Form des Tagebuchs orientiert. Zwar folgt es einem Jahr im Leben der Autorin, doch dieses Jahr wird nicht als fortlaufende Geschichte erzählt, sondern als eine Abfolge von tastenden Annäherungen an das, was Leben nach tiefgreifenden Verlusten bedeuten …

Continue reading ‘Gabriele von Arnim: „Abschied leben — Tagebuch eines Zeitgefühls“’ »

Steffen Kopetzky: „Die Harzreise — Eine Deutschlanderkundung“

„Die Harzreise“. Wer während der Schulzeit ein Mindestmaß an literarischer Bildung genossen hat, wird sogleich an Heinrich Heine denken. Doch der Untertitel macht den Unterschied und weist den Weg: Der volle Titel „Die Harzreise — Eine Deutschlanderkundung“ signalisiert ein doppeltes Spiel: eine Bewegung durch Raum und Zeit, durch Landschaft und Literaturgeschichte. Steffen Kopetzky folgt den …

Continue reading ‘Steffen Kopetzky: „Die Harzreise — Eine Deutschlanderkundung“’ »

Erich Kästner: „Das Blaue Buch — Geheimes Kriegstagebuch 1941 – 1945“

Ab 1933 gehörte Erich Kästner nicht zu den verbotenen Schriftstellern; aber sein Antrag auf Aufnahme in die Schrifttumskammer wurde abgelehnt, und fortan durfte er in Deutschland keine Bücher mehr veröffentlichen. Er tat es aber doch — mit Pseudonym oder unter dem Namen von Freunden. Auch als seine Bücher auf die Scheiterhaufen der Bücherverbrennungen geworfen wurden, …

Continue reading ‘Erich Kästner: „Das Blaue Buch — Geheimes Kriegstagebuch 1941 – 1945“’ »

Lisbeth Exner, Herbert Kapfer (Hg.): „Verborgene Chronik 1915–1918“

Es ist ein verstörendes Dokument der Zeitgeschichte, das uns den Wahnsinn des Krieges in all seinen Facetten präsentiert wie durch die Polyphonie eines vielstimmigen griechischen Chores. Die Tagebuchaufzeichnungen von 111 Zeitzeugen des Ersten Weltkriegs mit insgesamt 1.509 Einträgen lassen keinen Leser kalt. Diese unmittelbaren Zeugnisse des Erlebten, Gesehenen und Erlittenen konfrontieren den Leser aus erster …

Continue reading ‘Lisbeth Exner, Herbert Kapfer (Hg.): „Verborgene Chronik 1915–1918“’ »

Erich Kästner: „Notabene 45 – Ein Tagebuch“

Erich Kästner ist bekannt für seine spitze Zunge und seinen lakonischen Humor. Beides lässt er nicht nur in seinen zahlreichen Romanen, Erzählungen und Gedichten aufblitzen, sondern auch in seinen Tagebuchaufzeichnungen. Als einer, der dageblieben ist, als der Terror des Dritten Reiches die halbe Welt verwüstete, hat er in kleinen unauffälligen Kladden fleißig notiert, was er …

Continue reading ‘Erich Kästner: „Notabene 45 – Ein Tagebuch“’ »

Die Eroberung des Südpols in der „Edition Erdmann“

Der Kampf um den ersten Platz war ein Kampf im ewigen Eis. Es war vor allem der Kampf zweier Männer, die für ihre Nationen den Sieg erringen wollten und den Ruhm, als Erster den Südpol erobert zu haben. Der Norweger Roald Amundsen und der Brite Robert Falcon Scott brachen fast gleichzeitig auf, um den Südpol …

Continue reading ‘Die Eroberung des Südpols in der „Edition Erdmann“’ »

Wolf-Rüdiger Osburg: „Hineingeworfen – Der Erste Weltkrieg in den Erinnerungen seiner Teilnehmer“

Der Zweite Weltkrieg forderte zwischen 55 und 60 Millionen Menschenleben, der Erste Weltkrieg „nur“ 17 Millionen. Und im Vergleich zum Zweiten Weltkrieg scheint der Erste Weltkrieg als der kleine Bruder und als weniger grausam. Aber kann man Grausamkeit überhaupt steigern? Genau betrachtet, ist der Erste Weltkrieg für die Opfer vielleicht sogar noch grauenhafter gewesen als …

Continue reading ‘Wolf-Rüdiger Osburg: „Hineingeworfen – Der Erste Weltkrieg in den Erinnerungen seiner Teilnehmer“’ »