Jo Failer: „Ich denk nicht dran — Ein Vermächtnis zu Lebzeiten“

Manche Bücher kann man nicht einfach nur lesen, sondern man muss sie betreten — wie ein Raum, dessen Wände sich langsam verschieben, während man noch versucht, die Tür hinter sich zu schließen. Jo Failers „Ich denk nicht dran — Ein Vermächtnis zu Lebzeiten“ gehört zu diesen seltenen, verstörend stillen und zugleich eigentümlich hellen Texten, die …

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Christoph Ribbat: „In den Tag — Eine kurze Geschichte des Aufwachens“

Wenn das Buch „In den Tag — Eine kurze Geschichte des Aufwachens“ des Literatur- und Kulturwissenschaftlers Christoph Ribbat in diesen Tagen erscheint, ist das Aufwachen längst kein unschuldiger biologischer Vorgang mehr. Der Morgen hat sich in einen umkämpften sozialen Raum verwandelt: zwischen Smartphone-Alarm und Selbstoptimierungsratgeber, zwischen Frühschicht und „Miracle Morning“, zwischen Erschöpfung und Leistungsversprechen. Der …

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Walter Ruprechter: „Vom Hausen und Wohnen — In Zwischenräumen daheim“

Walter Ruprechters Buch über das Hausen und Wohnen betritt ein Terrain, das auf den ersten Blick vertraut wirkt und sich doch rasch als überraschend unwegsam erweist. Wer hier einen Ratgeber für bessere Grundrisse, nachhaltige Baumaterialien oder zeitgemäße Wohnmodelle erwartet, wird schnell eines Besseren belehrt. Ruprechter interessiert sich nicht für das Wohnen als Problem technischer Optimierung, …

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Ulrike Gastmann: „Lessons for Life — 99 Menschen, die dein Leben besser machen“

Ulrike Gastmanns Lessons for Life liest sich wie ein Rendezvous mit neunundneunzig klugen Stimmen. Der Band versammelt kurze Porträts von Künstlern, Sportlern und Denkern – von Patti Smith über Roger Federer bis Jane Goddall — und destilliert aus jedem Leben eine Lektion. Heraus kommt kein Ratgeber im üblichen Sinn, sondern ein fein komponiertes Kompendium von …

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Harald Welzer: „Das Haus der Gefühle — Warum Zukunft Herkunft braucht“

Welzers neues Werk Das Haus der Gefühle — Warum Zukunft Herkunft braucht ist in vielerlei Hinsicht eine Fortsetzung und zugleich eine Korrektur seines bisherigen Denkens. Es ist ein Buch, das nicht nur gelesen, sondern erlebt werden möchte, weil es immer wieder die Grenzen zwischen persönlicher Erinnerung, soziologischer Analyse und politischer Diagnose überschreitet. Schon der Titel …

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Brianna Wiest: „The Life that´s waiting – Befreie Dich von negativen Gedanken und finde Deinen Weg“

Am Anfang braucht es die Stille, den Moment wenigstens vorübergehender Absonderung und des Rückzugs aus dem Lärm unserer hektischen Gegenwart. Erst in dieser Stille können wir die leise Stimme in unserem Innern wieder hören. Es ist jene Stimme, die uns aus der Tiefe unserer unbewussten Grübeleien entgegenhallt – The Life That’s Waiting – Befreie dich …

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Juri Felsen: „Getäuscht“

Juri Felsen, geboren 1894 in Sankt Petersburg als Nikolai Freudenstein, war ein russischer Schriftsteller, dessen literarisches Schaffen lange Zeit in Vergessenheit geraten war. Erst in den letzten Jahren wurde sein Werk wiederentdeckt und gewürdigt. Nach der Russischen Revolution emigrierte er 1921 nach Europa und ließ sich 1923 in Paris nieder. Dort etablierte er sich als …

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Nina Kunz: „Ich denk, ich denk zu viel“

Welches Ziel verfolgt eine Autorin? Was soll ihr Text bewirken? Soll er überhaupt etwas bewirken? Soll er unterhalten, informieren, einen Standpunkt signalisieren, eine Meinung vertreten? Alles zusammen oder nur das eine oder das andere? Ein Essay ist ein Versuch, sich selbst schreibend zu entdecken und die eigene Haltung gegenüber einem Thema zu formulieren. Man (und …

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Jörg-Dieter Kogel: „Im Land der Träume – Mit Sigmund Freud in Italien“

Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse, hatte eine besondere Beziehung zu Italien, die sowohl seine persönliche als auch seine berufliche Entwicklung tiefgreifend beeinflusste. Diese Beziehung manifestierte sich in seinen zahlreichen Reisen nach Italien, seiner Leidenschaft für die antike Kunst und Kultur des Landes sowie seiner engen Verbindung zu italienischen Kollegen und der psychoanalytischen Gemeinschaft in …

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Alain de Botton, John Armstrong: „Wie Kunst Ihr Leben verändern kann“

Für Immanuel Kant war ein Kunstwerk etwas, an dem wir uns erfreuen und ihm mit einem „interesselosen Wohlgefallen“ begegnen. Doch Alain de Botton ist das zu wenig. Was wäre, wenn Kunst eine therapeutische Funktion hätte und das Potenzial, unser Leben zu verändern? Botton möchte der Kunst gerne wieder eine Funktion geben. Ganz in der englischen …

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