Shelly Kupferberg: „Stunden wie Tage“

Die Erinnerung an die nationalsozialistische Vergangenheit hat in der deutschen Literatur viele Formen gefunden. Sie hat sich in Familienromanen artikuliert, in Dokumentationen, in literarischen Rekonstruktionen und in Erzählungen über die zweite und dritte Generation nach der Shoah. Mit „Stunden wie Tage“ wählt Shelly Kupferberg einen Weg, der weder die großen historischen Linien noch die spektakuläre …

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Götz Aly: „Unser Nationalsozialismus — Reden in der deutschen Gegenwart“

Es gibt in der zeitgenössischen Geschichtswissenschaft eine eigentümliche Form der Erstarrung, die sich umso verlässlicher einstellt, je monumentaler der Gegenstand wird, dem sie sich widmet. Wenn das Grauen der deutschen Jahre zwischen 1933 und 1945 verhandelt wird, betreten die Akteure zumeist ein gut ausgeleuchtetes Gehäuse des Konsenses, in dem die moralischen Koordinaten so fest verankert …

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Christoph Poschenrieder: „Fräulein Hedwig“

Christoph Poschenrieders neuer Roman Fräulein Hedwig ist ein stilles, aber eindringliches Buch über das Schicksal einer Frau, die zwischen Jahrhundertwende und NS-Zeit in ihrer Rolle gefangen ist — als Lehrerin, als Tochter, als psychisch fragile Einzelgängerin. Fräulein Hedwig, das war Fräulein Hedwig Poschenrieder, geboren am 3. März 1884, gestorben am 25. Juli 1944. Der Roman …

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Andreas Hoffmann: „Versteckt in Berlin — An geheimen Orten der Hauptstadt“

In einer großen Stadt kann man sich immer besser verstecken als auf dem Land. Während die ländliche Nachbarschaft in der Regel ganz genau weiß, wer wo mit wem und warum zusammenlebt, bietet die Großstadt eine Vielzahl von versteckten Winkeln, ungenutzten und leerstehenden Räumen und Brachflächen, die sich als Unterschlupf eignen. Wo könnte man also in …

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