Dietmar Pieper: „Trümmertänze — Deutschland 1946-1955“

Mit „Trümmertänze — Deutschland 1946–1955“ entscheidet sich Dietmar Pieper bewusst gegen jene Erzählung, die die deutsche Nachkriegszeit lediglich als Vorgeschichte des Wirtschaftswunders oder als moralische Bilanz von Schuld und Neubeginn betrachtet. Stattdessen beschreibt er ein Jahrzehnt voller Widersprüche: eine Zeit zwischen Zerstörung und Aufbruch, Hunger und Lebenslust, politischer Neuordnung und persönlicher Orientierungslosigkeit. Bereits der Titel …

Continue reading ‘Dietmar Pieper: „Trümmertänze — Deutschland 1946-1955“’ »

Wolfgang Brenner: „Zwischen Ende und Anfang — Nachkriegsjahre in Deutschland“

Die Älteren unter uns haben vielleicht noch von ihren Eltern, die Jüngeren von den Großeltern erzählt bekommen, wie das damals so war: nach Kriegsende und in den ersten Jahren, bevor sich 1949 die beiden deutschen Teilstaaten gründeten. Doch was in diesen Erzählungen an uns Nachgeborene weitergegeben wurde, sind oft schiefe Bilder, die aus den eigenen …

Continue reading ‘Wolfgang Brenner: „Zwischen Ende und Anfang — Nachkriegsjahre in Deutschland“’ »

Friederike Wißmann: „Hanns Eisler – Komponist. Weltbürger. Revolutionär.“

Johannes Eisler kam als Sohn eines Philosophen und einer Fleischerstochter am 6. Juli 1898 in Leipzig zur Welt. Während er Vater Rudolf mit jenem dem Zeitgeschmack entsprechenden Abstand ehrte, stilisierte er zeitlebens die Mutter zur Arbeiterin hoch. Seine Kindheit verbrachte Eisler in Wien. Schon bald erkannten die Eltern seine musikalischen Neigungen und förderten sie. Sein …

Continue reading ‘Friederike Wißmann: „Hanns Eisler – Komponist. Weltbürger. Revolutionär.“’ »