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Rezensionen von Büchern aus den Kultur- und Geisteswissenschaften

Andreas Blödorn, Christof Hamann, Christoph Jürgensen (Hg.): „Erzählte Moderne — Fiktionale Welten in den 1920er Jahren“

Unser Blick auf die Welt wird geprägt durch die Geschichten, die wir uns über sie erzählen. Wer wüsste dies besser als wir, die wir in einer Zeit der Medien leben, in der Fernsehen, Internet und soziale Medien die Deutungshoheit über unsere Weltsicht haben. In der Zeit um 1900 kam diese Deutungshoheit dem geschriebenen Wort zu […]

Hanns-Josef Ortheil: „Mit dem Schreiben anfangen — Fingerübungen des Kreativen Schreibens“

Was für ein schönes und inspirierendes Arbeitsbuch! Ohne Schnickschnack und langes Um-den-heißen-Brei-Herumreden gibt Hanns-Josef Ortheil Tipps aus der Schreibpraxis und zeigt dem schriftstellerischen Aspiranten, was beim Schreiben wirklich wichtig ist, worauf es ankommt — und worauf eben gerade nicht. Manchmal sind es die kleinen und unscheinbaren Dinge, die genauso wichtig sind wie das große Ganze: […]

Marie Luise Knott: „Dazwischenzeiten — 1930. Wege in der Erschöpfung der Moderne“

Das Jahr 1930 war der Anfang vom Ende der Weimarer Republik, jenes vielleicht aufgrund seiner Rahmenbedingungen von Beginn an zum Scheitern verurteilten Versuches einer ersten demokratischen und parlamentarischen Gesellschaftsordnung auf deutschem Boden. Man muss den Titel genau lesen: Knott spricht nicht von Wegen in die Erschöpfung, sondern von Wegen in der Erschöpfung. Die Erschöpfung ist […]

Henry Hitchings (Hg.): „Die Welt in Seiten — Liebeserklärungen an Buchhandlungen“

Wenn Sie diese Zeilen lesen, ist es nicht unwahrscheinlich, dass Sie eine gewisse Affinität zu geschriebenen Texten haben; und es ist ebenso nicht unwahrscheinlich, dass Sie sich in der Nähe von Büchern wohlfühlen. Viele von uns mögen Bücher, ja, lieben sie sogar und können gar nicht genug von ihnen haben. Je mehr Bücher einen umgeben, […]

Erdmut Wizisla (Hg.): „Benjamin und Brecht — Denken in Extremen“

Es gibt Freundschaften, vor allem zwischen Künstlern und Intellektuellen, die nicht allein im vertraulichen und intimen Umgang miteinander ihren Sinn finden, sondern darüber hinaus auch das intellektuelle Gespräch, ja, die Konfrontation suchen — um der Sache willen und nicht aus persönlichen Motiven der gegenseitigen Anerkennung heraus. Eine solche Freundschaft muss es zwischen Walter Benjamin und […]

Thomas Hettche: „Unsere leeren Herzen — Über Literatur“

Dieses Buch wirkt seltsam aus der Zeit gefallen. Das ist bitteschön als ein großes Lob zu verstehen! Denn die hierin versammelten Texte sind in der Lage, den Leser mit einem neuen Blick auszurüsten, wenn es um die Beschäftigung mit Literatur geht. Doch worum geht es eigentlich in diesem Buch? Thomas Hettches Essays über Literatur sind […]

Sandra Richter: „Eine Weltgeschichte der deutschsprachigen Literatur“

Ein wichtiger Hinweis vorab: Bevor Sie dieses Buch aufschlagen und darin blättern, sollten Sie den Schutzumschlag entfernen, denn er ist irreführend. Es tut mir leid, das sagen zu müssen, aber die Illustrationen dieser Weltgeschichte der deutschsprachigen Literatur haben das Potenzial, die Einzigartigkeit und Qualität dieser Monographie zu verschleiern. Wie zu einem gemeinsamen Fototermin haben sich […]

Giorgio van Straten: „Das Buch der verlorenen Bücher – Acht Meisterwerke und die Geschichte ihres Verschwindens“

Der italienische Literaturwissenschaftler Giorgio van Straten hat sich auf eine Spurensuche begeben. Er hat über die Jahre ein Faible für verschwundene Bücher, verschollene Texte und vernichtete Manuskripte entwickelt und versucht, anhand von mitunter kleinsten hinweisen, die Geschichten dahinter aufzudecken. Was war wirklich in Walter Benjamins schwarzer Ledertasche, als er 1940 auf der Flucht in den […]

Olga Mannheimer (Hg.): „Blau Weiß Rot — Frankreich erzählt“

Mit der Wahl von Emmanuel Macron zum neuen französischen Präsidenten im Sommer 2017 wurde das Schlimmste verhindert und das Zweitschlimmste Realität. Die Wahlschlappe von Marine Le Pen ist weder Anlass zur Schadenfreude noch ein Grund für Entwarnung. Frankreich ist im europäischen Vergleich zum Trendsetter einer neuen Politik geworden, einer Politik jenseits und nach dem Niedergang […]

Ursula Krechel: „Stark und leise — Pionierinnen“

Starke und leise Frauen sind in wunderschönen Portraits in diesem bei btb erschienenen Taschenbuch versammelt. Verfasst wurden sie über viele Jahre und zu verschiedenen Anlässen von der bekannten Germanistin Ursula Krechel. Ursula Krechel wurde 1947 in Trier geboren, studierte Germanistik, Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte, lehrte an verschiedenen Universitäten und lebt heute als Lyrikerin und Schriftstellerin in […]

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