Hans Christian Hönes: „Aby Warburg — Der Mann hinter dem Mythos“

In der Regel greift man mit einer gewissen Erwartungshaltung zu einem Buch, weil man sich für seinen Inhalt interessiert. Aber es gibt auch Bücher, die einen überraschen: die man liest, weil man plötzlich begreift, dass ihr Gegenstand auf unheimliche Weise mit der eigenen Gegenwart verbunden ist. Hans Christian Hönes’ neue Biografie „Aby Warburg — Der …

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Wolfgang Ullrich: „Memokratie — Soziale Medien und autoritäre Bildpolitik“

Wissenschaft ist mitunter ein hartes Geschäft. In manchen Disziplinen muss sich der Forschende mit Inhalten auseinandersetzen, die schwer zu ertragen sind. Umso größer ist die Bewunderung für jene Forschenden, die sich auf der Suche nach Erkenntnis ganz bewusst in jene Gefahrenzonen geistiger Umnachtung, bösartiger Absichten und des gemeingefährlichen Schwachsinns begeben. Die neuen Formen der autoritären …

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Hasso Spode: „Traum Zeit Reise — Eine Geschichte des Tourismus“

Der Begriff „Tourismus“ entstammt dem französischen Wort tour, das wiederum aus dem lateinischen tornare – „drehen“ – abgeleitet ist. Es beschreibt sinnbildlich eine Bewegung, die irgendwann wieder zum Ausgangspunkt zurückkehrt. Heute verbinden wir mit Tourismus meist Urlaubsreisen, Erholung und Mobilität. Doch der Weg dorthin war lang, geprägt von politischen, technischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen. Die …

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Eva Koczisky: „Der Schlaf in Kunst und Literatur – Konzepte im Wandel von der Antike zur Moderne“

Was passiert eigentlich, wenn wir schlafen? Schlafen bedeutet, in eine Traumwelt abzutauchen, die Kontrolle zu verlieren, sich den „dunklen Mächten“ in uns oder um uns herum auszuliefern. Manchmal genießen wir es, manchmal haben wir Angst davor. Doch niemals haben wir eine Wahl: Wir müssen schlafen. Der Schlaf hat die Menschen schon immer fasziniert. Er öffnet …

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Karlheinz Stierle: „Text als Handlung“

Karlheinz Stierle versteht sein Werk als die Grundlegung einer systematischen Literaturwissenschaft, die vor allem auf Max Webers Handlungstheorie fundiert. Stierles Buch erschien erstmals 1975 – in einer Zeit also, als sich die Performativität der Sprache einer besonderen Aufmerksamkeit der Literaturwissenschaftler erfreute: John Austins „How to Do Things with Words“ (1962), das Hauptwerk seiner „Sprechakttheorie“, war …

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Andreas Dorschel: „Ideengeschichte“

Vom italienischen Professor der Rhetorik Giambattista Vico (1668-1744) stammt der folgende Satz: „Ideengeschichte beginnt nicht erst, wenn die Menschen von Ideen reden. Denn von Ideen reden sie erst, sobald sie darüber nachzudenken anfangen, was es heißt, Ideen zu haben – das heißt: etwas zu meinen, zu glauben oder zu wissen. Menschen haben aber Ideen, lange …

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Markus Fauser: „Einführung in die Kulturwissenschaft“

Seit mehr als dreißig Jahren haben sich die Literaturwissenschaftler in den Haaren und bewerfen sich gegenseitig mit Methoden und Theorien. Wie wer wann was wozu und unter welchen kulturellen Rahmenbedingungen geschrieben, gelesen und gar beides hat, wird spätestens seitdem unter dem Begriff „Kulturwissenschaft“ zu einem akademischen Forschungsbereich gemacht. Was aber ist Kulturwissenschaft oder gibt es …

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