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Rezensionen von Büchern aus den Kultur- und Geisteswissenschaften

Annette Seemann: „Weimar – Eine Kulturgeschichte“

Die Geschichte beginnt vor etwa 230.000 Jahren, als sich einige Jäger und Sammler unter günstigen klimatischen Bedingungen im Zentrum des Thüringer Beckens ansiedelten und ihren Beschäftigungen nachgingen. Doch bis zur Gründung der Stadt Weimar und ihrer ersten urkundlichen Erwähnung sollten noch einige Hunderttausend Jahre vergehen. Im Jahr 1249 war es endlich so weit: Die älteste […]

Keith Christiansen, Stefan Weppelmann (Hg.): „Gesichter der Renaissance – Meisterwerke italienischer Portrait-Kunst“

Die Berliner Ausstellung „Gesichter der Renaissance“ ist vorbei. Über 250.000 Besucher haben die Ausstellung am Bode-Museum auf der Museumsinsel besucht. Nun wandert die Ausstellung ins New Yorker Metropolitain Museum of Art. Wer die Berliner Ausstellung verpasst hat, kann sich die Gemälde zwar nicht mehr in Originalgröße anschauen, wird jedoch mit einem hervorragend gemachten und mit […]

Konstantin Richter: „Kafka war jung und er brauchte das Geld“

Wenn alles nichts hilft, wird man eben Künstler. In Kafkas Fall Schriftsteller. Sein Job bei der „Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt für das Königreich Böhmen“ (AUVA) in Prag war so langweilig, wie der Name dieser Versicherung klingt, und so war es nur eine Frage der Zeit, bis seine Gedanken Flügel bekamen und Kafka von seinem Schreibtisch in die fantastischen […]

Andreas Dorschel: „Ideengeschichte“

Vom italienischen Professor der Rhetorik Giambattista Vico (1668-1744) stammt der folgende Satz: „Ideengeschichte beginnt nicht erst, wenn die Menschen von Ideen reden. Denn von Ideen reden sie erst, sobald sie darüber nachzudenken anfangen, was es heißt, Ideen zu haben – das heißt: etwas zu meinen, zu glauben oder zu wissen. Menschen haben aber Ideen, lange […]

Ines Geipel, Andreas Petersen: „Black Box DDR – Unerzählte Leben unterm SED-Regime“

Dieses Buch schließt eine Lücke. Es gibt mittlerweile bergeweise Sachbücher, die sich mit der systematischen Unterdrückung und dem vom Staat ausgehenden Unrecht in dem „ersten sozialistischen Staat auf deutschem Boden“ beschäftigen. Mindestens ebenso hoch ist der Bücherberg mit belletristischer Literatur mit autobiografischen und fiktiven Geschichten über die Befindlichkeit der DDR-Bürger, über das Leben in der […]

Michael Kimmelman: „Alles für die Kunst“

Kunst ist die zweitschönste Nebensache des Lebens. Kunst bereichert unser Leben und ist als integraler Bestandteil unserer Kultur gleichzeitig Ausdruck der Kreativität und Konsumprodukt. Was aber geschieht, wenn Kunst entsteht? Wer entscheidet darüber, was Kunst ist und was nicht? – Frage, die immer wieder gestellt und nur selten beantwortet werden. Michael Kimmelman ist geboren in […]

Richard Fasten: „Das Lexikon des verbotenen Wissens“

Richard Fasten schreibt Krimis, arbeitet für radioeins und den rbb und hat bereits einige witzige Bücher wie „Von Klettverschluss bis G-Punkt – Das Lexikon der großen Entdeckungen“ und andere Bücher mit schrulligen Titeln geschrieben. – Nun also geht es ans Eingemachte: ein Lexikon des verbotenen Wissens. Doch wer verbietet hier eigentlich wem, was zu wissen? […]

Norman Davies, Roger Moorhouse: „Breslau – Die Blume Europas“

Ein dickes Buch über Breslau. 700 Seiten über die Geschichte einer europäischen Stadt. Auf tausend wechselvolle Jahre blickt die Stadt an der Oder zurück. Als Metropole zwischen Preußen, Böhmen, Österreich und Polen fegten über Breslau immer wieder die Stürme der Geschichte hinweg. Wrotizla – Wretslaw – Presslaw – Bresslau – Breslau – Wroclaw: Immer ist […]

Alexander Waugh: „Das Haus Wittgenstein“

Alexander Waugh hat eine Biografie der Familie Wittgenstein verfasst – ein fulminantes Werk von über 440 Seiten. Es ist die „Geschichte einer ungewöhnlichen Familie“, wie es auch im Untertitel heißt. Und in der Tat: Die Wittgensteins sind eine sehr ungewöhnliche Familie gewesen. Vater Karl hatte es als Stahlmagnat zu großem Vermögen gebracht. Im familiären Bereich […]

David Browne: „Goodbye 20th Century – Die Geschichte von Sonic Youth“

Die Musik von Sonic Youth ist komplex. Sehr komplex. Sie ist das Ergebnis eines permanenten Auslotens und Überschreitens musikalischer Grenzen. Sonic Youth arbeitet mit dissonanten Klängen und kombiniert sie mit harmonischen Grundmustern. Das ist als Beschreibung dieses eigenen Universums viel zu kurz gegriffen und unvollständig. Man muss die Musik hören, um sie zu verstehen, und […]

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