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Rezensionen von Büchern aus den Kultur- und Geisteswissenschaften

Thomas S. Eberle (Hg.): „Fotografie und Gesellschaft — Phänomenologische und wissenssoziologische Perspektiven“

„Die Fotografie ist in geradezu rasantem Tempo allgegenwärtig geworden.“ Überall begegnen uns Fotos: „auf Plakaten, in Zeitungen und Illustrierten, auf dem Computer, auf Tablets und Smartphones. Sowohl der öffentliche als auch der private Bereich sind von Fotos durchsetzt, und seit der Verbreitung von Kino, Fernsehen und elektronischen Geräten zunehmend auch von bewegten Bildern, also von […]

Bruno Preisendörfer: „Die Verwandlung der Dinge — Eine Zeitreise von 1950 bis morgen“

Jede technische Entwicklung führt auch zu einer Anpassung der mit der Technik verbundenen Kulturtechniken. Mit jeder Weiterentwicklung ist in der Regel auch die Aufgabe veralteter Technik verbunden und mit ihr die Aufgabe der entsprechenden Kulturtechniken. Mit dem Verschwinden der Kassetten verschwand auch die Terminologie des Spulens und des Aufnehmens. Was auf den ersten Blick vielleicht […]

Maurizio Bettini: „Wurzeln — Die trügerischen Mythen der Identität“

Nichts ist so „präsent, ja so symptomatisch für die heutige Zeit wie die ‚kulturellen Wurzeln‘. Und sie werden je nach Bedarf und Opportunität ausgewählt und dekliniert.“ Dies ist das Resümee eines kleinen Büchleins zum Thema Wurzeln, das im Verlag Antje Kunstmann erschienen ist. Was damit gemeint ist, soll im Folgenden erklärt werden. Maurizio Bettini ist […]

Marie Luise Knott: „Dazwischenzeiten — 1930. Wege in der Erschöpfung der Moderne“

Das Jahr 1930 war der Anfang vom Ende der Weimarer Republik, jenes vielleicht aufgrund seiner Rahmenbedingungen von Beginn an zum Scheitern verurteilten Versuches einer ersten demokratischen und parlamentarischen Gesellschaftsordnung auf deutschem Boden. Man muss den Titel genau lesen: Knott spricht nicht von Wegen in die Erschöpfung, sondern von Wegen in der Erschöpfung. Die Erschöpfung ist […]

Oskar Aichinger: „Ich bleib in der Stadt und verreise — Vom Gehen und Verweilen in Wien“

Der Musiker Oskar Aichinger ist kein gebürtiger Wiener, aber er lebt schon seit vielen Jahren in der österreichischen Hauptstadt. Jetzt ist sein Buch mit Spaziergängen durch das heutige Wien im Picus-Verlag erschienen. Es gäbe kaum einen besseren Verlag für seine Veröffentlichung als diesen Verlag, zu dessen Schwerpunkten und Spezialitäten die Reiseliteratur zählt. Man kennt vor […]

Alfred Kerr: „Was ist der Mensch in Berlin? — Briefe eines europäischen Flaneurs“

Schon als der junge Alfred Kerr 1886 in Breslau sein Abitur machte, war er bereits von der aufstrebenden Hauptstadt an der Spree in den Bann gezogen. Breslau war Provinz, trotz seiner immerhin 300.000 Einwohner, aber was war das schon im Vergleich zu den 1,3 Millionen, die damals schon in Berlin lebten?! Knapp acht Jahre später […]

Philipp Ther: „Die Außenseiter — Flucht, Flüchtlinge und Integration im modernen Europa“

Die Flüchtlingskrise, die Flüchtlingswelle, der ungebremste Zustrom von Ausländern, die unser Land mit fremden Einflüssen konfrontieren, die Zuwanderung, Umvolkung usw. — All diese pejorativen Wortschöpfungen und abwertenden Beschreibungen eines vermeintlich ungesteuerten und überwältigenden Prozesses verfolgen nur ein einziges Ziel: das Schüren von Ängsten. Wer bislang glaubte, dass Migration ein vergleichsweise junges Phänomen und dass sie […]

Axel Hacke: „Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen“

Der Titel klingt sperrig und erinnert ein wenig an barocke Literatur. Oder an Handke. Aber egal. Axel Hacke ist seit vielen Jahren als Kolumnist für die Süddeutsche Zeitung und als freilaufender Schriftsteller tätig. Jüngst veröffentlichte er sein umfangreiches Kolumnistisches Manifest, das hier auch schon besprochen wurde. Mit diesem Buch hat es etwas Seltsames auf sich. […]

Olga Mannheimer (Hg.): „Blau Weiß Rot — Frankreich erzählt“

Mit der Wahl von Emmanuel Macron zum neuen französischen Präsidenten im Sommer 2017 wurde das Schlimmste verhindert und das Zweitschlimmste Realität. Die Wahlschlappe von Marine Le Pen ist weder Anlass zur Schadenfreude noch ein Grund für Entwarnung. Frankreich ist im europäischen Vergleich zum Trendsetter einer neuen Politik geworden, einer Politik jenseits und nach dem Niedergang […]

Gert Scobel: „Der fliegende Teppich — Eine Diagnose der Moderne“

Es macht keinen Sinn, weiter um den heißen Brei herumzuschleichen: Wir bewegen uns auf unsicherem Terrain. Wir haben den festen Boden unter unseren Füßen längst gegen einen fliegenden Teppich eingetauscht, meint Gert Scobel in seinem vorliegenden Buch mit dem gleichlautenden Titel. Teppich wäre ja noch okay, aber muss es denn gleich ein fliegender Teppich sein?! […]

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