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Rezensionen von Büchern aus den Kultur- und Geisteswissenschaften

Christian Koch und Axel Krohn: „Hä? — Die schönsten unübersetzbaren Wörter der Welt … und andere Sprachkuriositäten“

Dieses Buch wird unter Wert verkauft — in jeder Hinsicht. Die Aufmachung lässt nicht viel erwarten, der Preis ist niedrig und die Beschreibung reizt auch nicht wirklich, viel Zeit zu investieren. Mein Glück — auch deshalb durfte ich es rezensieren. Der bemüht spaßige Klappentext, welcher in den Klamauk abrutscht, erzählt von sogenannten „Sprachpannen“. Jede Sprache […]

Péter Nádas: „Leni weint — Essays“

Kann ein Buch ein Haus sein? Wie ein Haus, in dem man über das Treppenhaus in die verschiedenen Stockwerke wandert, dort in die Wohnungen eintritt und von einer jeweils anderen Atmosphäre umfangen wird, gleichzeitig sich aber in diesem großen Haus weiß, das eine angenehme, ja gediegene Grundstimmung ausstrahlt und in dem man sich geborgen fühlt? […]

Peter Neumann: „Jena 1800 — Die Republik der freien Geister“

Der Schriftsteller und Philosoph Peter Neumann hat ein Buch über die Epochenwende um 1800 geschrieben. Es geht um den Höhepunkt jener von dem Historiker Reinhart Koselleck als „Sattelzeit“ beschriebenen Phase der deutschen und europäischen Kulturgeschichte. Über jene kulturelle Umbruchphase sind viele schlaue Bücher geschrieben worden, doch Neumanns Buch sticht aus der Vielzahl der Publikationen hervor, […]

David Foster Wallace: „Der Spaß an der Sache — Alle Essays“

David Foster Wallace gilt zurecht als einer der wichtigsten Vertreter der amerikanischen Gegenwartsliteratur. Seine Romane „Unendlicher Spaß“ oder „Der bleiche König“ sowie seine zahlreichen Essays gehören zum Besten, was Amerika in Sachen Literatur und Geist zu bieten hat. Umso trauriger ist die Tatsache, dass durch seinen Freitod diese Stimme schon so früh und für immer […]

Alessandro Baricco: „Die Barbaren — Über die Mutation der Kultur“

Der bekannte italienische Schriftsteller und Philosoph Alessandro Baricco hat bereits 2006 einen Essay über den fundamentalen Wandlungsprozess unserer Kultur geschrieben, der jetzt endlich (nach 12 Jahren!) in deutscher Übersetzung erscheint. Zunächst dachte der Autor an den Titel „Die Mutation“, doch nun heißt das Buch „Die Barbaren — Über die Mutation der Kultur“. Aber ist es […]

Katharina Fink, Nadine Siegert (Hg.): „Lieblingsstücke — 36 Objekte des Monats“

Das Iwalewahaus ist eine Institution der Universität Bayreuth. Es wurde bereits 1981 gegründet und versteht sich als ein Haus für Kunst und Wissenschaft sowie als ein interaktives Museum, als Raum der Begegnung mit Werken und Künstler_innen. Der Schwerpunkt liegt auf moderner und zeitgenössischer Kunst aus dem Afrikaraum, aber auch Kunst aus dem asiatischen und pazifischen […]

Aladin El-Mafaalani: „Das Integrations-Paradox — Warum gelungene Integration zu mehr Konflikten führt“

„Unsere Gesellschaft ist gespalten und die Welt ist aus den Fugen geraten — über diese Feststellung herrscht fast Einigkeit.“ Aber ist das wirklich so? Oder machen wir uns vielleicht nur etwas vor — oder schlimmer: Wird uns vielleicht nur etwas vorgemacht? Der deutsche Soziologe Aladin El-Mafaalani wagt in seinem aktuellen Buch eine andere These. Er […]

Thomas Bauer: „Die Vereindeutigung der Welt — Über den Verlust an Mehrdeutigkeit und Vielfalt“

Fragt man die Leute auf der Straße, so würde die große Mehrheit, unabhängig davon, ob sie dies gutheißen würde oder nicht, der Ansicht sein, dass wir in einer liberalen, multikulturell gewachsenen und offenen Gesellschaft lebten. Doch stimmt das wirklich? Wird unsere Welt wirklich immer bunter, komplexer und vielfältiger? Oder erleben wir nicht eher genau die […]

Umberto Eco: „Pape Satàn — Chroniken einer flüssigen Gesellschaft oder Die Kunst, die Welt zu verstehen“

Seit 1985 schrieb Umberto Eco für das römische Nachrichtenmagazin L´Espresso eine Kolumne mit dem Titel „La Bustina di Minerva“ (Die Büste der Minerva). Diese knappen Notizen zum Zeitgeschehen waren meist so kurz, dass sie, wie Umberto Eco bereits in der ersten Kolumne schriebe, auf die Fläche eines ausgeklappten Streichholzbriefchens passten. Deshalb wurden jene Zeitkommentare im […]

Mirko Moritz Kraetsch: „Berlin — Abseits der Pfade — Band 1 und 2“

Als gebürtiger Berliner meint man, seine Stadt zu kennen. Wahrscheinlich geht das nicht nur einem Berliner so, sondern jedem, der einen Reiseführer über seine Heimatstadt vor sich liegen hat. Aber den Berliner zwickt das ganz besonders. Schließlich ist es doch seine Stadt, diese wunderbare Stadt, die sich schon immer selbst so gerne als „Weltstadt“ bezeichnet […]

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