Andrea Gnam: „Bilder und Wörter — Kleine Kulturgeschichte einer brillanten Allianz“

Andrea Gnams Buch „Bilder und Wörter — Kleine Kulturgeschichte einer brillanten Allianz“ bewegt sich auf einem Terrain, das zugleich vertraut und erstaunlich unterbelichtet ist: der jahrtausendealten, wechselvollen Beziehung zwischen dem Sichtbaren und dem Sagbaren, zwischen Bild und Sprache. Dass diese beiden kulturellen Ausdrucksformen einander nicht bloß ergänzen, sondern sich wechselseitig formen, herausfordern und manchmal auch …

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Judith Kessler: „Kann denn Liebe Sünde sein? — Auf den Spuren des Liedtexters Bruno Balz“

Judith Kesslers Buch Kann denn Liebe Sünde sein? — Auf den Spuren des Liedtexters Bruno Balz ist mehr als eine Biografie. Es ist eine Wiederbegegnung mit einer Gestalt, die das deutsche Unterhaltungslied der 1930er und 1940er Jahre geprägt hat und zugleich zu jenen gehört, die die Geschichte in ihren Fußnoten verschluckt. Bruno Balz — der …

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Hauke Friederichs u. Rüdiger Barth: Deutschland 1946 — Das Wunder beginnt“

Deutschland im Jahr 1946 — ein Land aus Staub und Schweigen, von Rauch und Hoffnung umhüllt. Die Städte liegen in Trümmern, die Moral ebenso. Und doch regt sich in den Rissen der Ruinen bereits ein leises Leben, ein vorsichtiger Wille zum Neubeginn. In diese Zwischenzeit führen Hauke Friederichs und Rüdiger Barth den Leser in ihrem …

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Walter Benjamin: „Einbahnstraße“ (Faksimile-Ausgabe)

Walter Benjamins Einbahnstraße, erstmals erschienen im Jahr 1928, ist ein außergewöhnliches Werk, das sich jeder konventionellen Gattungszuordnung entzieht und bis heute als Schlüsseltext der literarischen Moderne und kritischen Theorie gilt. In seinen fragmentarisch angeordneten Prosastücken gelingt es Benjamin, Beobachtungen, Reflexionen, Aphorismen und poetische Bilder zu einem Gefüge zu verdichten, das zugleich intellektuell anspruchsvoll und literarisch …

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Martin Puchner: „Kultur – Eine neue Geschichte der Welt“

Martin Puchners Werk Kultur – Eine neue Geschichte der Welt ist ein ambitioniertes Projekt: Es versucht, die Geschichte der Menschheit durch das Prisma der Kultur zu erzählen und dabei einen neuen, integrativen Blick auf die Entwicklung kultureller Ausdrucksformen zu werfen. Puchner, Professor für Englische und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Harvard University, ist bekannt für seine …

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Steffen Schroeder: „Der ewige Tanz“

Steffen Schroeders Roman Der ewige Tanz beginnt im Sommer des Jahres 1928. Anita Berber, die einst gefeierte Tänzerin und Ikone der Weimarer Republik, liegt geschwächt in einem Berliner Krankenhaus. Jetzt, wo es zu Ende geht, gezeichnet von Krankheit und den Exzessen ihrer Vergangenheit, lässt sie ihr bewegtes Leben Revue passieren. Erinnerungen an ihre Kindheit bei …

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Martin Korenjak: „Latein – Porträt einer Weltsprache“

Martin Korenjaks Buch Latein – Porträt einer Weltsprache bietet eine prägnante und fundierte Darstellung der lateinischen Sprache und ihrer herausragenden Rolle in der europäischen Kulturgeschichte. In sechs Kapiteln – Sprache, Literatur, Recht, Religion, Wissenschaft und einem abschließenden Ausblick – zeichnet Korenjak die Entwicklung des Lateinischen von seinen Ursprüngen bis in die Gegenwart nach. Korenjak beginnt …

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Hektor Haarkötter: „Küssen — Eine berührende Kommunikationsart“

Ich schätze es nicht besonders, wenn ein Autor freudestrahlend auf mich zueilt, sobald ich den Buchdeckel angehoben habe, um sogleich sehr nachdrücklich darauf zu insistieren, mich zu duzen. Dies sei doch — angesichts der sehr intimen Thematik, von der er in seinem Buch erzählen möchte — durchaus angebracht, findest Du nicht auch, liebe Leserin, lieber …

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Edmund Edel: „Mein Freund Felix — Abenteuerliches aus Berlin W. W.“

„Berlin W. W.“, das ist der Neue Westen der Reichshauptstadt, die Gegend rund um den Kurfürstendamm. Wir schreiben das Jahr 1914. Die Welt der Wohlhabenden und Besserverdiener lässt es sich gutgehen. Man trifft sich, lässt sich sehen, sucht „Gesellschaft“ und lädt auch selbst zu „Gesellschaften“. Nicht selten finden diese in den Privaträumen der großzügigen und …

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Christian Bommarius: „Im Rausch des Aufruhrs — Deutschland 1923“

Seit einigen Jahren lässt sich ein Sachbuch-Trend beobachten, den man „Jahrhundertbücher“ nennen könnte. Mit Sicherheit handelt es sich um keine neue Entwicklung; Bücher zu Jubiläen hat es immer gegeben: Festschriften, Jubeltexte und kritische Aufarbeitungen der Vergangenheit je nach Anlass und Absicht der Autoren. Doch „gefühlt“ hat diese Jahrestags-Literatur in den vergangenen Jahren einen besonderen Aufschwung …

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