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Rezensionen von Büchern aus den Kultur- und Geisteswissenschaften

Harald Welzer: „Welzer wundert sich — Rückblicke auf die Zukunft von heute“

Eigentlich sollte man inzwischen von Harald Welzer gehört haben. Seine Medienpräsenz ist seit Jahren ungebrochen, sei es als Streiter für das Gute und Nachhaltige, als Sozialpsychologe mit einem Gespür für die Untiefen und Selbsttäuschungen des kollektiven Bewusstseins und Mitgründer der Stiftung FUTURZWEI, oder sei es als Mitinitiator der Initiative Offene Gesellschaft, die sich seit einiger […]

Eva Illouz (Hg.): „Wa(h)re Gefühle — Authentizität im Konsumkapitalismus“

Stellen wir uns ein Date vor. Die Vorbereitungen, die Mann und Frau treffen, sind sehr unterschiedlich: unterschiedlich lang und unterschiedlich kostenintensiv. „Nach dem Treffen beurteilen sie seinen Wert, der hier auf einem impliziten Vergleich zwischen seinem finanziellen und seinem emotionalen Wert und auf dem Verhältnis zwischen ihrem Einsatz und dessen emotionaler Rendite beruht“, schreibt die […]

Philipp Blom: „Gefangen im Panoptikum – Reisenotizen zwischen Aufklärung und Gegenwart“

Das Panoptikum ist eine englische Erfindung. Jeremy Bentham machte sich im 19. Jahrhundert Gedanken über Gefängnisse. Die optimale Gefängnis-Architektur ermöglichte die bestmögliche Überwachung der größtmöglichen Zahl von Gefangenen. Bentham nannte seine Erfindung passender Weise „Panoptikum“. Es wurden nicht viele Panoptiken gebaut, und noch weniger Exemplare sind heute noch erhalten. Philipp Blom hat ein solches Panoptikum […]

Alain de Botton: „Die Nachrichten – Eine Gebrauchsanweisung“

Der Autor ist für sein Talent bekannt, seinen Lesern scheinbar selbstverständliche oder nebensächliche Sachverhalte unserer Kultur aus einer neuen Perspektive zu präsentieren und auf diese Weise den Prozess einer bewussten Reflexion auszulösen. So hat er uns über die philosophische Bedeutung des Reisens aufgeklärt, uns die Zusammenhänge von Arbeit und Freizeit nahegebracht sowie einen philosophischen Trostspender […]

Erich Fromm: „Die Kunst des Liebens“

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Sie dieses Buch bereits aus Ihrer Jugend kennen. Erich Fromms „Kunst des Liebens“ gehört genauso zum Kanon jener Bücher, die man als Jugendlicher gelesen haben musste, wie der „Steppenwolf“ von Hermann Hesse oder „Tonio Kröger“ von Thomas Mann. Doch sagen Sie jetzt, nicht, dass Sie das Buch kennen und sich […]

Tom Hodgkinson: „Anleitung zum Müßiggang“

Es gibt heutzutage nur Wenige, die sich trauen, ganz bewusst gegen den Strom zu schwimmen und dies auch noch offen zu bekennen. Einer von ihnen ist Tom Hodgkinson, bekennender Faulenzer und Gründer der Zeitschrift „The Idler“, in deren Umfeld er 2011 in London sogar eine „Idler Academy“ gegründet hat, die zum müßiggängerischen Leben anleitet. Im […]

Sascha Adamek: „Die facebook-Falle – Wie das soziale Netzwerk unser Leben verkauft“

Immer wieder wird betont, dass die freiheitlichen Bewegungen und Revolutionen in Tunesien, Ägypten und anderen nordafrikanischen Staaten nur durch Twitter und Facebook möglich geworden wären. Erst der beherzte Protest der internet-affinen Jugend hätte den Machtzerfall der verkrusteten Strukturen richtig in Gang gebracht. Im Iran hat das leider nicht so gut geklappt, denn drei Wochen vor […]

Michael Jürgs: „Seichtgebiete – Warum wir hemmungslos verblöden“

Die pauschale Gesellschaftskritik ist eigentlich eine aus der Mode gekommene Form des Essays. Wer traut sich heute noch an diese große Aufgabe und holt zum Rundumschlag gegen die ganze Gesellschaft und unsere Kultur aus? Michael Jürgs hat sich getraut, und von der ersten Zeile an merkt man, dass er sehr, sehr wütend ist, und das ist gut […]

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