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Rezensionen von Büchern aus den Kultur- und Geisteswissenschaften

Ingo Juchler: „1918 / 1919 in Berlin — Schauplätze der Revolution“

Am 9. November 2018 jährt sich das Datum der Novemberrevolution in Deutschland zum 100. Mal. Die Nachricht vom Aufstand der Matrosen in Kiel und ihrer Weigerung, sich in einer sinnlosen Seeschlacht kurz vor Kriegsende aufopfern zu lassen, breitete sich wie ein Lauffeuer im gesamten Kaiserreich aus. Was als Befehlsverweigerung einiger Matrosen seinen Anfang nahm, bekam […]

Robert Walser: „Die kleine Berlinerin — Geschichten aus der Großstadt“

Welch eine Freude ist die Lektüre dieser Glanzstücke eines der wichtigsten Feuilletonisten der Kaiserzeit aus dem wilhelminischen Berlin! Robert Walser war natürlich in erster Linie Schriftsteller und betätigte sich nicht zuletzt zum Broterwerb auch nebenbei als Kritiker, Essayist und Feuilletonist für verschiedene Zeitungen, für das Berliner Tageblatt, die Frankfurter Zeitung, die Schaubühne und die Neue […]

Christina Templin: “Medialer Schmutz — Eine Skandalgeschichte des Nackten und Sexuellen im Deutschen Kaiserreich 1890 – 1914“

Aus heutiger Perspektive mögen wir die Moralvorstellungen der Zeit des Deutschen Kaiserreichs belächeln und den Kopf schütteln über die Auslöser jener Skandale, die seinerzeit die Menschen beschäftigt haben. Trotzdem vollzog sich in jener wilhelminischen Gesellschaft, die ihr Augenmerk scheinbar so sehr auf Ordnung und Disziplin richtete, hinter den Kulissen ein Sittenwandel, der vor allem in […]

Daniel Morat u. a.: „Weltstadtvergnügen — Berlin 1890-1930“

Der Berliner Philosoph und Soziologe Georg Simmel hatte 1903 in seinem Vortrag über „Die Großstädte und das Geistesleben“ den Großstädter (und damit natürlich in erster Linie den Berliner!) als einen Menschen charakterisiert, der sich gegen die auf ihn einstürzenden Eindrücke des Großstadtlebens mit einer gewissen Blasiertheit, Intellektualität und Reserviertheit zu behaupten versucht. Was den Großstädter […]

Andreas Austilat: „Mark Twain in Berlin – Bummel durch das europäische Chicago“

Auf den ersten Blick scheint es verwegen, Mark Twain mit Berlin in Verbindung bringen zu wollen. Doch der berühmte amerikanische Schriftsteller kam 1891 nach Berlin und blieb mit seiner Familie bis 1892 in der Hauptstadt des deutschen Kaiserreiches. Mark Twain reiste zu Lesungen und Vorträgen um die halbe Welt; das Geld musste eben stimmen. Natürlich […]

Karl Scheffler: „Berlin — ein Stadtschicksal“

Immer wieder wird jener berühmte Schlusssatz aus Karl Schefflers bitterer Berlin-Kritik zitiert: Berlin sei dazu verdammt, „immer zu werden und niemals zu sein“. Das klingt markig, passt in jede Zeit — und scheinbar ganz besonders in unsere heutige. Wir brauchen gar nicht an den ewig im Bau befindlichen Großflughafen BER denken, um dies Einschätzung Schefflers […]

Interview mit Tillmann Bendikowski auf der Leipziger Buchmesse 2014 über sein Buch „Sommer 1914“

RALPH KRÜGER: Herr Bendikowski, in Ihrem neuen Buch beschreiben Sie die Stimmung im Sommer 1914 aus fünf verschiedenene Perspektiven, indem Sie auf Tagebucheinträge von fünf Personen aus unterschiedlichen sozialen und lokalen Kontexten zurückgreifen. Die Hauptthese, die Sie in Ihrem Buch vertreten, ist, dass die Legende von einer nationalen „Jubelstimmung“ historisch betrachtet nicht stimmt und dass […]

Tillmann Bendikowski: „Sommer 1914. Zwischen Begeisterung und Angst – wie Deutsche den Kriegsbeginn erlebten“

Im Sommer 1914 herrschte im deutschen Kaiserreich eine allgemeine Kriegseuphorie. Man sehnte einen großen Krieg herbei, der endlich wieder die alte Ordnung stabilisieren würde. – So lautet die offizielle Version der Geschichtsschreibung, die zusammen mit der alleinigen deutschen Kriegsschuld am Ersten Weltkrieg fast hundert Jahre lang in den Schulen gelehrt wurde. Doch diese kollektive Begeisterung […]

Wolfgang Wippermann: „Skandal im Jagdschloss Grunewald – Männlichkeit und Ehre im deutschen Kaiserreich“

Lustig trieben es die Herrschaften im Kaiserreich. Ein Sexskandal erster Güte, eine Orgie im Jagdschloss Grunewald Nach einer Schlittenfahrt im Winter 1891 durch den verschneiten Grunewald ging es im Jagdschloss richtig zur Sache. Nicht weniger als 15 Männer und Frauen sollen während einer Party im Schloss eine Orgie veranstaltet haben. „Schmutzige Geschichten“ also, wie man […]

Marianne Bechhaus-Gerst, Mechthild Leutner (Hg.): „Frauen in den deutschen Kolonien“

Denkt man an den Kolonialismus und an die ehemaligen deutschen Kolonien, dann scheit dies eine typische Männersache zu sein. In den meisten Darstellungen sieht man deutsche Soldaten, Kolonialbeamte und Kolonialisten, die in den Kolonien ihr Glück machten oder ins Elend gerieten. Und doch waren Frauen in den kolonialen Unternehmungen des Deutschen Reiches stets präsent und […]

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