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Rezensionen von Büchern aus den Kultur- und Geisteswissenschaften

Jakob Augstein (Hg.): „Reclaim Autonomy — Selbstermächtigung in der digitalen Weltordnung“

Vor einigen Tagen landete eine Mail im Briefkasten: „Hitler war ein Britischer Agent! Wie kann man von einem Mann ein Wohlwollen gegenüber dem Deutschen Staat erwarten, der im Dienst einer fremden Macht stand? England‼ Um die Sache mehr zu verdeutlichen, warum sagt uns Niemand, daß der Großkopf Adolf perfekt Englisch sprach und Französisch? Wo war […]

Bruno Preisendörfer: „Die Verwandlung der Dinge — Eine Zeitreise von 1950 bis morgen“

Jede technische Entwicklung führt auch zu einer Anpassung der mit der Technik verbundenen Kulturtechniken. Mit jeder Weiterentwicklung ist in der Regel auch die Aufgabe veralteter Technik verbunden und mit ihr die Aufgabe der entsprechenden Kulturtechniken. Mit dem Verschwinden der Kassetten verschwand auch die Terminologie des Spulens und des Aufnehmens. Was auf den ersten Blick vielleicht […]

Andreas Reckwitz: „Die Gesellschaft der Singularitäten“

Der Kultursoziologe Andreas Reckwitz hat sich mit einem Phänomen beschäftigt, auf das auch schon viele andere Wissenschaftler vor ihm hingewiesen haben: das Verschwinden des Kollektivs. Unsere postmoderne Gesellschaft, so die These, setzt sich nicht mehr aus sozialen Gruppen, aus Klassen oder Schichten zusammen, sondern ist eine Gesellschaft der Einzelnen geworden — eben eine „Gesellschaft der […]

Philipp Blom: „Gefangen im Panoptikum – Reisenotizen zwischen Aufklärung und Gegenwart“

Das Panoptikum ist eine englische Erfindung. Jeremy Bentham machte sich im 19. Jahrhundert Gedanken über Gefängnisse. Die optimale Gefängnis-Architektur ermöglichte die bestmögliche Überwachung der größtmöglichen Zahl von Gefangenen. Bentham nannte seine Erfindung passender Weise „Panoptikum“. Es wurden nicht viele Panoptiken gebaut, und noch weniger Exemplare sind heute noch erhalten. Philipp Blom hat ein solches Panoptikum […]

E. M. Forster: „Die Maschine steht still“

Man kennt E. M. Forster als den Autor von „Wiedersehen in Howards End“ oder von „Zimmer mit Aussicht“. 1879 in London geboren, zählt er zu den einflussreichsten Schriftstellern der Klassischen Moderne in der englischen Literatur. Jetzt ist im Hoffmann und Campe-Verlag ein schmales Bändchen mit einer frühen Erzählung Forsters erschienen: „Die Maschine steht still“. Im […]

Uwe Krüger: „Mainstream — Warum wir den Medien nicht mehr trauen“

Glauben Sie alles, was Sie lesen? Was im Fernsehen gesendet wird? Was im Internet steht? In der heutigen Zeit ist mehr denn je die eigene Medienkompetenz gefragt. Es wäre naiv zu glauben, dass die Medien nur die Wahrheit und nichts als die Wahrheit verbreiten. Das war eigentlich schon immer so, aber heutzutage scheint sich die […]

Tom Rachman: „Aufstieg und Fall großer Mächte“

Vor vier Jahren sorgte Tom Rachmans Roman „Die Unperfekten“ für einige Furore auf dem deutschen Buchmarkt. Jetzt erscheint pünktlich zur Frankfurter Buchmesse 2014 sein neuer Roman: „Aufstieg und Fall großer Mächte“. Worum geht es? Eine junge Frau auf dem Weg zu sich selbst. Das klingt als Plot nicht allzu originell, aber die Art und Weise, […]

Interview mit Tom Rachman auf der Frankfurter Buchmesse 2014 über seinen Roman „Aufstieg und Fall großer Mächte“

KULTURBUCHTIPPS: Tom, wir haben uns vor genau vier Jahren hier auf der Frankfurter Buchmesse getroffen und über Ihren ersten Roman „Die Unperfekten“ gesprochen. In Ihrem ersten Roman ging es um den Aufstieg und Fall einer Tageszeitung. In Ihrem neuen Buch geht es um den Aufstieg und Fall großer Mächte. Können Sie uns etwas mehr dazu […]

Markus Morgenroth: „Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich!“

Der reißerische Titel lässt zunächst nichts Gutes ahnen. Zu sehr klingt es nach dem paranoiden Schub eines Digitaljournalisten, der auf den seit einiger Zeit ziemlich rasant fahrenden Zug aufspringen und von der allgemeinen Datenklau-Phobie der Massen profitieren möchte. Doch schon nach einem kurzen Blick auf die Vita des Autors und in den Inhalt des vorliegenden […]

Bernhard Pörksen, Hanne Detel: „Der entfesselte Skandal – Das Ende der Kontrolle im digitalen Zeitalter“

Deutschland wird Zeuge einer beispiellosen Rückrufaktion. Doktorwürden wurden offenbar nicht nur in Einzelfällen, sondern reihenweise ungeprüft vergeben. Der nachträgliche Entzug des Doktortitels nach einer eingehenden fachlichen Prüfung und der damit meist einhergehenden Selbstbezichtigung der/des Beschuldigten können nur im Nachhinein den Rechtszustand wiederherstellen, jedoch nur in wenigen Fällen den nachhaltigen Schaden des Ansehens der Universitäten und […]

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