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Rezensionen von Büchern aus den Kultur- und Geisteswissenschaften

Egon Erwin Kisch: „Zwischen Bettlern und Bohème“

Nach Hans Ostwald, Kurt Tucholsky, Walter Benjamin und Joachim Ringelnatz darf nun endlich auch der rasende Reporter seinen Einstand in der Buchreihe „Berliner Orte“ des be.bra-Verlags feiern. Schnell hatte der aus Prag stammende Kisch sich in der deutschen Hauptstadt einen Namen gemacht. Seine lebensnahen Reportagen aus der Berliner Zeit zwischen 1921 und 1933 sind hier […]

Max Winter: „Expeditionen ins dunkelste Wien — Meisterwerke der Sozialreportage“

Im Picus-Verlag ist nun in dritter Auflage die schöne Auswahl der Sozialreportagen Max Winters aus dem Wien um 1900 erschienen. Wie im Picus-Verlag üblich, handelt es sich um eine solide gebundene Hardcover-Ausgabe mit ansprechendem Satzspiegel und Lesebändchen. Doch wer war eigentlich dieser Max Winter, den man zwar in Österreich, jedoch in Deutschland kaum noch kennt? […]

Oskar Aichinger: „Ich bleib in der Stadt und verreise — Vom Gehen und Verweilen in Wien“

Der Musiker Oskar Aichinger ist kein gebürtiger Wiener, aber er lebt schon seit vielen Jahren in der österreichischen Hauptstadt. Jetzt ist sein Buch mit Spaziergängen durch das heutige Wien im Picus-Verlag erschienen. Es gäbe kaum einen besseren Verlag für seine Veröffentlichung als diesen Verlag, zu dessen Schwerpunkten und Spezialitäten die Reiseliteratur zählt. Man kennt vor […]

Alfred Kerr: „Was ist der Mensch in Berlin? — Briefe eines europäischen Flaneurs“

Schon als der junge Alfred Kerr 1886 in Breslau sein Abitur machte, war er bereits von der aufstrebenden Hauptstadt an der Spree in den Bann gezogen. Breslau war Provinz, trotz seiner immerhin 300.000 Einwohner, aber was war das schon im Vergleich zu den 1,3 Millionen, die damals schon in Berlin lebten?! Knapp acht Jahre später […]

Mascha Kaléko: „Das lyrische Stenogrammheft“

Es gibt Bücher, die muss man einfach kennen. Besser noch, man besitzt sie. Stehen sie erst einmal im eigenen Bücherregal, so kann man sie jederzeit zur Hand nehmen und sich an ihnen erfreuen. Ein solches Buch ist zweifellos Mascha Kalékos Klassiker „Das lyrische Stenogrammheft“. Was fasziniert den heutigen Leser an diesem Büchlein? Sicherlich ist es […]

Daniel Morat u. a.: „Weltstadtvergnügen — Berlin 1890-1930“

Der Berliner Philosoph und Soziologe Georg Simmel hatte 1903 in seinem Vortrag über „Die Großstädte und das Geistesleben“ den Großstädter (und damit natürlich in erster Linie den Berliner!) als einen Menschen charakterisiert, der sich gegen die auf ihn einstürzenden Eindrücke des Großstadtlebens mit einer gewissen Blasiertheit, Intellektualität und Reserviertheit zu behaupten versucht. Was den Großstädter […]

Peter Hoeres: „Die Kultur von Weimar – Durchbruch der Moderne“

Mit seinen rund vier Millionen Einwohnern war Berlin in der 1920er Jahren die drittgrößte Stadt Europas nach London und Paris. Der Erste Weltkrieg war verloren, das Kaiserreich zerschlagen, und die junge Weimarer Demokratie stand auf wackligen Füßen; bald schon lieferten sich Kommunisten und Faschisten – auch und gerade in Berlin – erbitterte Straßenschlachten. Doch gleichzeitig […]

Karl Scheffler: „Berlin — ein Stadtschicksal“

Immer wieder wird jener berühmte Schlusssatz aus Karl Schefflers bitterer Berlin-Kritik zitiert: Berlin sei dazu verdammt, „immer zu werden und niemals zu sein“. Das klingt markig, passt in jede Zeit — und scheinbar ganz besonders in unsere heutige. Wir brauchen gar nicht an den ewig im Bau befindlichen Großflughafen BER denken, um dies Einschätzung Schefflers […]

Michaela Vieser (Hg.): „Das Zeitalter der Maschinen – Von der Industrialisierung des Lebens“

Die Industrialisierung der Arbeitswelt hat im 19. Jahrhundert einen Prozess in Gang gesetzt, der nicht nur eine unglaubliche Steigerung der Produktivität und den ungebremsten Ausbau des wirtschaftlichen Sektors mit sich brachte, sondern auch die Lebenswelt der Menschen radikal veränderte. Der technologische Fortschritt vergrößerte die Macht des Menschen, und die Beherrschbarkeit der Natur nutzte er zu […]

Heinrich Zille: „Das Alte Berlin – Photographien von Heinrich Zille 1890-1910“

Jeder kennt Heinrich Zille, den „Pinsel Heinrich“, wie ihn Tucholsky liebevoll taufte. Seine Zeichnungen sind weltberühmt, ihr Witz spiegelt den Humor der armen Leute, der Bettler, Huren, Hausierer, Kinder und Mütter aus den Arbeitervierteln der Berliner Großstadt um die Jahrhundertwende. Sein Blick für die kleinen Geschichten am Rande und für das Typische jener Zeit um […]

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