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Rezensionen von Büchern aus den Kultur- und Geisteswissenschaften

Dorothee Meyer-Kahrweg, Hans Sarkowicz (Hg.): „Unterwegs in der Geschichte Deutschlands – Von Karl dem Großen bis zur Gegenwart“

Auch im Leben eines Rezensenten gibt es einschneidende Erlebnisse, die die Routinen des Berufsalltags ins Wanken bringen und zu einer Verhaltensänderung führen, die niemand – und zu allerletzt der Rezensent selbst – für möglich gehalten hätte. Ist man durch den gleichmäßigen Zufluss an neuen Büchern, die die Verlage an die eigene Haustür tragen, schon in […]

Britta Böhler: „Der Brief des Zauberers“

Zürich 1936. In Küsnacht sitzt der Zauberer im Exil und schreibt einen Brief an die Neue Zürcher Zeitung, der sein Leben grundlegend verändern sollte – noch einmal, endgültig. Thomas Mann kehrte 1933 von einer Winterreise nach Arosa nicht mehr nach Deutschland zurück. Zu gefährlich war es für ihn dort geworden. In der Schweiz suchte seine […]

Tillmann Bendikowski: „Sommer 1914. Zwischen Begeisterung und Angst – wie Deutsche den Kriegsbeginn erlebten“

Im Sommer 1914 herrschte im deutschen Kaiserreich eine allgemeine Kriegseuphorie. Man sehnte einen großen Krieg herbei, der endlich wieder die alte Ordnung stabilisieren würde. – So lautet die offizielle Version der Geschichtsschreibung, die zusammen mit der alleinigen deutschen Kriegsschuld am Ersten Weltkrieg fast hundert Jahre lang in den Schulen gelehrt wurde. Doch diese kollektive Begeisterung […]

Neil MacGregor: „Shakespeares ruhelose Welt – Eine Geschichte in 20 Objekten“

Es war der geniale Einfall von Neil MacGregor, dem Direktor des Britischen Museums, 100 Objekte aus den Beständen des Museums auszuwählen und anhand dieser Dinge „ Eine Geschichte der Welt in 100 Objekten“ zu erzählen. Diese objektorientierte Geschichtsschreibung machte McGregors Buchs zu einem Welterfolg – und auf diese Weise wahrscheinlich auch das Britische Museum noch […]

Akira Iriye, Jürgen Osterhammel (Hg.): „Geschichte der Welt – Band 6: Die globalisierte Welt 1945 bis heute“

Das neue sechsbändige Werk zur Weltgeschichte, das zeitgleich im C.H. Beck-Verlag und in der Harvard University Press erscheint, verabschiedet sich von den alten Traditionen der Geschichtswissenschaft, die Weltgeschichte als eine Geschichte des Aufstiegs und Niedergangs einer kleinen Zahl von „Hochkulturen“ erzählt. Der lange Zeit vorherrschende Eurozentrismus in der Historiographie wird mit diesem großen Wurf mutiger […]

John Gaskin: „Wo Thales in den Brunnen fiel – Ein philosophischer Reiseführer in die Antike“

Auch wenn die deutsche schreibende Zunft kräftig aufholt und dazulernt, scheint es nach wie vor das Privileg anglo-amerikanischer Autoren zu sein, spannende und gut lesbare Sachbücher zu schreiben. Wer würde auf die Idee kommen, einen „Philosophischen Reiseführer durch die Antike“ als spannende Lektüre zu bezeichnen? Doch der nun im Primus-Verlag erschienene Titel „Wo Thales in […]

Cornelius Hartz: „Antike in 60 Minuten“

Wir leben in einer beschleunigten Zeit. Ein schnelles Leben verlangt nach schnellen Hilfsmitteln und besonderen Maßnahmen. Ein solches Hilfsmittel stellt die Buchreihe „In 60 Minuten“ des Thiele-Verlags dar. In nur einer Stunde erhält man einen ersten Einstieg in ein Thema. Cornelius Hartz hat sich nun im Rahmen dieser Reihe an die Antike gewagt. „Antike in […]

Thomas Zirnbauer: „Deutsche Literatur in 60 Minuten“

Ein kleines Büchlein landete auf meinem Tisch. Hübsch gebunden und im Reclam-Format, 120 Seiten dick und mit einer angenehm großen Schrift gesetzt, versprach es eine entspannende Lektüre. Der Titel erinnert an Klabunds „Deutsche Literaturgeschichte in einer Stunde“, was ja ziemlich genau dem Titel des vorliegenden Buches entspricht. 90 Jahre liegen zwischen der 1922 von Klabund […]

Robert von Friedeburg: „Europa in der frühen Neuzeit“

Die Frühe Neuzeit umfasst in etwa die Zeit vom 15. – 18. Jahrhundert. Die Einteilung in Epochen dient der Übersichtlichkeit und fungiert als Verständigungsbasis für den historischen Diskurs. Das vorliegende Buch aus der Reihe Neue Fischer Weltgeschichte verzichtet bewusst auf eine solche Einteilung zugunsten einer Orientierung an wichtigen Entwicklungen auf gesellschaftlicher, kultureller und politischer Ebene, […]

Manfred Geier: „Aufklärung – Das europäische Projekt“

Es begann mit der Glorreichen Revolution in England 1689, setzte sich fort in radikaler Auslegung durch französische Gelehrte bis zur Französischen Revolution 1789 und wurde von den deutschen Philosophen zwar weniger politisch, weniger kirchen- und staatskritisch, dafür mit einer umso stärkeren Betonung des individuellen Lebensglücks und der Freiheit des eigenen Verstandes verknüpft. Die Rede ist […]

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