Robert Mueller-Stahl: „Das Leben festhalten — Deutsch-jüdische Privatfotografie in den 1930er Jahren“

Es gibt Bücher, die einen Gegenstand untersuchen, und es gibt Bücher, die einen Blick verändern. Robert Mueller-Stahls Studie bewegt sich dabei in jenem seltenen Raum, in dem historische Forschung in Kulturphilosophie übergeht. Wenn man sich während der Lektüre das Thema vergegenwärtigt, so kann man eigentlich gar nicht anders, als diese privaten Fotografien deutsch-jüdischer Menschen auch …

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Gabriele von Arnim: „Abschied leben — Tagebuch eines Zeitgefühls“

Gabriele von Arnims „Abschied leben — Tagebuch eines Zeitgefühls“ ist ein Buch, das sich nur vordergründig an der Form des Tagebuchs orientiert. Zwar folgt es einem Jahr im Leben der Autorin, doch dieses Jahr wird nicht als fortlaufende Geschichte erzählt, sondern als eine Abfolge von tastenden Annäherungen an das, was Leben nach tiefgreifenden Verlusten bedeuten …

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Nadine Werner: “Archäologie des Erinnerns – Sigmund Freud in Walter Benjamins Berliner Kindheit”

Von Walter Benjamin stammt das Konzept einer „Dialektik des Erwachens“ in Bezug auf die Erinnerung. Benjamin hat sich intensiv mit den Phänomenen des Traums und des Rausches beschäftigt und seine Erkenntnisse vor allem in seinem Passagen-Werk beschrieben. Doch schon früher setzte er seine Erkenntnisse literarisch um. So ist auch seine „Berliner Kindheit um 1900“ kein …

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Werner Siefer: „Das Genie in mir – Warum Talent erlernbar ist“

Es gibt Menschen, die sind einfach genial. Genialität scheint angeboren zu sein: Einstein, Mozart, Leonardo da Vinci – das sind Menschen, die sich vor allem durch ihr Werk und oft auch durch ihr Leben so sehr von ihren Zeitgenossen unterschieden und solch außergewöhnliche Leistungen erbrachten, dass man mit Recht von Genies sprechen kann. Aber woher …

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Sue Halpern: „Memory! – Neues über uns Gedächtnis“

„Es ist einer jener schattenlosen Tage Ende November, wenn ganz New York ohne Farben zu sein scheint. Windböen wirbeln den Unrat in der Gosse auf, und die Fußgänger hasten mit hochgezogenen Schultern und gesenktem Blick über die Bürgersteige, um möglichst schnell wieder nach drinnen zu kommen. Im dunkelgrünen Hemd und mit einer noch dunkleren Krawatte …

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