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Rezensionen von Büchern aus den Kultur- und Geisteswissenschaften

Rebekka Reinhard: „Kleine Philosophie der Macht (nur für Frauen)“

Normalerweise würde diese Besprechung mit einem Satz beginnen, wie z.B.: „Man glaubt zu wissen,…“ Doch hier beginnt schon der Ärger. Wer ist eigentlich dieser „man“? Jene Generalisierung im Namen der Männlichkeit spricht automatisch für alle Frauen mit, so scheint es, und daran haben wir uns mittlerweile so sehr gewöhnt, dass es keinem (und keiner) mehr […]

Ben Roeg: „Große Frauen – Portraits der kreativen Persönlichkeit“

Dies ist ein erzählendes Sachbuch. Das bedeutet: Die darin berichteten Ereignisse sind (größtenteils) historisch verbürgt, haben sich wirklich so ereignet. Zum Beispiel, dass Franz Kafka Else Lasker-Schüler als „Kuh vom Ku-Damm in Berlin“ tituliert hat. Dass Astrid Lindgren an ihrem 70. Geburtstag ein Interview gegeben hat, zu dem sie wie in der Kindheit auf einen […]

Peter Schneider: „An der Schönheit kann´s nicht liegen… Berlin – Porträt einer ewig unfertigen Stadt“

Nein, Berlin ist wahrlich keine Schönheit! Das Aschenputtel unter den europäischen Hauptstädten kann weder auf eine lange glorreiche Geschichte zurückblicken, noch mit der reichen und erhabenen Architektur vergangener Jahrhunderte punkten; Berlins Skyline ist im Vergleich zu Chicago oder Frankfurt ein Witz, der Funkturm ist eine kleine Kopie des Pariser Eiffelturms, Berlin hat keine Küstenlinie, kein […]

Gesellschaft für bedrohte Völker: „Stark und verletzlich – Frauen 2014“ (Kalender)

In vielen Teilen der Welt ist es ein Nachteil, als Frau auf die Welt zu kommen. Frauen sind oft benachteiligt, haben weniger Rechte als Männer (oder gar keine) und müssen gleichzeitig oft schwerere Lasten tragen als Männer; sie sind viel häufiger von Unterdrückung und Stigmatisierung betroffen; nicht selten sind sie sogar seelischer oder physischer Gewalt […]

Marcel Reich-Ranicki (Hg.): „Frauen dichten anders – Deutsche Dichterinnen vom Mittelalter bis zur Gegenwart“

Frauen sind anders als Männer. Sie denken, handeln und verhalten sich anders, und natürlich schreiben und dichten sie auch anders. Viele Faktoren zeichnen dafür verantwortlich, dass Frauen die Welt anders wahrnehmen und interpretieren. Was die Gender-Forschung heute als anerzogenes Geschlechterverhalten beschreibt und anklagt, war in früheren Jahrhunderten eine übliche Praxis. Von der Erziehung und soziokulturellen […]

Sabine Asgodom: „Raus aus der Komfortzone, rein in den Erfolg“

Zurzeit wird gerade eifrig darüber diskutiert, ob man nicht eine Frauenquote für die Führungsetagen in deutschen Unternehmen einführen sollte, damit endlich auch die Frauen an den Hebeln der Macht sitzen. Hübscher Vorschlag, stellt sich nur die Frage, ob es auch wirklich genügend Frauen mit entsprechenden Qualifikationen gibt. Bevor jetzt wegen dieser vermeintlich chauvinistischen Entgleisung ein […]

Adam Soboczynski: „Glänzende Zeiten“

Alles ist so glatt und schick geworden in unserer Zeit. Alle Oberflächen glänzen, wirken wie gelackt, und auch die Menschen werden immer glatter und oberflächlicher. Adam Soboczynski ist Feuilletonredakteur bei der Wochenzeitung DIE ZEIT. In seinen Kolumnen berichtet er vom alltäglichen Wahnsinn, von Freunden, die in ihren Beziehungen scheitern, von Rauchern, die nicht mehr rauchen […]

Adam Soboczynski: „Die schonende Abwehr verliebter Frauen“

Wo gibt es heutzutage noch wirklich verlässliche Anleitungen zu einer rechten Lebensweise? Wer weiß noch, was sich schickt, wenn es gilt, gewisse Leidenschaften zu verbergen, einen Kompromiss vorzutäuschen oder einfach nur interessiert zu blicken, wenn das Gegenüber nur gänzlich Uninteressantes zu erzählen weiß? Adam Soboczynski ist ein Meister dieser kleinen Form des moralischen Essays. Seine […]

Marion und Werner Tiki Küstenmacher: „Simplify your Love“

Dieses Buch hatte ich erwartet. In Gedanken malte ich mir schon den Titel aus. In Anlehnung an den Bestseller der Simplify-Reihe („Simplify your Life“) gab ich ihm den Titel „Simplify your Wife“. Aber das wäre purer Chauvinismus und somit gendermäßig unkorrekt. Die Rollenklischees der Frauen, die nicht einparken können und der Männer, die nicht reden, […]

Francine Prose: „Völlerei – Die köstlichste Todsünde“

„Zu früh, zu erlesen, zu gierig, zu teuer.“ So umriss Papst Gregor im 6. Jahrhundert die Sünde der Völlerei. Heute verbinden wir eigentlich nur noch „zu viel“ und „zu gierig“ mit dieser Todsünde. – Aber ist es nicht veraltet und übertrieben, hier von einer Todsünde zu sprechen? Während in früheren Jahrhunderten Leibesfülle stolz und selbstbewusst […]

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