Lilith Ha: „Lyrische Intoxikation“
Das Buch „Lyrische Intoxikation“ entzieht sich mit einer eigentümlichen Konsequenz jeder eindeutigen Zuordnung und gewinnt gerade daraus seine eigentümliche Sogkraft. Was als Essay firmiert, ist in Wahrheit ein vielstimmiges Gebilde, das autobiografische Reflexion, literarische Analyse und erzählerische Verdichtung miteinander verschränkt. Im Zentrum steht eine Ich-Erzählerin, deren Begegnung mit der Lyrik Rudolf Borchardts nicht als bloß …