Jakob Schwerdtfeger: „Punkt Punkt Komma Strich, fertig ist die Kunstgeschicht“

Man muss Kunstgeschichte nicht unbedingt lustig finden. Man sollte sie nur nicht fürchten. Genau an dieser Furcht setzt Jakob Schwerdtfeger an. Vor einem Gemälde beginnt für viele Menschen nämlich nicht das Sehen, sondern die Einschüchterung: Man steht da, betrachtet einen Menschen mit seltsam langem Hals, eine Heilige mit goldener Aura oder ein Gewirr aus geometrischen …

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Günter Karl Bose: „Legenden / Captions — Geschichten zu Fotografien. Essays“

Fotografien genießen seit ihrer Erfindung den Ruf, Wirklichkeit festzuhalten. Sie gelten als unmittelbare Zeugnisse dessen, was einmal gewesen ist. Doch dieser Glaube gehört zu den hartnäckigsten Illusionen der Moderne. Eine Fotografie zeigt vieles — und erklärt fast nichts. Sie hält einen Augenblick fest, verschweigt jedoch seine Vorgeschichte, seine Folgen und seine Bedeutung. Wer ein altes …

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Robert Mueller-Stahl: „Das Leben festhalten — Deutsch-jüdische Privatfotografie in den 1930er Jahren“

Es gibt Bücher, die einen Gegenstand untersuchen, und es gibt Bücher, die einen Blick verändern. Robert Mueller-Stahls Studie bewegt sich dabei in jenem seltenen Raum, in dem historische Forschung in Kulturphilosophie übergeht. Wenn man sich während der Lektüre das Thema vergegenwärtigt, so kann man eigentlich gar nicht anders, als diese privaten Fotografien deutsch-jüdischer Menschen auch …

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Daniel Siemens: „Der Fotograf Fred Stein — Ein deutsch-jüdisches Leben 1909-1967“

Eine Schwierigkeit dieses Buches liegt paradoxerweise bereits in der Erwartung, die sein Titel weckt: Daniel Siemens kündigt eine klassische Künstlerbiografie an, doch tatsächlich entfaltet er ein vielschichtiges, methodisch reflektiertes Porträt, das sich zwischen historischer Rekonstruktion und essayistischer Annäherung bewegt. „Der Fotograf Fred Stein — Ein deutsch-jüdisches Leben 1909–1967“ ist weniger die Geschichte eines souveränen Künstlers …

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Felix Wiedemann: „Rassenbilder aus der Vergangenheit — Die anthropologische Lektüre antiker Bildwerke in den Wissenschaften des 19. und 20. Jahrhunderts“

Manchmal haben Pandemien auch ein Gutes. Zumindest trifft dies auf die vorliegende Forschungsarbeit von Felix Wiedemann zu: Ursprünglich war „nur“ eine vergleichende Studie zweier Forschungsreisen — der britischen Petrie-Expedition von 1886/87 und der von der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft ausgerichteten „Fremdvölkerexpedition“ von 1912/13 — geplant, deren Bildmaterialien vor Ort in Berlin und London in den Archiven durchsucht, katalogisiert …

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Lothar Semmel (Hg.): „Willy Pragher — Weltstadt am Abgrund — Berlin in Fotografien 1926-1939“

Willy Pragher war ein Fotograf, der in den späten 1920er Jahren und während des Dritten Reiches in Berlin eine bedeutende Rolle spielte. Sein Werk als Stadtbildfotograf fängt nicht nur die architektonische Schönheit der Stadt ein, sondern spiegelt auch die sozialen und politischen Veränderungen dieser Zeit wider. Bereits früh entdeckte der 1908 geborene Pragher seine Leidenschaft …

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Bernd Stiegler, Felix Thürlemann: „Meisterwerke der Fotografie“

Die Geschichte der Fotografie erzählt mit Hilfe fotografischer Meisterwerke. Die Meisterfotos sind in dem vorliegenden Reclam-Büchlein in chronologischer Reihenfolge mit jeweils einem eigenen Kurzessay versehen. Auf diese Weise bekommen wir nicht nur einen Überblick über die technischen und künstlerischen Entwicklungen der Fotografie seit ihrer Erfindung vor über 150 Jahren, sondern such einen guten Einblick in …

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Ralph Gleis (Hg.): „Gustave Caillebotte — Maler und Mäzen des Impressionismus“

Im Sommer 2019 lädt die Alte Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin zu einer großen Impressionisten-Schau. Im Mittelpunkt steht eine Person, die weniger bekannt ist als die berühmten Impressionisten Renoir, Manet, Monet, Pissarro, Degas oder Cezanne, und doch war Gustave Caillebotte eine zentrale Figur, die als Mäzen zum einflussreichen Wegbereiter für die Anerkennung des Impressionismus …

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Richard Schneider: „Berlin — Industrie und Technik in der Malerei von 1847 bis 1929“

Industrie und Technik dürften diejenigen Bereiche der gesamtgesellschaftlichen Modernisierungstendenzen des 19. Jahrhunderts sein, die im Stadtbild der sich gleichzeitig formenden Großstädte — und hier allen voran in Berlin — die prägnantesten Spuren hinterlassen haben. Somit scheint es naheliegend, dass sich die Kunst auch immer mehr den Phänomenen der Großstadt zuwandte. Mitte des 19. Jahrhunderts befreite …

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Roland Jaeger: „Foto-Auge Fritz Block — Neue Fotografie. Moderne Farbdias“

Fritz Block wurde 1889 als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Westfalen geboren. Er absolvierte ein Architekturstudium, das er mit der Promotion abschloss. Wegen seiner Schwerhörigkeit wurde er vom Militärdienst freigestellt. 1921 ging Dr. Block nach Hamburg und gründete zusammen mit seinem Studienfreund Ernst Hochfeld das Architekturbüro Block & Hochfeld. Es war eine spannende Zeit des …

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