Helmuth Kiesel: „Schreiben in finsteren Zeiten — Geschichte der deutschsprachigen Literatur 1933-1945“

Auf dem Schreibtisch lag ein massiver Backstein: 1316 Seiten Text zuzüglich eines umfangreichen wissenschaftlichen Apparats, das war schon eine Ansage. Als im November 2025 „Schreiben in finsteren Zeiten“ erschien, war bereits abzusehen, dass ein gewichtiges Werk vorlag — nicht allein wegen seiner nahezu 1.400 Seiten, sondern weil ein ausgewiesener Kenner der deutschen Literaturgeschichte sich der …

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Erik-Ernst Schwabach: „Bilderbuch einer Nacht“

Der Roman Bilderbuch einer Nacht von Erik‑Ernst Schwabach ist das jüngst in deutscher Sprache erschienene Werk eines Autors, der weitgehend vergessen war — umso bemerkenswerter ist nun die Entdeckung eines virtuosen Großstadtromans, der in seiner Anlage und Sprache zu seiner Zeit bemerkenswert modern wirkt. In einer einzigen Herbstnacht in einer pulsierenden Großstadt — es handelt …

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Volker Meid: „Reclam-Buch der deutschen Literatur“

Es gibt verschiedene Arten und Weisen, sich mit deutscher Literatur zu beschäftigen. Zunächst liegt es nahe, sich den wichtigsten und interessantesten Werken der deutschen Literaturgeschichte zu widmen, hier einen Goethe, da einen Jean Paul und danach vielleicht einen Theodor Fontane zu lesen. Die Auswahl der Lektüre kann heuristisch oder chronologisch erfolgen, man kann sich in …

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