Robert Mueller-Stahl: „Das Leben festhalten — Deutsch-jüdische Privatfotografie in den 1930er Jahren“

Es gibt Bücher, die einen Gegenstand untersuchen, und es gibt Bücher, die einen Blick verändern. Robert Mueller-Stahls Studie bewegt sich dabei in jenem seltenen Raum, in dem historische Forschung in Kulturphilosophie übergeht. Wenn man sich während der Lektüre das Thema vergegenwärtigt, so kann man eigentlich gar nicht anders, als diese privaten Fotografien deutsch-jüdischer Menschen auch …

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Gabriele von Arnim: „Abschied leben — Tagebuch eines Zeitgefühls“

Gabriele von Arnims „Abschied leben — Tagebuch eines Zeitgefühls“ ist ein Buch, das sich nur vordergründig an der Form des Tagebuchs orientiert. Zwar folgt es einem Jahr im Leben der Autorin, doch dieses Jahr wird nicht als fortlaufende Geschichte erzählt, sondern als eine Abfolge von tastenden Annäherungen an das, was Leben nach tiefgreifenden Verlusten bedeuten …

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Nicole Garretón u.a. (Hg.): „Zum Umgang mit der deutschen Kolonialvergangenheit — Gegenwärtige und historische Perspektiven“

Es gibt Bücher, die sich wie geschlossene Räume lesen lassen, mit klar markierten Eingängen und Ausgängen, und es gibt solche, die eher an eine offene Debatte erinnern, an ein fortwährendes Gespräch, in dem Stimmen sich überlagern, einander widersprechen, sich korrigieren oder verstärken. Der von Nicole Garretón gemeinsam mit Johannes Jansen und Alina Marktanner herausgegebene Sammelband …

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Valentin Groebner: „Gefühlskino — Die gute alte Zeit aus sicherer Entfernung“

Der Begriff „Nostalgie“ ist ein großer und unbestimmter Behälter, den man mit einer ganzen Reihe von abstrakten Worten füllen kann, die alles und nichts bedeuten können: „Autonomie“, „Freiheit“, „Verantwortung“, „Gedächtnis“, „Solidarität“ usw. Es gibt also nicht die eine Nostalgie, sondern beliebig viele verschiedene Arten von Nostalgie; ein nostalgisches Gefühl, schreibt der Historiker Valentin Groebner, ist …

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Laura Schaper: „Ökologische Erinnerungsorte des Erhabenen — Erzählen über Tschernobyl, und Fukushima in Werken von Christa Wolf, Nina Jäckle und Alina Bronsky“

Es gibt Bücher, die sind so trocken, dass man sich zunächst die Hände eincremen sollte, bevor man sie zur Hand nimmt. Dies mag zum einen an der Produktionsweise liegen — die Wahl der richtigen Papiersorte scheint in diesem Zusammenhang nicht unerheblich. Zum anderen mag es auch an der Wahl des Themas liegen, welches in einem …

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Hans Hütt: „Die 50er — Ein Jahrzehnt in Wörtern“ / „Die 60er — Ein Jahrzehnt in Wörtern“

Womit hat man sich in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts beschäftigt? Was prägte den Alltag der bundesrepublikanischen Nachkriegszeit und das Leben in der DDR zu jener Zeit? Der Journalist Hans Hütt hat in seiner neuen Buchreihe, die passenderweise im Duden-Verlag erscheint, vor allem einen genauen Blick auf eine Reihe von Begriffen geworfen, die seinerzeit …

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