Romain Gary: „Lady L.“

Romain Garys Roman „Lady L.“ aus dem Jahr 1959 entfaltet sich auf den ersten Blick wie eine elegante Salonanekdote, gewinnt jedoch rasch die Tiefe einer hintergründigen Reflexion über Identität, Moral und die Maskenspiele der Gesellschaft. Im Zentrum steht Lady L., eine hochbetagte, distinguierte Dame der englischen Aristokratie, die anlässlich ihres achtzigsten Geburtstags beschließt, einem vertrauten …

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R. C. Sherriff: „Vor uns die Zeit“

Der 1936 erschienene Roman „Vor uns die Zeit“, im Original „Greengates“, entfaltet seine Handlung mit jener unaufdringlichen Sorgfalt, die für das Erzählen von R. C. Sherriff charakteristisch ist. Im Mittelpunkt steht das Ehepaar Baldwin, das sich nach dem Eintritt des Mannes in den Ruhestand ein neues Leben auf dem Land erhofft. Das titelgebende Haus „Greengates“ …

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Joseph J. Ellis: „1776 — Der Sommer der Revolution“

Es gibt zahlreiche Bücher über die Amerikanische Revolution, die sich wie Monumente ausnehmen und bereits durch ihr äußeres Erscheinungsbild bemüht sind, die epochale Bedeutung der historischen Ereignissen zu unterstreichen: wuchtig, umfassend, bemüht um Totalität. Und es gibt Bücher, die sich stattdessen auf einen Moment konzentrieren — einen Sommer, einige Monate, eine prekäre Abfolge von Entscheidungen …

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Lea Singer: „Eine Frage des Formats“

Lea Singers Roman „Eine Frage des Formats“ nimmt seinen Ausgang von einer Begebenheit, die auf den ersten Blick wie eine kunsthistorische Kuriosität wirkt: Ein Maler, berühmt für seine kompromisslose Körperlichkeit und seine schonungslose Nähe zum Modell, porträtiert eine Monarchin, deren öffentliche Existenz seit Jahrzehnten von Ritualen, Symbolen und kontrollierter Distanz bestimmt ist. Dass es sich …

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Charlotte Mew: „Einige Arten zu lieben – Erzählungen“

Charlotte Mew – das ist eine Stimme, die flüstert und zerschneidet, die streichelt und sticht, die verstört, entzückt und sich nie ganz einfangen lässt. Mit der Erzähl- und Gedichtsammlung Einige Arten zu lieben liegt nun ein auf Deutsch zugängliches Konzentrat eines Werks vor, das so eigen ist, dass es weder im Kanon seiner Zeit noch …

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Werner Plumpe: „Gefährliche Rivalitäten — Wirtschaftskriege – Von den Anfängen der Globalisierung bis zu Trumps Deal-Politik“

Wirtschaft und Krieg – zwei Worte, die sich in der Geschichte nie ganz voneinander trennen ließen, auch wenn das ökonomische Zeitalter der Moderne immer wieder das Gegenteil zu suggerieren versuchte. Werner Plumpe, emeritierter Frankfurter Wirtschaftshistoriker, legt mit Gefährliche Rivalitäten ein Werk vor, das diese trügerische Trennung eindrucksvoll aufhebt. In einem Bogen, der sich von den …

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Ian Mortimer: „Als Licht das Dunkel durchdrang – Das unterschätzte Mittelalter – eine Epoche des Wandels“

Wer im 20. Jahrhundert zur Schule gegangen ist, wird sich nur noch dunkel an seinen Geschichtslehrer erinnern und denken, ach, hätte ich doch solch einen Lehrer gehabt wie Ian Mortimer! Die persönliche und berufliche Entwicklung nicht weniger Schüler wäre vielleicht anders verlaufen, wenn uns Geschichte, Weltgeschichte, auf eine solch anschauliche und unterhaltsame Art nahegebracht worden …

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Ian Mortimer: „Im Rausch des Vergnügens — Eine Reise in das England von Jane Austen und Lord Byron“

Willkommen in der Regency-Zeit, einer Epoche voller Eleganz, Romantik und Wandel, die das frühe 19. Jahrhundert in England prägte. Stellen Sie sich eine Welt vor, in der Kutschen die Straßen durchquerten, elegante Ballsäle zum Leben erwachten und neue Ideen und Erfindungen die Gesellschaft veränderten. Der englische Historiker Ian Mortimer gilt als einer der erfolgreichsten britischen …

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Emmeline Pankhurst: „Suffragette — Die Geschichte meines Lebens“

Emmeline Pankhurst (1858–1928) war eine herausragende Persönlichkeit der englischen Frauenbewegung und eine zentrale Figur im Kampf um das Frauenwahlrecht. Geboren in Manchester in eine politisch engagierte Familie, wurde sie früh mit sozialen und politischen Themen konfrontiert. Ihre Mutter nahm sie bereits als Kind zu Frauenversammlungen mit, was ihr Interesse an der Frauenbewegung weckte. In der …

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Alan Bennett: „Geht ins Museum“

In der SALTO-Reihe des Wagenbach-Verlags ist ein neues Büchlein von Alan Bennett erschienen, das den schlichten Titel „Geht ins Museum“ trägt. Nun könnte man den Titel einerseits so interpretieren, dass es heißt: Alan Bennett geht ins Museum. Das ist auf jeden Fall richtig, doch auch jene alternative Interpretation, dass es sich um eine Aufforderung an …

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