Helmuth Kiesel: „Schreiben in finsteren Zeiten — Geschichte der deutschsprachigen Literatur 1933-1945“

Auf dem Schreibtisch lag ein massiver Backstein: 1316 Seiten Text zuzüglich eines umfangreichen wissenschaftlichen Apparats, das war schon eine Ansage. Als im November 2025 „Schreiben in finsteren Zeiten“ erschien, war bereits abzusehen, dass ein gewichtiges Werk vorlag — nicht allein wegen seiner nahezu 1.400 Seiten, sondern weil ein ausgewiesener Kenner der deutschen Literaturgeschichte sich der …

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Klaus Willbrand, Daria Razumovych: „Einfach Literatur — Eine Einladung“

Wer regelmäßig in den sozialen Medien unterwegs ist und sich für Literatur begeistert, was nicht zwingend ein Widerspruch in sich selbst sein muss, der dürfte den freundlichen alten Mann, der, gemütlich umgeben von Büchern, in seinem Antiquariat sitzt und die Fragen einer jungen Frau beantwortet, schon einmal gesehen haben. Die Rede ist von Klaus Jochen …

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Walter Benjamin: „Ausgewählte Werke in fünf Bänden“

In dieser Auswahl aus dem umfangreichen Oeuvre des Philosophen, Philologen und Kulturwissenschaftlers Walter Benjamin finden sich alle wichtigen Werke, viele vollständig und andere  zumindest auszugsweise, wieder. Beginnend mit seiner Dissertation „Der Begriff der Kunstkritik in der Romantik“, „Goethes Wahlverwandtschaften“, „Ursprung des deutschen Trauerspiels“, viele literaturwissenschaftliche und medienästhetische Texte, metaphysisch-geschichtsphilosophische Abhandlungen, populäre Publikationen wie die „Berliner …

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Uwe Timm: „Montaignes Turm. Essays“

Es ist das kleine Turmzimmer seines Schlosses, in das sich Michel de Montaigne zurückzog, umgeben von den Büchern seiner Bibliothek, und in dem er, bisweilen aus dem Turmfenster in den Garten schauend, auf die reise zu sich selbst aufbrach und seine Gedanken als kleine „Versuche“ niederschrieb. Damit begründete Montaigne eine neue Textsorte, die bis heute …

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Hermann Kurzke: „Georg Büchner – Geschichte eines Genies“

Morgen am 17. Oktober 2013 vor 200 Jahren wurde Georg Bücher geboren. Die Kürze seines Lebens, das gerade einmal 23 Jahre währte und viel zu früh von einem schrecklichen Typhustod beendet wurde, steht im krassen Gegensatz zu der Bedeutung, die Georg Büchners Werk für die deutsche Literatur ausmacht. Der Autor der Theaterstücke, „Dantons Tod“, “Leonce …

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Thomas Zirnbauer: „Deutsche Literatur in 60 Minuten“

Ein kleines Büchlein landete auf meinem Tisch. Hübsch gebunden und im Reclam-Format, 120 Seiten dick und mit einer angenehm großen Schrift gesetzt, versprach es eine entspannende Lektüre. Der Titel erinnert an Klabunds „Deutsche Literaturgeschichte in einer Stunde“, was ja ziemlich genau dem Titel des vorliegenden Buches entspricht. 90 Jahre liegen zwischen der 1922 von Klabund …

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Volker Meid: „Metzler Chronik Literatur“

Worum geht es in Johann Gottfried Schnabels „Insel Felsenburg“ von 1731? – Welches Werk wurde früher geschrieben: Theodor Fontanes „Vor dem Sturm“ oder Georg Büchners „Woyzeck“? – Was war so verstörend an Thomas Bernhards negativem Heimatroman „Verstörung“? Wer sich mit solchen Fragen beschäftigt und nicht auf Internetquellen wie Google oder Wikipedia zurück greifen möchte, die …

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ZEIT-Akademie (Hg.): DVD-Seminar „Literatur – Deutschsprachige Gegenwartsliteratur nach 1945“

Das DVD-Seminar „Literatur“ der ZEIT-Akademie ist das gelungene Beispiel für Erwachsenenbildung mit Hilfe von neuen Medien. Gewohnt hanseatisch zurückhaltend werden hier auf vier DVDs in zwanzig Lektionen von Prof. Dr. Sandra Richter die wichtigsten Autoren der deutschen Nachkriegsliteratur exemplarisch vorgestellt. Die Professorin für Neuere deutsche Literatur an der Universität Stuttgart beleuchtet in ihren Vorträgen die …

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Ralf Georg Bogner (Hg.): „Deutsche Literatur auf einen Blick – 400 Werke aus 1200 Jahren“

„Kindlers Literaturlexikon“ ist seit vielen Jahrzehnten der Standard unter den deutschen literaturwissenschaftlichen Lexika. Im „Kindler“ findet man wirklich alles zur deutschen Literatur von ihren Anfängen bis zur Gegenwart. Der Kindler hat nur einen kleinen Nachteil: In seiner jeweils aktuelle Ausgabe ist er für den Normalsterblichen, der sich nicht professionell und von Berufs wegen mit Literatur …

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