Florian Illies: „Träume aus Feuer — Der Alchemist von der Pfaueninsel“

Florian Illies hat sich in den vergangenen Jahren eine literarische Form geschaffen, die sich den vertrauten Gattungsbezeichnungen immer wieder entzieht. Seine Bücher bewegen sich zwischen Kulturgeschichte, Biografie, Essay und Erzählung. Auch „Träume aus Feuer. Der Alchemist von der Pfaueninsel“ setzt diese Entwicklung fort. Das schmale Werk erzählt die Geschichte des Alchemisten und Glasmachers Johannes Kunckel, …

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Robert Mueller-Stahl: „Das Leben festhalten — Deutsch-jüdische Privatfotografie in den 1930er Jahren“

Es gibt Bücher, die einen Gegenstand untersuchen, und es gibt Bücher, die einen Blick verändern. Robert Mueller-Stahls Studie bewegt sich dabei in jenem seltenen Raum, in dem historische Forschung in Kulturphilosophie übergeht. Wenn man sich während der Lektüre das Thema vergegenwärtigt, so kann man eigentlich gar nicht anders, als diese privaten Fotografien deutsch-jüdischer Menschen auch …

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Polly Tieck: „Die Freundin meines Freundes — Feuilletons aus den 1920er Jahren“

Dieses Buch ist ein guter Beweis dafür, dass die Erforschung der Geschichte — und hierzu gehört natürlich auch die Literaturgeschichte — im Grunde nie abgeschlossen ist: Immer wieder lassen sich unerwartete Entdeckungen machen, neue Konstellationen bilden und variante Interpretationen entwickeln. Verschollen geglaubte Artefakte und sensationelle Archivfunde auf der einen Seite, neue Analysetechniken und wissenschaftliche Verfahren …

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Charles Lewinsky: „Eine andere Geschichte“

„Eine andere Geschichte“ beginnt unspektakulär, beinahe zurückhaltend, als wolle der Autor sich entschuldigen, überhaupt da zu sein. Im Zentrum steht ein Mann, dessen Leben sich nicht in spektakulären Wendungen, sondern in leisen Verschiebungen entfaltet. Eine Begegnung, eine Erinnerung, ein Gespräch, das keines ist, weil das Entscheidende nicht ausgesprochen wird. Die Handlung folgt weniger einer äußeren …

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Heinrich Mann: „Rummelplatz Berlin“

Es gehört zu den eigentümlichen Ironien der deutschen Literaturgeschichte, dass ausgerechnet der entschiedenste Kritiker des wilhelminischen Bürgertums und seiner Machtgesten jenes Milieu mit einer fast unheimlichen Intimität beschrieb, die sich nur aus Nähe speisen kann. Heinrich Mann, der ältere Bruder des kanonisch gewordenen Thomas Mann, hat Berlin nie einfach nur bewohnt; er hat sich an …

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Marcel Hopp: „Was geht mich das an? — Warum wir den Rechtsruck nur gemeinsam stoppen können“

Marcel Hopp gehört zu jener Generation politischer Akteure, die weniger über Parteikarrieren als über biografische Brüche, soziale Medien und unmittelbare gesellschaftliche Erfahrungen sichtbar geworden sind. Geboren Ende der 1980er Jahre, aufgewachsen in der West-Berliner Gropiusstadt, einem urbanen Umfeld, das von sozialer Ungleichheit und kultureller Vielfalt gleichermaßen geprägt ist, fand Hopp früh zur politischen Arbeit. Seine …

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Erik-Ernst Schwabach: „Bilderbuch einer Nacht“

Der Roman Bilderbuch einer Nacht von Erik‑Ernst Schwabach ist das jüngst in deutscher Sprache erschienene Werk eines Autors, der weitgehend vergessen war — umso bemerkenswerter ist nun die Entdeckung eines virtuosen Großstadtromans, der in seiner Anlage und Sprache zu seiner Zeit bemerkenswert modern wirkt. In einer einzigen Herbstnacht in einer pulsierenden Großstadt — es handelt …

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Volker Weidermann: „Wenn ich eine Wolke wäre — Mascha Kaléko und die Reise ihres Lebens“

Volker Weidermanns Wenn ich eine Wolke wäre. Mascha Kaléko und die Reise ihres Lebens ist eine Hommage, eine Lebensbeschreibung und zugleich eine Rückkehrgeschichte, die sich wie ein Roman liest, ohne auf die Fiktion auszuweichen. Von der ersten Seite an zieht der Autor den Leser in eine erzählerische Szene hinein: Mascha Kaléko steht am Deck eines …

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Walter Benjamin: „Einbahnstraße“ (Faksimile-Ausgabe)

Walter Benjamins Einbahnstraße, erstmals erschienen im Jahr 1928, ist ein außergewöhnliches Werk, das sich jeder konventionellen Gattungszuordnung entzieht und bis heute als Schlüsseltext der literarischen Moderne und kritischen Theorie gilt. In seinen fragmentarisch angeordneten Prosastücken gelingt es Benjamin, Beobachtungen, Reflexionen, Aphorismen und poetische Bilder zu einem Gefüge zu verdichten, das zugleich intellektuell anspruchsvoll und literarisch …

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Hans Fallada: „Berliner Abenteuer“

Hans Fallada, der mit bürgerlichem Namen Rudolf Ditzen hieß, kam 1899 mit sechs Jahren das erste Mal nach Berlin, als sein Vater, der Richter Wilhelm Ditzen, in Berlin den Posten des Kammergerichtsrats übernahm. Die Familie lebte damals in der Schöneberger Luitpoldstraße. Der vorliegende Band aus der schönen Reihe Berliner Orte im BeBra Verlag widmet sich …

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