Götz Aly: „Unser Nationalsozialismus — Reden in der deutschen Gegenwart“

Es gibt in der zeitgenössischen Geschichtswissenschaft eine eigentümliche Form der Erstarrung, die sich umso verlässlicher einstellt, je monumentaler der Gegenstand wird, dem sie sich widmet. Wenn das Grauen der deutschen Jahre zwischen 1933 und 1945 verhandelt wird, betreten die Akteure zumeist ein gut ausgeleuchtetes Gehäuse des Konsenses, in dem die moralischen Koordinaten so fest verankert …

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Susanne Heim: „Die Abschottung der Welt — Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen 1933-1945“

Als im 20. Jahrhundert Millionen Menschen vor Verfolgung, Entrechtung und schließlich Vernichtung flohen, standen sie nicht nur einem mörderischen Regime gegenüber, sondern einer Welt, die sich verschloss. In ihrem Buch „Die Abschottung der Welt — Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen 1933–1945“ rekonstruiert die Berliner Historikerin und Politikwissenschaftlerin Susanne Heim jene globale Konstellation, in der …

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Helmuth Kiesel: „Schreiben in finsteren Zeiten — Geschichte der deutschsprachigen Literatur 1933-1945“

Auf dem Schreibtisch lag ein massiver Backstein: 1316 Seiten Text zuzüglich eines umfangreichen wissenschaftlichen Apparats, das war schon eine Ansage. Als im November 2025 „Schreiben in finsteren Zeiten“ erschien, war bereits abzusehen, dass ein gewichtiges Werk vorlag — nicht allein wegen seiner nahezu 1.400 Seiten, sondern weil ein ausgewiesener Kenner der deutschen Literaturgeschichte sich der …

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Wolfgang Benz: „Exil – Geschichte einer Vertreibung 1933-1945“

Wolfgang Benz, einer der renommiertesten deutschen Historiker der Gegenwart, legt mit Exil. Geschichte einer Vertreibung 1933–1945 ein umfassendes Werk vor, das sich der Geschichte der Emigration aus dem nationalsozialistischen Deutschland widmet. Sein Buch ist eine eindrucksvolle Analyse eines bislang oft randständig behandelten Aspekts der NS-Zeit und beleuchtet mit großer Empathie und analytischer Schärfe die Schicksale …

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