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Rezensionen von Büchern aus den Kultur- und Geisteswissenschaften

Harald Welzer: „Alles könnte anders sein — Eine Gesellschaftsutopie für freie Menschen“

Geht es um gesellschaftspolitische Fragen, so ist Harald Welzer in der Regel nicht weit. Es gibt im deutschsprachigen Raum wohl kaum einen Wissenschaftler, der so rührig ist und seine tiefschürfenden und wichtigen Gedanken in ebenso leicht verständliche als auch wissenschaftlich fundierte Worte fassen kann, wie Harald Welzer. Somit ist es keine große Überraschung, mit „Alles […]

Wilfried Kaute (Hg.): „The Boss don´t care — Kinderarbeit in den USA 1908-1917 — Fotografien von Lewis W. Hine“

Auch im 21. Jahrhundert sind wir, global gesehen, noch lange nicht so weit, uns mit dem bislang Erreichten zufrieden zu geben. Der Schweizer Globalisierungskritiker Jean Ziegler weist in seinem emotionalen und aufrüttelnden Vorwort zu diesem Bildband darauf hin, dass auch heute noch Kinder weltweit ausgebeutet und für gesundheitsschädliche und lebensgefährliche Arbeiten missbraucht werden, sei es […]

Harald Welzer: „Welzer wundert sich — Rückblicke auf die Zukunft von heute“

Eigentlich sollte man inzwischen von Harald Welzer gehört haben. Seine Medienpräsenz ist seit Jahren ungebrochen, sei es als Streiter für das Gute und Nachhaltige, als Sozialpsychologe mit einem Gespür für die Untiefen und Selbsttäuschungen des kollektiven Bewusstseins und Mitgründer der Stiftung FUTURZWEI, oder sei es als Mitinitiator der Initiative Offene Gesellschaft, die sich seit einiger […]

Alessandro Baricco: „Die Barbaren — Über die Mutation der Kultur“

Der bekannte italienische Schriftsteller und Philosoph Alessandro Baricco hat bereits 2006 einen Essay über den fundamentalen Wandlungsprozess unserer Kultur geschrieben, der jetzt endlich (nach 12 Jahren!) in deutscher Übersetzung erscheint. Zunächst dachte der Autor an den Titel „Die Mutation“, doch nun heißt das Buch „Die Barbaren — Über die Mutation der Kultur“. Aber ist es […]

Robert Misik, Christine Schörkhuber, Harald Welzer (Hg.): „Arbeit ist unsichtbar — Die bisher nicht erzählte Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Arbeit“

Dieses Buch ist ein Arbeitsbuch und zwar im doppelten Sinne: Zum einen geht es um die Welt der Arbeit, und zum anderen ist es ein Buch, mit dem man arbeiten kann und muss. Hierbei ist der Anspruch dieses Sammelbandes nicht gerade bescheiden. Es soll die „bislang nicht erzählte Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Arbeit“ präsentiert […]

Aladin El-Mafaalani: „Das Integrations-Paradox — Warum gelungene Integration zu mehr Konflikten führt“

„Unsere Gesellschaft ist gespalten und die Welt ist aus den Fugen geraten — über diese Feststellung herrscht fast Einigkeit.“ Aber ist das wirklich so? Oder machen wir uns vielleicht nur etwas vor — oder schlimmer: Wird uns vielleicht nur etwas vorgemacht? Der deutsche Soziologe Aladin El-Mafaalani wagt in seinem aktuellen Buch eine andere These. Er […]

Dana Giesecke, Hans-Georg Soeffner, Klaus Wiegandt (Hg.): „Welzers Welt — Störungen im Betriebsablauf“

In diesem Sommer (2018) wird Harald Welzer 60. Ein guter Anlass, Kollegen und Weggefährten um ihre Beiträge zu bitten und sich auf die eine oder andere Art mit „Welzers Welt“ auseinanderzusetzen. Der bekannte Sozialwissenschaftler und Gründer der Stiftung „Futur Zwei“ ist seit vielen Jahren in den Medien präsent. Als streitfreudiger Kämpfer für ein „Selbstdenken“ und […]

Marco d´Eramo: „Die Welt im Selfie — Eine Besichtigung des touristischen Zeitalters“

Wir leben im „touristischen Zeitalter“, konstatiert der italienische Journalist Marco d´Eramo in seinem jüngst in deutscher Übersetzung bei Suhrkamp erschienenen Buch Die Welt im Selfie. Es handelt sich um eine kritische Bestandsaufnahme der bestehenden Verhältnisse. Im Original lautet der Titel „indagine sullétà del turismo“, also eine „Umfrage zum Tourismus“, während man im Deutschen von einer […]

Arnold Hauser: „Sozialgeschichte der Kunst und Literatur“

Arnold Hauser (1892 – 1978) zählt zweifellos zu den bedeutendsten Kultursoziologen des 20. Jahrhunderts. Ab 1916 gehörte er (durch Vermittlung seines Freundes Karl Mannheim) dem Budapester Sonntagskreis um Georg Lukács an, was für seine weitere intellektuelle und wissenschaftliche Entwicklung prägend war. Kunst war für Hauser der standortgebundene Ausdruck eines gesellschaftlichen Zustands. Er verstand ein Kunstwerk […]

Eva Illouz (Hg.): „Wa(h)re Gefühle — Authentizität im Konsumkapitalismus“

Stellen wir uns ein Date vor. Die Vorbereitungen, die Mann und Frau treffen, sind sehr unterschiedlich: unterschiedlich lang und unterschiedlich kostenintensiv. „Nach dem Treffen beurteilen sie seinen Wert, der hier auf einem impliziten Vergleich zwischen seinem finanziellen und seinem emotionalen Wert und auf dem Verhältnis zwischen ihrem Einsatz und dessen emotionaler Rendite beruht“, schreibt die […]

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