Jasmin Lörchner und Eva Maria Schnurr (Hg.): „Das andere Mittelalter — Philosophinnen, Demokratie, Nachhaltigkeit: Wie die Menschen vor 1000 Jahren wirklich lebten und dachten“

Wenn wir an das Mittelalter denken, sehen wir selten das Mittelalter. Wir sehen eine Erfindung der Neuzeit: dunkle Burgen, Pest und Scheiterhaufen, fanatische Mönche, rohe Ritter, abergläubische Bauern, eine Welt aus Gewalt, Hunger und religiöser Angst. Zwischen dem Untergang der Antike und dem Auftritt der Renaissance scheint sich in dieser Vorstellung ein gewaltiger historischer Abgrund …

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Jens Wietschorke: „Chronist der wilden Jahre — Mit Siegfried Kracauer durch die Weimarer Republik“

Kaum eine Epoche der deutschen Geschichte ist mit so vielen Bildern überlagert worden wie die Weimarer Republik. Vor dem inneren Auge tauchen schillernde Revuetheater auf, verrauchte Caféhäuser, Charleston tanzende Paare, expressionistische Straßenschluchten, politische Straßenschlachten und jene eigentümliche Mischung aus fiebriger Aufbruchsstimmung und latenter Untergangsahnung, die im Rückblick zum Markenzeichen der zwanziger Jahre geworden ist. Doch …

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Hans-Georg von Arburg: „Endlich wohnen! — Zuhause bleiben in der existenziellen Moderne“

Es gibt Bücher, deren eigentlicher Gegenstand sich erst allmählich erschließt. Man schlägt sie in der Erwartung auf, etwas über Architektur, Stadtentwicklung oder Wohnkultur zu erfahren, und legt sie mit dem Eindruck aus der Hand, eine Untersuchung über die geistige Verfassung der Moderne gelesen zu haben. Hans-Georg von Arburgs Endlich wohnen! Zuhause bleiben in der existenziellen …

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Juliane Marie Schreiber: „Wir sind Dynamit — Ein Manifest für Introvertierte in einer Welt der Selbstdarstellung“

Mit ihrem neuen Buch „Wir sind Dynamit – Ein Manifest für Introvertierte in einer Welt der Selbstdarstellung“ knüpft Juliane Marie Schreiber konsequent an jenes gesellschaftskritische Denken an, das bereits ihr Bestseller „Ich möchte lieber nicht“ prägte. Wieder richtet sie den Blick auf eine kulturelle Norm, die heute kaum noch als solche wahrgenommen wird. Damals war …

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Christoph Ribbat: „In den Tag — Eine kurze Geschichte des Aufwachens“

Wenn das Buch „In den Tag — Eine kurze Geschichte des Aufwachens“ des Literatur- und Kulturwissenschaftlers Christoph Ribbat in diesen Tagen erscheint, ist das Aufwachen längst kein unschuldiger biologischer Vorgang mehr. Der Morgen hat sich in einen umkämpften sozialen Raum verwandelt: zwischen Smartphone-Alarm und Selbstoptimierungsratgeber, zwischen Frühschicht und „Miracle Morning“, zwischen Erschöpfung und Leistungsversprechen. Der …

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Walter Ruprechter: „Vom Hausen und Wohnen — In Zwischenräumen daheim“

Walter Ruprechters Buch über das Hausen und Wohnen betritt ein Terrain, das auf den ersten Blick vertraut wirkt und sich doch rasch als überraschend unwegsam erweist. Wer hier einen Ratgeber für bessere Grundrisse, nachhaltige Baumaterialien oder zeitgemäße Wohnmodelle erwartet, wird schnell eines Besseren belehrt. Ruprechter interessiert sich nicht für das Wohnen als Problem technischer Optimierung, …

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Rabea Weihser: „Wie wir so schön wurden — Eine Biografie des Gesichts“

Rabea Weihser gehört zu jener Generation von Kulturjournalistinnen, die ihre intellektuelle Sozialisation im Feuilleton und im digitalen Diskurs zugleich erfahren haben. Als Redakteurin bei der Wochenzeitung Die Zeit hat sie sich immer wieder mit Fragen von Körperpolitik, Popkultur und Geschlechterbildern beschäftigt; ihr Schreiben ist geprägt von jener Mischung aus essayistischer Beweglichkeit und feuilletonistischer Zuspitzung, die …

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Ulrich Raulff: „Wie es Euch gefällt — Eine Geschichte des Geschmacks“

Wenn man dieses Buch in die Hand nimmt, merkt man sofort seine Besonderheit. Man hält ein Juwel in den Händen, ein — im wahrsten Sinne — geschmackvolles und hochwertig gestaltetes Stück Buchkunst, das schon in seiner außergewöhnlichen Materialität Auskunft gibt über seinen exquisiten Inhalt. Es ist dieser Tage ein seltenes und jeden Bücherfreund geradezu beglückendes …

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Hanno Sauer: „Klasse — Die Entstehung von Oben und Unten“

Hanno Sauers Buch Klasse — Die Entstehung von Oben und Unten ist ein philosophisch-soziologisches Werk über Status, Anerkennung und soziale Ungleichheit — und zugleich ein Grenzgang zwischen Wissenschaft und Essay. Sauer schreibt nicht als empirischer Forscher, sondern als Denker, der bestehende Studien, Theorien und Alltagsbeobachtungen zu einem moralpsychologischen Gesamtbild der Klassengesellschaft verknüpft. Das Buch will …

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Wolfgang Detel u. Helga Detel-Seyffarth: „Anthropologie — Was uns Menschen ausmacht“

Wolfgang Detel und Helga Detel-Seyffarth haben mit ihrem Buch Anthropologie — Was uns Menschen ausmacht, erschienen im Reclam-Verlag, ein Werk vorgelegt, das auf kompaktem Raum nichts weniger versucht, als den Menschen selbst in den Blick zu nehmen. Nicht das Individuum, nicht die Gesellschaft, nicht die Kultur oder die Biologie allein — sondern das Ganze der …

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