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Rezensionen von Büchern aus den Kultur- und Geisteswissenschaften

Thomas S. Eberle (Hg.): „Fotografie und Gesellschaft — Phänomenologische und wissenssoziologische Perspektiven“

„Die Fotografie ist in geradezu rasantem Tempo allgegenwärtig geworden.“ Überall begegnen uns Fotos: „auf Plakaten, in Zeitungen und Illustrierten, auf dem Computer, auf Tablets und Smartphones. Sowohl der öffentliche als auch der private Bereich sind von Fotos durchsetzt, und seit der Verbreitung von Kino, Fernsehen und elektronischen Geräten zunehmend auch von bewegten Bildern, also von […]

Hildegard Kernmayer, Simone Jung (Hg.): „Feuilleton — Schreiben an der Schnittstelle zwischen Journalismus und Literatur“

Anfangs war die Entstehung des Feuilletons einer drucktechnischen Ursache geschuldet. In den Jahren um 1800 verlängern viele französische Zeitungen das Seitenformat ihrer Paris-Ausgaben um etwa ein Drittel. Der Raum am unteren Seitenende wurde durch einen Strich vom oberen Textteil abgetrennt und meist auch typographisch vom berichtsteil der Zeitung abgesetzt. Als Terminus technicus beschreibt das Feuilleton […]

Marie Luise Knott: „Dazwischenzeiten — 1930. Wege in der Erschöpfung der Moderne“

Das Jahr 1930 war der Anfang vom Ende der Weimarer Republik, jenes vielleicht aufgrund seiner Rahmenbedingungen von Beginn an zum Scheitern verurteilten Versuches einer ersten demokratischen und parlamentarischen Gesellschaftsordnung auf deutschem Boden. Man muss den Titel genau lesen: Knott spricht nicht von Wegen in die Erschöpfung, sondern von Wegen in der Erschöpfung. Die Erschöpfung ist […]

Erdmut Wizisla (Hg.): „Benjamin und Brecht — Denken in Extremen“

Es gibt Freundschaften, vor allem zwischen Künstlern und Intellektuellen, die nicht allein im vertraulichen und intimen Umgang miteinander ihren Sinn finden, sondern darüber hinaus auch das intellektuelle Gespräch, ja, die Konfrontation suchen — um der Sache willen und nicht aus persönlichen Motiven der gegenseitigen Anerkennung heraus. Eine solche Freundschaft muss es zwischen Walter Benjamin und […]

Stephan Günzel: „Raum — Eine kulturwissenschaftliche Einführung“

Was ist Raum? Diese lapidar wirkende Frage wird umso komplizierter, je intensiver man sich mit ihr beschäftigt. Der Raum, der Ort, die Grenze — das sind Begriffe, mit denen wir täglich umgehen ohne uns weiter zu fragen, was sie bedeuten, wie sie zu definieren sind und welche Auswirkungen eine unterschiedliche Sichtweise und Interpretation des Raum-Begriffs […]

Dudenredaktion (Hg.): „Der Duden — Band 1: Die deutsche Rechtschreibung“

Dick, schwer und solide liegt die 27. Auflage des Duden auf dem Tisch. Da könnte ein mittleres Erdbeben den Berliner Boden erschüttern, der Duden würde sich um keinen Zentimeter von der Stelle bewegen. Eine derartige Präsenz und Materialität macht sinnlich: Sanft streichen die Finger über den festen Einband, vorsichtig öffnen sie das neue Buch, durchblättern […]

Florence Braunstein, Jean-Francois Pépin: „1 Kilo Kultur“

Dieses Buch wiegt mehr als 1 Kilo; das ist nicht schlimm, gibt jedoch einen deutlichen Hinweis auf die Handlichkeit dieses Handbuches. Nein, es ist kein Taschenbuch, doch das tut der Tatsache keinen Abbruch, dass es sich bei diesem Titel um ein wirklich hochinteressantes Projekt handelt. Denken wir an die Kulturgeschichte des Abendlandes, so sollte uns […]

Maria Zinfert (Hg.): “Kracauer Fotoarchiv”

In seinem Essay “Die Photographie” schrieb Siegfried Kracauer 1927: „Die Photographie erfaßt das Gegebene als ein räumliches (oder zeitliches) Kontinuum, die Gedächtnisbilder bewahren es, insofern es etwas meint.“ Was sind Gedächtnisbilder? – Kracauer versteht darunter lückenhafte Bilder, die eben nicht den gesamten räumlichen oder zeitlichen Verlauf miteinbeziehen, sondern das Wesentliche, das für das Gedächtnis Relevante […]

Hanns Zischler: “Kafka geht ins Kino”

Kafka und das Kino. Die Faszination war einfach zu groß. Das Wunder der bewegten Bilder zog den jungen Schriftsteller schon früh in seinen Bann. Welch starken Effekt die Kinobilder auf die damaligen Zuschauer gehabt haben müssen, können wir uns heute nur schwer vorstellen. Wir leben in einer von Bildern überfluteten Welt und kennen es nicht […]

Deborah Vietor-Engländer: „Alfred Kerr – Die Biographie“

Die Schwester der Autorin, Shulamit Engländer Amir, wurde mit zwölf Jahren durch einen Kindertransport von Prag ins englische Exil gebracht und gerettet. Sie empfahl der jüngeren Schwester die Lektüre des Jugendromans „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ (1971) von Kerrs Tochter Judith. Dadurch inspiriert, begann sich die renommierte Literaturwissenschaftlerin mit dem Leben und Werk von […]

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