Annemarie Stoltenberg (Hg.): „Magie des Lesens — Die schönsten Geschichten über die Liebe zum Buch“

Man kann dieses Buch von vorn lesen oder irgendwo in der Mitte aufschlagen, man kann sich treiben lassen oder gezielt verweilen – und genau darin liegt bereits eine seiner stillen Aussagen. „Magie des Lesens – Die schönsten Geschichten über die Liebe zum Buch“ ist kein Band, der auf ein Ziel zustrebt, sondern einer, der den …

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Jens Jäger: „Medienmetropole Berlin – Kommunikation, Netzwerke und Öffentlichkeit im Kaiserreich“

Jens Jägers Heft „Medienmetropole Berlin — Kommunikation, Netzwerke und Öffentlichkeit im Kaiserreich“ ist ein schmaler, aber gedanklich dicht gepackter Versuch, jene Stadt sichtbar zu machen, die im historischen Rückblick allzu oft hinter den großen politischen Chiffren des Kaiserreichs verschwindet. Berlin erscheint hier nicht primär als Hauptstadt des Wilhelminismus, als Bühne imperialer Gesten und monumentaler Architektur, …

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Walter Ruprechter: „Vom Hausen und Wohnen — In Zwischenräumen daheim“

Walter Ruprechters Buch über das Hausen und Wohnen betritt ein Terrain, das auf den ersten Blick vertraut wirkt und sich doch rasch als überraschend unwegsam erweist. Wer hier einen Ratgeber für bessere Grundrisse, nachhaltige Baumaterialien oder zeitgemäße Wohnmodelle erwartet, wird schnell eines Besseren belehrt. Ruprechter interessiert sich nicht für das Wohnen als Problem technischer Optimierung, …

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Ulrich Raulff: „Wie es Euch gefällt — Eine Geschichte des Geschmacks“

Wenn man dieses Buch in die Hand nimmt, merkt man sofort seine Besonderheit. Man hält ein Juwel in den Händen, ein — im wahrsten Sinne — geschmackvolles und hochwertig gestaltetes Stück Buchkunst, das schon in seiner außergewöhnlichen Materialität Auskunft gibt über seinen exquisiten Inhalt. Es ist dieser Tage ein seltenes und jeden Bücherfreund geradezu beglückendes …

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Wolfgang Detel u. Helga Detel-Seyffarth: „Anthropologie — Was uns Menschen ausmacht“

Wolfgang Detel und Helga Detel-Seyffarth haben mit ihrem Buch Anthropologie — Was uns Menschen ausmacht, erschienen im Reclam-Verlag, ein Werk vorgelegt, das auf kompaktem Raum nichts weniger versucht, als den Menschen selbst in den Blick zu nehmen. Nicht das Individuum, nicht die Gesellschaft, nicht die Kultur oder die Biologie allein — sondern das Ganze der …

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Walter Benjamin: „Einbahnstraße“ (Faksimile-Ausgabe)

Walter Benjamins Einbahnstraße, erstmals erschienen im Jahr 1928, ist ein außergewöhnliches Werk, das sich jeder konventionellen Gattungszuordnung entzieht und bis heute als Schlüsseltext der literarischen Moderne und kritischen Theorie gilt. In seinen fragmentarisch angeordneten Prosastücken gelingt es Benjamin, Beobachtungen, Reflexionen, Aphorismen und poetische Bilder zu einem Gefüge zu verdichten, das zugleich intellektuell anspruchsvoll und literarisch …

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Martin Puchner: „Kultur – Eine neue Geschichte der Welt“

Martin Puchners Werk Kultur – Eine neue Geschichte der Welt ist ein ambitioniertes Projekt: Es versucht, die Geschichte der Menschheit durch das Prisma der Kultur zu erzählen und dabei einen neuen, integrativen Blick auf die Entwicklung kultureller Ausdrucksformen zu werfen. Puchner, Professor für Englische und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Harvard University, ist bekannt für seine …

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David Krych: „Das Wiener Hetzamphitheater (1755–1796)“

David Krych widmet sich in seinem Werk Das Wiener Hetzamphitheater (1755–1796) einer in der Theater- und Kulturgeschichtsforschung bislang wenig beachteten Institution: dem Hetzamphitheater in Wien. Die Studie untersucht die Rolle der Tierhetzen als performative Praxis und ordnet sie in einen größeren theatralen und gesellschaftlichen Kontext ein. Dabei werden nicht nur die Aufführungspraktiken beleuchtet, sondern auch …

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Felix Wiedemann: „Rassenbilder aus der Vergangenheit — Die anthropologische Lektüre antiker Bildwerke in den Wissenschaften des 19. und 20. Jahrhunderts“

Manchmal haben Pandemien auch ein Gutes. Zumindest trifft dies auf die vorliegende Forschungsarbeit von Felix Wiedemann zu: Ursprünglich war „nur“ eine vergleichende Studie zweier Forschungsreisen — der britischen Petrie-Expedition von 1886/87 und der von der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft ausgerichteten „Fremdvölkerexpedition“ von 1912/13 — geplant, deren Bildmaterialien vor Ort in Berlin und London in den Archiven durchsucht, katalogisiert …

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Michael Bienert: „Das aufgeklärte Berlin — Literarische Schauplätze“

Die Aufklärung war eine bedeutende intellektuelle Bewegung im 18. Jahrhundert, die Vernunft, Wissenschaft und individuelle Freiheit betonte. In Berlin, der Hauptstadt Preußens, nahm diese Bewegung eine besonders lebendige und einflussreiche Form an. Berlin wurde zu einem Zentrum der Aufklärung dank der Unterstützung von Königen wie Friedrich II., bekannt als Friedrich der Große, und der Aktivitäten …

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