Steffen Kopetzky: „Die Harzreise — Eine Deutschlanderkundung“

„Die Harzreise“. Wer während der Schulzeit ein Mindestmaß an literarischer Bildung genossen hat, wird sogleich an Heinrich Heine denken. Doch der Untertitel macht den Unterschied und weist den Weg: Der volle Titel „Die Harzreise — Eine Deutschlanderkundung“ signalisiert ein doppeltes Spiel: eine Bewegung durch Raum und Zeit, durch Landschaft und Literaturgeschichte. Steffen Kopetzky folgt den …

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Marc Spranger: „Unkopierbar: Warum unsere Kreativität im KI-Zeitalter überlebt oder verschwindet“

Mit seinem programmatisch betitelten Buch „Unkopierbar“ legt Marc Spranger im Verlag Walter de Gruyter eine Streitschrift vor, die sich in die gegenwärtige Debatte um künstliche Intelligenz mit bemerkenswerter Entschiedenheit einmischt. Schon der Titel ist weniger Beschreibung als Behauptung: Es gibt — so Sprangers Überzeugung — einen Kern menschlicher Kreativität, der sich nicht simulieren, nicht automatisieren, …

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Thomas David: „Begegnungen mit Virginia Woolf“

Dies ist ein schönes Buch, wie man ihm selten begegnet. Der Autor erscheint als ein kultivierter und bestens informierter Flaneur, und wir haben das Vergnügen, ihn auf seinen Wegen durch London und Umgebung zu begleiten — auf Wegen, die ihn (und uns) zu den Wirkungsstätten und Lebensorten von Virginia Woolf und den wichtigsten Menschen in …

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Heinrich Mann: „Rummelplatz Berlin“

Es gehört zu den eigentümlichen Ironien der deutschen Literaturgeschichte, dass ausgerechnet der entschiedenste Kritiker des wilhelminischen Bürgertums und seiner Machtgesten jenes Milieu mit einer fast unheimlichen Intimität beschrieb, die sich nur aus Nähe speisen kann. Heinrich Mann, der ältere Bruder des kanonisch gewordenen Thomas Mann, hat Berlin nie einfach nur bewohnt; er hat sich an …

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Wolfgang Ullrich: „Memokratie — Soziale Medien und autoritäre Bildpolitik“

Wissenschaft ist mitunter ein hartes Geschäft. In manchen Disziplinen muss sich der Forschende mit Inhalten auseinandersetzen, die schwer zu ertragen sind. Umso größer ist die Bewunderung für jene Forschenden, die sich auf der Suche nach Erkenntnis ganz bewusst in jene Gefahrenzonen geistiger Umnachtung, bösartiger Absichten und des gemeingefährlichen Schwachsinns begeben. Die neuen Formen der autoritären …

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George Orwell: „Zeilen der Zeit — Kolumnen aus einem Jahrhundert im Umbruch“

Die Kolumne ist eine eigentümliche literarische Form. Sie entsteht im Rhythmus der Woche, unter dem Druck des Tagesgeschehens, und doch kann sie – in seltenen Fällen – eine präzise Chronik einer Epoche werden. Die Texte, die George Orwell zwischen 1943 und 1946 unter dem Titel „As I Please“ für die britische Wochenzeitschrift Tribune schrieb und …

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Aldous Huxley: „Zeit der Oligarchen“

Heute liest man diesen Essay an vielen Stellen mit Gänsehaut. Der Hanser-Verlag hat mit „Zeit der Oligarchen“, dem Titel der deutschen Übersetzung, genau den richtigen, richtungsweisenden Ton getroffen; der Titel des englischen Originals („Science, Liberty and Peace“) klingt dagegen geradezu harmlos und seltsam indifferent. Davon abgesehen, werden die heutigen Leser ihre Lektüre vor dem Hintergrund …

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Roger Willemsen: „Liegen Sie bequem? — Vom Lesen und von Büchern“

Roger Willemsen war nie nur ein Literaturvermittler, nie bloß ein Kritiker, der die Bücher anderer las, um sie zu bewerten. Er war ein leidenschaftlicher Flaneur durch das Reich der Gedanken, ein Sammler von Sätzen, ein Liebhaber des gedruckten Wortes, der in jedem Text die Spuren der Menschlichkeit suchte. Sein posthum erschienenes Buch Liegen Sie bequem? …

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Ulrike Gastmann: „Lessons for Life — 99 Menschen, die dein Leben besser machen“

Ulrike Gastmanns Lessons for Life liest sich wie ein Rendezvous mit neunundneunzig klugen Stimmen. Der Band versammelt kurze Porträts von Künstlern, Sportlern und Denkern – von Patti Smith über Roger Federer bis Jane Goddall — und destilliert aus jedem Leben eine Lektion. Heraus kommt kein Ratgeber im üblichen Sinn, sondern ein fein komponiertes Kompendium von …

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Walter Benjamin: „Einbahnstraße“ (Faksimile-Ausgabe)

Walter Benjamins Einbahnstraße, erstmals erschienen im Jahr 1928, ist ein außergewöhnliches Werk, das sich jeder konventionellen Gattungszuordnung entzieht und bis heute als Schlüsseltext der literarischen Moderne und kritischen Theorie gilt. In seinen fragmentarisch angeordneten Prosastücken gelingt es Benjamin, Beobachtungen, Reflexionen, Aphorismen und poetische Bilder zu einem Gefüge zu verdichten, das zugleich intellektuell anspruchsvoll und literarisch …

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